Vision
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Michel Lazaro |
Gesang, Keyboards |
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Gastmusiker
| Yan Fab |
Gesang |
| Jordan Rudess |
Keyboards |
| Jean-Pierre Claverie |
Gitarre |
| Jimi Savage |
Gitarre |
| Uriah Duffy |
Bass |
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| Philippe Chayeb |
Bass |
| Reda Samba |
Schlagzeug |
| Damien Schmitt |
Schlagzeug |
| Mel Gaynor |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Demori
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2:12
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| 2. |
Vision
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6;38
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| 3. |
Quest For The Glory
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4:45
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| 4. |
Sun
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3:43
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| 5. |
Destiny
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5:51
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| 6. |
Heven In Hell
1. Part One 0:56 2. Part Two 4:26
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5:22
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| 7. |
Epilogue
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1:33
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| 8. |
1118
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5:44
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| 9. |
Stome Temple
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3:10
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| 10. |
Morpheus Son
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6:54
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| 11. |
Colour Of Spring
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3:54
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| 12. |
Outro
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1:46
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| Gesamtlaufzeit | 51:32 |
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Rezensionen

Michel Lazaro hatte wohl eine große "Vision": Was könnte im Lebenslauf eines Musikers mehr Eindruck machen als ein Album, auf dem Jordan Rudess als Gastmusiker mitgewirkt hat? Paradox an dieser Tatsache ist freilich, dass Lazaro selber ebenfalls nicht nur Sänger, sondern auch Tastenmann ist. So soll Rudess dann zwar auch am Songwriting beteiligt gewesen, aber auch nur in "Heaven In Hell" zu hören sein. Aber auch die übrigen Musiker stammen aus recht bekannten Umfeldern, immerhin wirken hier derzeitige oder einstige Mitarbeiter von u.a. Whitesnake, Jean-Luc Ponty oder den Simple Minds mit. Soweit das Ensemble, das eine Vielzahl an Einsprüchen verspricht.
Musikalisch geht das Album tatsächlich in viele Richtungen: Das Intro "Demori" fährt mittelalterliche Klänge auf, die leider von einem eher schwachen Keyboardsound beeinträchtigt werden. Der folgende Titelsong lässt anfangs mit verhaltenem Riffing, melancholischen Gesangslinien und stakkatohafter Pianoarbeit an eine gedämpfte Version von Symphony X denken, berührt aber zum Refrain hin den AOR-Bereich. "Quest For The Glory" kombiniert hartes Riffing mit Hammondorgel, Drumloops, melodramatischem Strophengesang in der Art von Dream Theater und einem Mainstream-Refrain.
Das fröhliche "Sun" hat mit funkiger Wah-Wah-Gitarre fast Discoqualität und an Dave Mustaine von Megadeth erinnerden Nasalgesang. Eine Nummer, die in ihrer Freigiebigkeit ein bisschen an Queen erinnert. In "Destiny" konkurrieren gediegenes Metalballaden-Pathos und aalglatter Mainstream. So einen Refrain hätte man auch einem DSDS-Finalisten auf den Leib schneidern können. "Heaven In Hell" wildert in modernen Progmetal-Gefilden samt Laut-Leise-Dynamik, dynamischem Drumming und Jordan Rudess' kalten Synthesizersounds.
Das kurze Instrumental "Epilogue" und "1118" fahren wieder eine Mischung aus Mittelalterklängen und Filmsoundtrack auf. Letzteres entwickelt sich dann zu einer übermäßig orchestrierten Kitschballade mit ausladendem Metal-Gitarrensolo. Entfernt erinnert sowas an eine Kreuzung aus Blind Guardian und Savatage, selbstverständlich wieder mit Mainstream-Habitus. "Stone Temple" ist ein weiteres Instrumental; das Fehlen von möglicherweise Mainstream-orientiertem Gesang sorgt dafür, dass sich dieses interessante Stück voll und ganz gängigen Progmetal-Standards zuordnen lässt.
"Morpheus Son" fehlen ein bisschen die Höhepunkte. Über knapp 7 Minuten dümpelt die Nummer mit Piano-Riffing, Orchestrierungen und melancholisch getragenem Gesang dahin. Immerhin passt es stimmungsmäßig zu so einem verregneten Sonntagnachmittag wie heute. "Colour Of Spring" schließt das Album dann mit Discobeat, Mainstream-Strophen und Yes-Harmonie-Refrain ab. Das "Outro" fährt noch einmal diverse Progeinflüsse von Hackett-Genesis bis Dream Theater durch.
Monieren muss ich an "Vision" den Sound. Gitarren erklingen meist nur im Hintergrund, was dem Material quasi die Zähne zieht, und auch die Chöre klingen nicht nach der geforderten Opulenz. Außerdem sind, wie eingangs geschildert, die Keyboardklänge nicht immer überzeugend. Insgesamt schmälert das doch den Genuss des Albums ein wenig, da "Vision" somit über weite Strecken wie ein schwachbrüstiges Plagiat der immer erkennbaren Vorbilder klingt. Spieltechnisch kann man sicherlich auch noch bemängeln, dass Michel Lazaro wohl nicht so gerne rhythmisch geprägte Sachen spielt. Der Anfang des Titelsongs oder "Morpheus Son" sind da gute Beispiele. Die vorhandenen Akzente im Gesang sind mir übrigens egal.
Insgesamt ist Lazaro und Kollegen ein durchaus interessantes Album mit vielfältigen Einflüssen gelungen. Zu kritisieren sind wie erwähnt aber der schwache Sound und auch das ständige Mainstream-Geschiele. Auch diverse Mittelalter- und Soundtrack-Anflüge finde ich letztlich ungelungen. Unterm Strich sind die "Vision"en des Herrn Lazaro eine eher mittelmäßige Angelegenheit, die aber auf jeden Fall Potential zeigt.
| Anspieltipp(s): |
Vision, Sun |
| Vergleichbar mit: |
in jedem Song was anderem, aber das steht ja in der Rezi :-) |
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| Veröffentlicht am: |
14.11.2010 |
| Letzte Änderung: |
14.11.2010 |
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