I Am
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Blueprint |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Rich Brook |
Drums |
| Pete Rinaldi |
Guitar |
| Lee Pomeroy |
Bass |
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| Adam Wakeman |
Keyboards |
| Damian Wilson |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Never Let Go
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4:12
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| 2. |
Sane Life
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6:58
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| 3. |
Symbol
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6:15
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| 4. |
Sober
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8:05
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| Gesamtlaufzeit | 25:30 |
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Rezensionen

Bereits in den Neunzigern hatten Damian Wilson und Wakeman-Sprössling Adam mit Jeronimo Road zusammen musiziert. Als fliegender Neoprog-Holländer tauchten sie mal hier mit einem Stück auf einer Compilation, mal dort mit einem Liveauftritt auf und verschwanden dann am Ende doch, ohne jemals ein reguläres Studioalbum herausgebracht zu haben (alle verwertbaren Reste wurden unter dem Titel "Live at the Orange" veröffentlicht). Ein knappes Jahrzehnt später raufen sich Wakeman und Wilson wieder zusammen und starten mit Headspace einen neuen Versuch, etwas Bleibendes auf die Beine zu stellen. Verstärkt werden sie dabei durch Bassist Lee Pomeroy, der neben seiner Tätigkeit als Tourmusiker bei Take That auch Progmeriten als Dick-Nolan-Ersatz bei den neu formierten It Bites sammeln konnte, Drummer Rich Brook und Gitarrist Pete Rinaldi, der mit seinem anderen Steckenpferd, der Darth-Metal-Band Anchorhead (einer Stadt auf dem Wüstenplatten Tatooine, noch Fragen zum Namen der Musikrichtung?), wahrscheinlich für dauerhafte Alpträume bei John Williams sorgt.
Im Gegensatz zu Jeronimo Road haben es Headspace zumindest einen kleinen Schritt weiter geschafft und mit der EP "I Am" zumindest schon mal ein auch auf CD gebanntes Lebenszeichen von sich gegeben. Im Gegensatz zur ersten Kollaboration von Wilson und Wakeman wildern Headspace allerdings nicht in symphonisch-neoprogressiven Gefilden, sondern fühlen sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Siebziger-Rock der Marke Led Zeppelin, Progmetal und symphonischeren Ansätzen heimisch. Ab und zu kommen auch einmal Grunge-Einflüsse zu ihrem Recht, so dass prinzipiell für Abwechslung gesorgt ist.
Mit "Never Let Go" steht der in Prog-Hinsicht unspektakulärste Song am Anfang, der sich weitgehend eher straight rockend und wenig variabel präsentiert. Da zudem auch Damian Wilson hier eine für seine Verhältnisse unterdurchschnittliche, da eintönige, Leistung abliefert, können trotz erstaunlich geschmackssicherem Tastenspiel von Adam Wakeman erst die darauf folgenden Stücke dafür sorgen, dass ?I Am? nicht als reine Langweilscheibe endet. Schon das folgende ?Sane Life? macht nämlich klar, dass Headspace mehr können: Akustisch beginnend, getragen vom langsam zu Normalform auflaufenden Damian Wilson (der nicht umsonst als einer der besten Sänger im Progbereich gilt) dreht das Stück immer mehr auf, um als gekonnter Hard-Prog-Song zu enden. Aufgelockert wird das ganze durch ein kurzes., v.a. durch Vokalakrobatik geprägtes Zwischenspiel, in dem Headspace offensichtlich der ehemaligen Band von Wakeman, dem Älteren, ihre Referenz erweisen.
"Symbol" weist prinzipiell einen ähnlichen Aufbau auf, enthält aber einen deutlich höheren ruhigeren Anteil, der mit elektronischen Sounds und sanftem Gesang deutlich macht, dass auch der New-Artrock-Trend nicht komplett an den Engländern vorbei gegangen ist. Zwischendurch wird?s natürlich auch mal etwas aggressiver und Rinaldi darf mit einem gepflegten Frickelsolo zeigen, dass er sein Instrument durchaus zu bedienen versteht. Auf die Spitze getrieben und zu einer Mischung vermengt werden alle vorher genannten Merkmale wie im Progressive Rock immer wieder gern genommen im abschließenden "Sober". Hier werden von Retrosounds über progmetallische Passagen bis zu moderneren Anklängen noch einmal alle vorigen Merkmale der vorigen Stücke in einer ausladenden Produktion zusammengefasst, die allerdings leider mit teils recht ruppigen Übergängen etwas den roten Faden vermissen lässt.
"I Am" ist somit insgesamt genau das, was von einer EP erwarten darf: Ein Zeichen, dass Headspace existieren und dass sie das Potential aufweisen, um früher oder später mit ihnen rechnen zu müssen. Mehr ist aufgrund der angesprochenen Schwächen aber noch nicht drin, so dass man sich durchaus fragen darf, ob nicht doch gleich ein vollwertiges, die Schwächen möglichst ausmerzendes Album die bessere Alternative gewesen wäre. Durch die beteiligten Namen müsste die Band schließlich nicht allzu arge Befürchtungen haben, völlig übersehen zu werden (wenn man denn ein anderes Label als den Katastrophenhaufen Blueprint bekäme).
Wie dem auch sei: Auch in dieser Form ist "I Am" dank des günstigen EP-Preises ein Kurzeisen, dem man durchaus mal sein Gehör schenken darf, wenn man Damian Wilson und die beschriebenen musikalischen Einflüsse schätzt. Und, wer weiß, vielleicht kommt es diesmal im Gegensatz zu Jeronimo Road ja wirklich noch einmal zu einem richtigen Output in voller Albenlänge. Man hat ja schon Pferde kotzen sehen vor der Apotheke...
| Anspieltipp(s): |
Sane Life |
| Vergleichbar mit: |
Siebziger Rock trifft Progmetal |
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| Veröffentlicht am: |
3.12.2009 |
| Letzte Änderung: |
3.12.2009 |
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