Création de l'univers
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Soleil Zeuhl |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Nicolas Goulay |
Keyboards |
| Christophe Blondel |
Bass |
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Gastmusiker
| Yannick Duchene Sauvage |
Voice |
| Fabien Lenoir |
Gongs |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Feu
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13:06
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| 2. |
Terre
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16:07
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| 3. |
Métal
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12:13
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| 4. |
Eau
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12:31
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| 5. |
Bois
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9:50
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| Gesamtlaufzeit | 63:47 |
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Rezensionen

Gibt es gerade ein kleines Zeuhl-Revival? Nach ein paar Nachwehen in den frühen 80ern wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts kaum noch Zeuhlartiges eingespielt, insbesondere nicht in Frankreich (Ausnahmen wie Zoïkhem müssen auch hier die Regel bestätigen). Ausnehmen muss man auch Japan, wo Bands wie Ruins, Bondage Fruit, Happy Family und Koenjihyakkei das Genre auch in den 90ern am Leben hielten und es dabei mit einer ganz eigenen Note bereicherten.
Nachdem sich Anfang des neuen Jahrtausends gar Bands in den USA (siehe Yeti) und Großbritannien (siehe Guapo) magmaseken Klängen widmeten, erwachte der Zeuhl auch in Frankreich wieder zum Leben. Nicht nur, dass Magma wieder zu alter Stärke zurückfanden und begannen einige ihrer in den 70ern mehr oder weniger unvollendet gebliebenen Werke zu komplettieren und einzuspielen, nicht nur das Jannick Top seinen Bass wieder zeuhlig knurren ließ (siehe "Infernal Machina"), es spielten jetzt auch junge Musiker wieder den Zeuhl, darunter auch einige, die nicht aus dem mehr oder weniger direkten Umkreis von Magma stammten. Eine wichtige Veröffentlichungsplattform für diese stellt das kleine Label Soleil Zeuhl des Franzosen Alain Lebon dar, bei dem einige der Retro-Zeuhl oder Neo-Zeuhl-Bands ihre Alben veröffentlicht haben. Nach François Thollot, One Shot, Setna und Neom ist Xing Sa nun das neuste Pferd in Alain Lebons Stall.
Xing Sa sind ein Ableger von Setna, ein Trio bestehend aus Nicolas Goulay (Tasten), Christophe Blondes (Bass) und Nicolas Candé. Ein wenig nach Setna klingt daher auch das Debüt von Xing Sa, das Anfang 2010 veröffentlichte "Création de l'univers". Wie bei Setna bestimmt eine eher ruhig dahingleitende, ausgesprochen elegante Mischung aus Zeuhl und canterburyartigem Jazzrock diese Musik. Dominiert wird das Ganze von den diversen Tastensounds Goulays (E-Piano, Synthesizer, Mellotron), die sich über dem vielseitigen, mitunter zeuhlig-knurrend dahin gleitenden Rhythmusgerüst Blondes' und Candés erheben. Dazu kommt ab und an der prägende Gesang von Gast Yannick Duchene Sauvage (Neom), perkussive Unterstützung von Fabien Lenoir und das Saxophone von Gilles Wolff (nur im abschließenden "Bois").
"Feuer", "Erde", "Metall", "Wasser" und "Holz" heißen die fünf auf "Création de l'univers" zu findenden, jeweils nochmals in 2-3 Abschnitte unterteilte Stücke. Auch wenn hier recht unterschiedliche Stofflichkeiten charakterisiert werden, ist das angewandte musikalische Rezept der drei Franzosen immer recht ähnlich. Getragen, sich immer wieder zu kantigeren Abschnitten steigernd, treiben hier die Klänge dahin, mal von typischen Zeuhlgesang begleitet, von brummendenen Bassklängen vorangeprügelt und von klangvollen Tastengebirgen gestützt. Oft gleitet die Musik aber auch sehr zerbrechlich dahin, ergeht sich in filigranen Klangmalereien und lyrischen Miniaturen. Die zeuhltypische Hektik fehlt hier - wie auch bei Setna und Neom - weitestgehend. Eher wirkt das Album so als hätte man die Rhythmusabteilung von Magma mit der Tastenfraktion von Hatfield and The North gekreuzt.
"Création de l'univers" ist ein schönes Album mit zeuhlig-jazzigen Klängen, dem es aber über die Lange Spielzeit doch ein wenig in Abwechslung fehlt, um wirklich zu begeistern. Die Musik braucht doch immer etwas lange bis sich Spannung aufbaut, tritt mitunter etwas auf der Stelle. Die hypnotische Kraft, die die Musik auf "Cycle I" und "Arkana Temporis" oft auszeichnet, fehlt hier meist. Hervorragend musiziert und produziert (wieder einmal von Udi Koomran) ist "Création de l'univers" natürlich trotzdem. Wer Neom und Setna schätzt, diesen elegant-klangvollen Post-Zeuhl, für den ist Xing Sa sicher eine willkommene Sammlungsergänzung!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.4.2010 |
| Letzte Änderung: |
13.8.2010 |
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Normalerweise denkt man bei Zeuhl entweder an die hymnisch schwere, feierliche bis düstere Variante, wie sie die Genre-Urväter Magma zelebrieren, oder an die verrückten Überdrehtheiten japanischer Bands. Die Franzosen Xing Sa haben sich einer anderen Variante des Genres verschrieben, sie präsentieren den Zeuhl jazzig-verspielt, mit gelegentlichen canterburyesken Anleihen. Wobei sie nicht die einzigen Vertreter dieser Spielart des Zeuhl sind.
Locker und entspannt geht es im allgemeinen zur Sache, perlendes E-Piano und knackiger Bass dominieren. Vor allem das E-Piano lässt immer wieder Assoziationen an die Klänge aus Canterbury aufkommen. Nur gelegentlich legt die Musik an Dynamik zu, schwillt zu einem mächtigen Klangstrom an, der jedoch rasch wieder versiegt und Platz macht für sanftere und entspanntere Klänge.
Das ist denn auch etwas der Knackpunkt an diesem an sich recht schönen Album: manchmal übertreiben sie es mit der Sanftheit und Entspanntheit, da besteht schon mal die Gefahr, dass die Gedanken zu sehr abschweifen... und dann wünscht man sich, die Musik würde schneller (und länger) in Fahrt kommen.
Wie bei den personell und musikalisch verwandten Neom gilt auch hier: gut, aber ausbaufähig. Warten wir ab, wie es mit Xing Sa weitergeht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.1.2011 |
| Letzte Änderung: |
6.1.2011 |
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