Terra Incognita: A Line In The Sand
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Steve Walsh |
vocals |
| Michael Sadler |
vocals |
| Sass Jordan |
vocals |
| Nick Storr |
vocals |
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| Charlie Dominici |
vocals |
| Arjen A. Lucassen |
vocals |
| Alex Froese |
vocals |
| Henning Pauly |
guitar, bass, keyboards, drums, orchestration |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Barricade
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8:26
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| 2. |
Whirlwind
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5:03
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| 3. |
The Crown
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5:23
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| 4. |
Loyalty
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6:17
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| 5. |
My Father's Son
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6:11
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| 6. |
When God Smiled On Us
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6:03
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| 7. |
Need
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6:08
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| 8. |
Spiral
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6:47
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| 9. |
Battleground
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6:12
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| 10. |
Victory
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9:06
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| Gesamtlaufzeit | 65:36 |
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Rezensionen

Roswell Six zum zweiten... da wird mancher gequält aufstöhnen. Kein Wunder hat doch der Erstling dieser ?Band? eher negative Kritiken geerbt. Und das wohl zu recht, auch wenn ich dieses erste Album nur oberflächlich kenne. Aber was vielleicht ein Lichtblick ist: Vom ersten Album sind hier nur noch Michael Sadler und der Erfinder der zugrunde liegenden Geschichte, Science Fiction-Autor Kevin J. Anderson, mit von der Partie. Ansonsten gibt es mit Kansas-Sänger Steve Walsh, Mr. Ayreon Arjen Lucassen, Ex-Dream Theater-Sänger Charlie Dominici, Nick Storr (The Third Ending) oder Alex Froese (Frameshift, vermutlich der Sänger auf dem bald kommenden neuen Album) ein ganzer Schwung mehr oder weniger namhafter neuer Gesangsknechte an Bord. Außerdem singt noch eine gewisse Sass Jordan, über die es keine näheren Informationen gibt (mit Recht weist mich ein Kollege daraufhin, dass diese Formulierung nicht glücklich ist. Ich meinte natürlich, dass das Label keine weiteren Infos geliefert hat. Im Internet kann man z.B. in der englischen Wikipedia durchaus einiges an Informationen über diese Sängerin, die seit Anfang der 80er Jahre aktiv ist, finden).
Und nicht nur die Sänger, sondern auch die Musiker wurden komplett ausgetauscht. Erik Norlander & Co wurden durch die Progrock-Records-One Man-Show Henning Pauly ersetzt, der alle Instrumente spielt und die Songs auch komponiert hat. Keine schlechte Idee, denn wenn sich jemand mit melodischem, bombastischem, orchestralem Progmetal auskennt und dies auch noch einigermaßen gelungen darbieten kann, dann ist es der Deutsch-Amerikaner, der ja selbiges schon mit Frameshift und Chain vorgemacht hat.
?A Line In The Sand? erzählt also den zweiten Teil der Geschichte von Kevin J. Anderson, der auch diesmal wieder die Texte zu den Songs geschrieben hat. Das Buch erscheint nahezu zeitgleich mit dem Album und handelt diesmal wohl größtenteils von einem lang andauernden Krieg zwischen den Kontinenten.
Und die Musik? Die hat sich wohl auch ein bisschen verändert. Etwas düsterer und härter ? nun es geht ja um Krieg ? ist man zugange. Aber grundsätzlich servieren uns Roswell Six, respektive Henning Pauly, wieder die erwartete Mischung aus orchestralem Bombast mit viel Keyboard-Kleister, durchaus rockenden Gitarren und solider Rhythmusarbeit, bei der noch nicht mal die (vermutlich) programmierten Drums allzu negativ auffallen. In den guten Momenten ? z.B, gleich der Opener oder ?When God Smiled On Us? - schafft Pauly mächtige Hard Rock-Progmetal-Epen mit viel Pathos und Kitsch, aber eben auch großen Melodiebögen. Hin und wieder gibt es ein paar ungewöhnliche Klänge wie Didgeridoo oder Synthie-Trompeten, die geschickt eingewoben werden. Die Sänger sind gut drauf und erfüllen die Stücke denn auch ordentlich mit Leben, allen voran Kansas-Stimme Steve Walsh.
Schwachstellen und Rohrkrepierer gibt es natürlich auch. Die Schmalzballaden ?Loyalty? und ?Need? sind nur schwer zu verkraften und sind natürlich null Prog. Und zum Abschluss lässt einen der Schmacht-Bombast-Fetzer ?Victory? fast schon erstarren. Das hätten Manowar wahrscheinlich auch nicht kitschiger hinbekommen. Nahezu unfassbar komische Chöre runden dieses ?Erlebnis? ab. Obwohl, der Song ist so kurios, dass er fast schon wieder Spaß macht.
Nun, Freunde eher filigraner oder gar schräger Musik machen am besten einen weiten, weiten Bogen um dieses Werk. Freunde überschwänglichen Bombasts mit ungenierten Stadionrockanleihen und Metal-Ballads-Einlagen finden hier einiges an Hörfutter. Nicht gerade ein Überflieger dieses Werk, aber besser als Teil 1 ist das hier allemal (okay, die Messlatte war niedrig).
| Anspieltipp(s): |
für die ganz Mutigen: "Victory", ansonsten "Barricade", "When God Smiled On Us" |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.6.2010 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2010 |
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