Electronic Church Muzik
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Billy James |
Guitars, Keybords, Percussion, Violin, Vibes, Harp, Mellotron, Tape Manipulations, Vocals, Production, Arrangements |
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Gastmusiker
| Daevid Allen |
Vocals |
| Gilli Smyth |
Vocals, Space Whisper |
| Bunk Gardner |
Flute, Sax |
| Michael Bruce |
Guitars, Bass, Sitar, Keyboards |
| Rod Martin |
Trumpet |
| Don Preston |
Keyboards, Moog, Electronics, Sounds |
| Buzz Gardner |
Trumpet |
| Jimmy Carl Black |
Voice |
| Peter Banks |
Guitar |
| Zoot Horn Rollo |
Guitar |
| Rockette Morton |
Bass |
| Bruce Cameron |
Guitars, Bass, Sitar |
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| George Scala |
Recorder |
| Mike Logiovino |
Spirit Bass |
| Alessandro Pizzin |
Keyboards |
| Cor Gout |
Vocals |
| Jan Akkerman |
Guitar |
| Artemiy Artemiev |
Keyboards |
| Peter Frohmader |
Keyboards, Electronics, Composition Construction |
| Murphy Brook |
Vocals |
| Moogy Klingman |
Keyboards |
| ZAD McGough |
BG Vocals |
| Jack Dougherty |
Pedal Steel |
| Cymbaline |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Birth
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2:10
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| 2. |
Living
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3:55
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| 3. |
Language Of The Body
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5:16
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| 4. |
Eye Of Agamonto
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4:48
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| 5. |
The Gulf (Hall of Souls)
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1:18
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| 6. |
Mallard Flies Towards Heaven
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3:10
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| 7. |
ANT-BEE's Sunday Supper
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0:29
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| 8. |
Flutter-Bye, Butter-Flye
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3:33
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| 9. |
Endless Journey
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6:02
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| 10. |
The Light
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1:27
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| 11. |
Mannah
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5:35
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| 12. |
Psalm 23
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1:11
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| 13. |
Hallelujah
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2:57
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| 14. |
The Wrath - Part One
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3:00
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| 15. |
Secrets Of The Dead
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3:48
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| 16. |
Pennies From Heaven
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0:48
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| 17. |
The Wrath - Part Two
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3:11
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| 18. |
The Lords Prayer
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1:05
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| 19. |
Angels
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0:29
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| 20. |
Don´t You Ever Learn?
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4:37
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| 21. |
Re-Birth
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4:51
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| 22. |
Final Benediction
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0:27
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| Gesamtlaufzeit | 64:07 |
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Rezensionen

Hinter dem Pseudonym Ant-Bee steckt ein gewisser Billy James, der am Berklee College of Music studiert hat, dieses Studium auch erfolgreich abgeschlossen hat und sein Geld offenbar mit dem Schreiben von Musikbüchern verdient (z.B. über Grand Funk Railroad, Todd Rundgren, die Mothers, Beefheart, die Anfänge von Yes und die Alice Cooper Band). Außerdem macht er Musik. In den 90er Jahren erschienen drei Alben, jetzt legt er, nach über 10 Jahren Pause, "Electronic Church Muzik" vor.
James musikalisches Zentrum liegt ganz offenhörlich in den späten 60er Jahren, in Gefilden, die man damals (oder etwas später) erstmals mit Adjektiven wie psychedelisch, experimentell oder progressiv versehen hat. Er selbst, 1960 geboren, hat diese Zeit gerade noch so miterlebt, doch wohl er passiv und ich vermute einmal, dass seine Affinität zu jener Musik sich erst viel später entwickelt hat.
"Electronic Church Muzik" (und auch seine vorherigen Alben - soweit ich sie gehört habe), bietet ein recht seltsames Gemenge aus Retrorock bzw. -pop, der sich irgendwo in der Nähe der Beach Boys, Pink Floyd, Westcoastartigem, der Mothers oder ganz allgemein der psychedelischen Rock- und Popmusik der Jahre 1967-69 bewegt, Protospacerock (à la frühe Gong) und retroelektronischen Klangcollagen und Tonbandspielereien, mitunter mit Ausflüge in die Musique Concrète. Das klingt mitunter so, als handele es sich wirklich um Aufnahmen aus den späten 60er Jahren, die in irgendeinem Archiv vor sich hin gestaubt haben und nun wieder zum Leben erweckt wurden (man höre z.B. "Living"). Das liegt u.a. auch daran, dass James hier eine ganze Ladung an altgedienten Rock-, Psychedelik- und Progveteranen als Gäste geladen hat.
Musiker der Mothers of Invention sind hier zu hören, der Magic Band (bzw. von Mallard), Gilli Smyth und Daevid Allen, Peter Banks, Jan Akkerman und sogar der deutsche Düsterelektroniker Peter Frohmader. Dieselben tragen nicht nur Instrumentalspuren bei, sondern haben auch das eine oder andere komponiert, was natürlich die stilistische Vielfalt erhöht hat. Prestons "Wye of Agamoto" klingt z.B. stark nach Zappa, "Endless Journey" von Peter Banks bietet vornehmlich Elektronisches, wie auch Frohmaders "Hallelujah" (das zu rhythmischem Blimps und Klonks Kirchenglocken und Mönchsgesänge aufweist), während Akkermans "Mannah" vornehmlich ein filigran-virtuoses Akustikgitarrenstück darstellt, unterlegt mit Mellotronflöten. Dann gibt es da noch einiges an Space Whispern von Gilli Smyth, tiefsinnigs Geplapper von Daevid Allen, eine knisternde und knacksende Countrynummer von Mallard (zumindest Mark Boston alias Rockette Morton und Bill Harkleroad genannt Zoot Horn Rollo) und unzählige Samples, Geräuschfetzen und Musik-, Gesangs und Sprachkonserven (einmal tönt auch eine Nettigkeit Groucho Marx´ aus den Boxen). Gewisse religiöse Bezüge lassen sich mitunter ausmachen (die schon erwähnten Mönche, andere Choreinlagen oder Predigt- und Gebetsfragmente), die wohl dem Konzept des Ganzen geschuldet sind, welches übrigens auch in der gesangbuchartigen Verpackung des Albums zum Ausdruck kommt.
"Electronic Church Muzik" ist ein durchaus unterhaltsames Album mit einer Art von elektronischen Zeitreise, die einige ziemlich interessante Momente enthält. Trotzdem wirkt dieses Gebräu alles in allem doch ziemlich künstlich und konstruiert, fehlt es an eigenem Charakter und Atmosphäre. Eher wirkt das Album wie eine Dokumentation über eine längst vergangene Zeit, der man interessiert lauscht, die aber nicht wirklich gefangen nimmt oder in die man emotional eintauchen könnte. Vielleicht sollte James für sein nächstes Album auf die ganzen Gäste verzichten und versuchen seine ganz eigene Klangwelt zu finden?
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.3.2011 |
| Letzte Änderung: |
30.3.2011 |
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