Hansson & Karlsson
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polydor |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
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| Jan Carlsson |
Drums, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Richard Lionheart
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4:17
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| 2. |
Triplets
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4:52
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| 3. |
Tax Free
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7:14
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| 4. |
February
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7:12
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| 5. |
Collage
1. Towards brave new goals 2. Unknown 3. Valsette
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8:47
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| 6. |
H.K. Theme
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2:49
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| 7. |
Pick-Up
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2:30
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| 8. |
Lift-Off
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3:52
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| 9. |
Space
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2:42
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| 10. |
Time
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0:44
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| 11. |
Brain
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2:55
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| 12. |
Discovering
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0:53
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| 13. |
Canada Lumberyard
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4:14
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| 14. |
I Love, You Love
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13:55
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| Gesamtlaufzeit | 66:56 |
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Rezensionen

In einem zum Jazzkeller umfunktionierten Kartoffelkeller haben sich Bo Hansson und Jan Carlsson angeblich das erste Mal getroffen. Dort spielte Hansson auf seiner Hammond J-100, die er sich angeblich erst einige Tage vorher gekauft hatte (eigentlich war er Gitarrist bzw. Bassist), begleitet von einem Schlagzeuger. Die beiden machten offenbar einen Höllenlärm, doch war Jazzschlagzeuger Carlsson so beeindruckt, dass er wenig später an Hanssons Seite am Lärmen war. Nach etwas Unterweisung in Rhythmus und Form seitens Carlsson traten die zwei Schweden bald als Hansson & Karlsson auf (fragt mich jetzt nicht, warum Carlssons Namen im Bandnamen mit K geschrieben ist, derselbe aber in den Besetzungsangaben und auch sonst meist mit C zu finden ist). Das Duo entwickelte sich schnell zum Konzertgeheimtipp in der schwedischen Hauptstadt. Selbst Jimi Hendrix war von den beiden Schweden so beeindruckt, dass er deren Titel "Tax Free" bei Konzerten coverte.
Drei Alben haben Hansson & Karlsson in ihrer kurzen Bestehenszeit eingespielt: "Monument" (1967), das Livealbum "Rex" (1968) und "Man at the Moon" (1969). 1998 erschien dann die hier rezensierte, von den beiden Protagonisten selbst zusammengestellte Kompilation, die das komplette erste Album des Duos (Tracks 1-6) mit der B-Seite der einzigen Single der Band (Track 13 - die A-Seite "Lidingö Airport" fehlt seltsamerweise), der ersten Hälfte von "Man at the Moon" (Tracks 7-12) und einer Livenummer von "Rex" (Track 14) kombiniert.
Orgel und Schlagzeug gibt es hier zu hören, mehr (fast) nicht. Carlsson bezeichnet in einem im Beiheft zu findenden Interview die Musik als "a sort of mixture of free form jazz and quasi-classical music". Das kommt ganz gut hin, wobei das "free form" für heutige Ohren weitaus weniger freiformatig klingt als vielleicht 1967. Flottes, jazzig-rockiges, ziemlich bluesfreies, manchmal auch swingendes, mitunter auch erhaben-sakrales bzw. formlos-psychedelisch dahinwaberndes Georgel trifft auf versiertes Getrommel. Die kurzen Stücke "Time" und "Discovering" werden nur von Carlsson an allerlei frei durcheinander plingendem Schlagwerk bestritten, darunter ein Vibraphon (daher das "fast" am Anfang dieses Abschnitts). Im Grossen und Ganzen wirkt diese Musik wie Protoorgelprog mit Bontempi-Flair. Etwas verstaubt und schmalspurig wirkt das Gebotene schon. Zumindest die Studioaufnahmen, so als würde ein Festzeltduo an Orgel und Schlagzeug Jazzstandarts verrocken. Doch wie das abschließende Livestück zeigt hatten Hansson & Karlsson im Konzert um einiges mehr Druck und Schwung zu bieten. Im Vergleich zu seinen späteren Soloalben ist Hansson hier zudem noch um einiges kantiger, rotziger und wilder auf seinem Instrument unterwegs. Alles in allem ist das durchaus unterhaltsame Musik, auch wenn dieselbe, oder ihr Klang, auf Dauer ein klein wenig gleichförmig wirkt.
Auch wenn Hansson & Karlsson außerhalb Schwedens damals kaum Aufsehen erregten, wurden sie - wie das Beispiel Hendrix zeigt - in interessierten Musikerkreisen durchaus gehört. Es ist also nicht ganz unmöglich, dass Hanssons, zumindest für die damalige Zeit, recht ausladendes, klassikinspiriertes und expressives Georgel die Spielweise diverser späterer Progkeyboarder beeinflusst hat.
"Hansson & Karlsson" bietet einen umfassenden Überblick über die Musik der beiden Schweden. Auch wenn das Ganze ziemlich viel Spaß macht ist der Variationsbreite der Musik bei einer solch kleinen Besetzung natürlich Grenzen gesetzt. Wer sich aber für die Musik von "Hansson & Karlsson" interessiert, wer den Klang der Hammondorgel liebt und nachfühlen möchte, wie dieses Instrument zu einem wichtigen Bestandteil des Protoprogs wurde, der ist mit dieser CD trotzdem bestens bedient.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
8.7.2012 |
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