e
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Adrian Belew |
guitar, sound fx |
| Julie Slick |
bass |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
a
|
0:30
|
| 2. |
a2
|
3:38
|
| 3. |
a3
|
3:07
|
| 4. |
b
|
6:13
|
| 5. |
b2
|
3:36
|
| 6. |
b3
|
1:22
|
| 7. |
c
|
6:19
|
| 8. |
d
|
6:01
|
| 9. |
d2
|
2:51
|
| 10. |
e1
|
0:55
|
| 11. |
e2
|
7:58
|
| Gesamtlaufzeit | 42:30 |
|
|
Rezensionen

Adrian Belew scheint die relative Absenz von King Crimson stärker zu belasten als den Chef selbst. So schickt Belew zusammen mit seiner aktuellen Livebegleitung mal eben einen musikalischen Gruß in Richtung Fripp ?Hey, Robert so geil kann das sein...!?
?e? heißt der neueste Streich von Adrian Belew. Eingespielt wie gesagt als ?Adrian Belew Power Trio? mit den Geschwistern Slick, die Belew zuletzt auch live begleitet haben. Das ganze Album entstand live im Studio und man darf davon ausgehen, dass hier ? vielleicht über vorher abgestimmte Rahmenbedingungen ? ordentlich frei improvisiert wurde. Die ausgefeilten Songtitel wie ?a?, ?b?, ?c?, ?d? und ?e? - gelegentlich auch mit Unterteilungen ? stärken diese Vermutung noch.
Und ?e? macht Spaß. Belew lässt die Gitarre röcheln, jaulen, kreischen, sanft flüstern, sägen, riffen, klingeln... kein Sound, den man sich vorstellen kann, wird hier ausgelassen. Dann erklingen noch gelegentlich hymnische Klangwälle, Pianolinien, seltsame Flötentöne und Synthie-Spuren, vermutlich von Belew mit MIDI-Erweiterungen seiner Parker-Gitarre erzeugt.
Dazu legen Julie und Eric Slick ein fettes, furztrockenes Rhythmusfundament. Eric Slick bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen Bruford und Mastelotto, wobei er das fette Drumming Mastelottos geschickt mit dem lockeren Groove eines Bruford paart. Julie Slick lässt sich auch nicht lumpen und lässt den Bass mal feist riffen, mal melodisch die Gitarrenexzesse Belews umschmeicheln und mal völlig losgelöst losrocken.
?e? das ist irgendwie ?Thrak? meets ?Red?, aber sozusagen stripped to the bone, reduziert aufs Wesentliche, auf den Kern, nur Rhythmus und wilde Gitarreneskapaden. In seiner Konsequenz und Stringenz ist das Album nicht einfach, manchmal sogar phasenweise anstrengend, weil dem Ohr außer rohem Klang nicht viel geboten wird. Nix für Melodiker, aber durchaus auf- und anregende, verspielte Rockmusik. Faszinierend letztlich das traumwandlerische Zusammenspiel der Musiker, die zuweilen mit Tönen zu reden scheinen (?d?).
P.S.: Im Moment scheint das Album nur direkt bei Belew auf seiner Website erhältlich zu sein.
| Anspieltipp(s): |
eigentlich alles |
| Vergleichbar mit: |
auf den Kern reduzierte, moderne King Crimson |
|
| Veröffentlicht am: |
27.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
27.8.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Da Robert Fripp offensichtlich im Moment keine rechte Lust auf eine Reaktivierung vom King Crimson hat, stellt sein Co-Gitarrist Adrian Belew schnell mal so was wie seine eigene Inkarnation von KC auf. Denn was das "Power Trio" hier bietet, würde jedem Album von Belews Stammband zur Ehre gereichen. Kreischende, jaulende, sägende Gitarrenlinien, souverän ergänzt von der furiosen Rhythmusarbeit der Geschwister Slick, Krach, der durchaus mit filigranen Strukturen gepaart sein kann - wozu braucht man da noch King Crimson? Gut, das Trio agiert vielleicht nicht ganz so komplex und verschachtelt, kommt aber doch verdammt nah ran. Schönes Teil!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
29.9.2009 |
| Letzte Änderung: |
29.9.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Es hat ein wenig gedauert, bis diese CD endlich bei mir war. Die CD kann man nämlich nur über Belews Homepage bestellen, was sehr schade ist, da sie dadurch sicherlich einer größeren Masse an Leuten vorbeirauschen wird. Ok, aber wer will schon abgedrehten Gitarrenrock mit Jazzeinschlag und frickeligem Getöse hören? Ich:)!
Und da sind wir beim Thema. Belew ist für mich sowas wie ein ständiger Begleiter in der letzten Zeit (King Crimson, Zappa) und ich liebe seinen Sound. Und ich finde keinesfalls, dass er aufgrund seiner Stimme in eine Talking Heads Coverband gehört, wie das manch werter Kollege hier manchmal äußert. Spielt auch keine Rolle, denn auf "e" wird gar nicht gesungen. Instrumentaler Gitarrenrock in bester King Crimson Manier kriegt der geneigte Hörer hier dargeboten. Flitzefinger und Technikfreaks sollten hier mal genauer hinhören. Wer die kühle Crimso Atmosphäre der modernen Ära (Thrak, Power To Believe, ConstruKction of Light) mag, wird mit "e" verwöhnt sein. Von vorn bis hinten rockt Belew die Gitarre. Die Scheibe hat diesen monoton, industriellen Maschinensound und bekommt dadurch einen metallischen Charakter.
Die 5 Stücke sind in 11 Tracks aufgeteilt. Wieso das so ist, weiß nur Herr Belew selbst (wahrscheinlich, um das Rippen schwerer zu machen). Thematisch finden sich wirklich nur 5 Stücke auf "e". Das beiligende Booklet gibt nicht wirklich viele Informationen preis und ist eher spärlich, dafür aber passend zur Musik, sehr modern bebildert. Wer sich also bis zur nächsten King Crimson Scheibe die Zeit versüßen mag, dem dürfte "e" unbedingt gut bekommen. Wer auf technisch anspruchsvollen Gitarrenkram steht, der wird auf "e" ebenfalls bestens bedient. Komisch, dass der Name Adrian Belew auf der Lsite der besten Rock-/Metal-Gitarristen (Preis eines großen Rockmagazins) kürzlich nicht auftauchte. Die sollten wahrlich mal genauer hinhören.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
King Crimson |
|
| Veröffentlicht am: |
2.5.2010 |
| Letzte Änderung: |
2.5.2010 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Adrian Belew
Zum Seitenanfang
|