All I Am Is Of My Own MaKing
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
JustForKicks |
| Durchschnittswertung: |
9.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Richard George Allen |
Drums, Percussion and Voice of Protagonist |
| Luca Briccola |
Guitars, Keyboards, Flute, Orchestration and Backing Vocals |
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| Paolo Pigny |
Bass, Acoustic Guitar and Voice of Narrator |
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Gastmusiker
| Marco "Plumber" Bonetti |
Sopran & Tenor Saxaphon on "All I Am Is Of My Own MaKing" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Unexpectedly, Friday
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3:19
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| 2. |
Deep In Trouble Deep
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4:49
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| 3. |
Panic!
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6:17
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| 4. |
So Cold
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2:12
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| 5. |
One Day
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5:39
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| 6. |
Sweet Liberty
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6:21
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| 7. |
Homely Smells Again
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6:23
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| 8. |
A New Beginning
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4:55
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| 9. |
All I Am Is Of My Own MaKing
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5:42
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| Gesamtlaufzeit | 45:37 |
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Rezensionen

Mit ihrer zweiten Veröffentlichung vertonen die drei italienischen Musiker vom Comer See die authentische Geschichte eines New Yorker Pechvogels bei einem mehrtägigen Zwangsaufenthalt in einem Fahrstuhl.
Auch wenn es sich um eine italienische Band handelt, findet man während der Hörreise hierzu eher wenige Hinweise. Mogador würden von mir eher der britischen oder US Progszene zugeordnet, wozu natürlich auch der englischsprachige Gesang des wohl nicht gebürtigen Italieners Richard George Allen beiträgt. Und auch die abwechslungsreiche musikalische Darbietung durch mehrere musikalische Genres mit sowohl Gentle Giant gemäßen Rhythmen als auch poppigen Melodien sind für mich nicht typisch italienisch.
Jedenfalls muss der Gefangene im Fahrstuhl eine emotionale Achterbahnfahrt durchlebt haben, wenn man der stimmungsvollen 46minütigen Hörreise folgt. So startet das Werk mit floydschen Geräuschsamples, fröhlichen Melodiereigen und wandelt sich dann mit Festsetzen des Fahrstuhls in bedrückend rockige Klänge. Anschließend entpuppt sich "Deep in Trouble Deep" als ein Neoprog-Ohrwurm mit einigen schrägen Instrumentalbreaks, worauf mit "Panic!" ein unruhiger und kompakt rockender Track geboten wird, der auch von Spock's Beard nach Neal Morse stammen könnte.
Ähnlich facettenreich bewegt man sich anschließend in klassischen Gefilden mit Hang zum Film-Soundtrack, um darauf in keyboardgeschwängerter Neoproglieblichkeit mit reichhaltigen Gitarrenklängen zu wandeln. Auf dem Titeltrack liebäugeln Mogador hinsichtlich der Melodiebögen und Gesänge mit den Beatles, um im instrumentalen Sektor wiederum unter Zuhilfenahme eines Saxophons schräger zu musizieren.
Trotz einiger weniger ansprechender Phasen sowie zuweilen mittelprächtiger Gesangsleistungen ist "All I Am Is Of My Own MaKing" für Neoproggies mit Drang, schon mal andere Ufer zu betreten, ein empfehlenswertes Album.
Hörbeispiele gibt es hier.
| Anspieltipp(s): |
Deep In Trouble Deep, Panic!, Homely Smells Again |
| Vergleichbar mit: |
Spock's Beard, Gentle Giant, Galahad, Yes/Glass Hammer |
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| Veröffentlicht am: |
1.4.2011 |
| Letzte Änderung: |
2.3.2012 |
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"Alles was ich bin, habe ich mir selbst zu verdanken" lautet der Titel des Zweitwerks des in Italien beheimateten Trios, das aus zwei Italienern und einem singenden Schlagzeuger namens Richard George Allen besteht. Der Titel kann nicht auf die Musik bezogen werden, denn diese richtet sich nach von anderen vor Jahren vorgebrachten musikalischen Konzepten. "Die anderen", das wären in erster Linie die Proghelden der 70er wie Yes und Gentle Giant, unter anderem auch weil des Herrn Allen Gesangstil (und in einigen Stücke auch dessen Stimme) mich stark an Jon Anderson erinnert. Auch die optimistische Austrahlungskraft der Stücke ab "So cold" signalisiert dem geneigten Progfreund, dass die Musiker von Mogador das harte Leben vor der Studiotür lassen, sobald es an die Aufnahmen geht. Eine berechtigte - allerdings nicht von mir bevorzugte - Vorgehensweise. Eine Charaktereigenschaft zudem, um die Leute wie Jon Anderson eigentlich beneidet werden sollten.
Die ausgezeichnete und disziplinierte, vom Schlagzeuger ohne Egoprobleme unterstützte Bassarbeit führt mich auch durch die für mich weniger angenehme Momente des Albums. Der Basser Pigny ist mein Lieblingsmusiker auf der CD, weil er viel von Leuten wie Chris Squire und Ray Shulman gelernt hat.
Streckenweise ist mir der symphonische Retroprog von Mogador doch zu unbeschwert ausgefallen. Ich mag es doch lieber etwas verstörend und unfreundlich, etwas stärker "am Puls der Zeit". Um nicht ganz in Harmonie zu versinken, bauen die Musiker in den ersten Stücken des Albums kleine "unfreundliche" Töne ein. Nach den erfrischenden Dissonanzen des eröffnenden "Unexpectedly, Friday" hoffte ich auf eine ganze CD von dieser Sorte, stattdessen folgten spätestens nach "So cold" zahlreiche musikalische Gefälligkeiten.
"Deep in trouble deep" und "Panic!" bieten noch temperament- und humorvollen, dicht komponierten und leicht schrägen Retroprog, der gut zu Gentle Giant gepasst hätte. In dem vor perlenden akustischen Gitarren bestimmten "So cold" präsentiert Allen seinen überzeugenden Jon Anderson-Gesangstil, den er in anderen Stücken offenbar nach Belieben ablegen kann. Danach setzt aus meiner Sicht eine bereits oben erwähnte zunehmende Verflachung ein, die ich aus persönlichen Geschmacksgründen nicht begrüssen mag.
Das orchestrale "One day" fungiert mit Rick Wakeman-Gedächtnischören als Übergang in eine andere musikalische Welt, die mir leider etwas zu süßlich vorkommt. Anschliessend versucht man in "Sweet Liberty" und "Homely smells again" noch optimistischer zu agieren, als der gute Jon Anderson es tat, was ich gar nicht überzeugend finde. Rein instrumental gesehen ist es immer noch solider Retroprog mit ausgezeichneter Bassarbeit. Der beatleske und zugleich nach US-Prog ausgerichtete Teil des Titelsongs mündet glücklicherweise in wahrschenlich nicht ganz ernst gemeinten bissigen Passagen mit ebensolchen Saxsolos.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.4.2011 |
| Letzte Änderung: |
3.4.2011 |
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Puuuh, der Titel ist 'n Procol-Harum-Zitat, der Bassist klingt wie Chris Squire, sowas nervt mich ja schon. Wieso kann der nicht klingen wie er selbst? Klingt er womöglich selbst gar nicht? Näääää.
Doch horch!
Im Gegensatz zu allen, naja, zu vielen vielen vielen anderen Retroprogalben ist "All I Am Is Of My Own MaKing" eines nicht: Es ist nicht blöööd, es ist nicht faaad, will sagen, es ist zwar nicht originell, aber unoriginell ist es auch nicht. Die Jungs verstehen ihr Geschäft: Der Basser ist durch sein Können nicht darauf beschränkt, wie Chris Squire lediglich zu klingen, die Melodien können mal mit Fug und Recht Melodien genannt werden, die Songs funktionieren als Songs und die Jungs sind in den verschiedenen Spielarten des Mainstreamprogs wirklich zuhause. Das ist mehr, weit mehr, als man von vielen Retrobands sagen kann. Ich summe gerade den Titelsong mit - im Prog ein schlechtes Zeichen? Mag sein, hier nicht.
"All I Am Is Of My Own MaKing" ist wirklich ein äußerst vergnügliches Album. Ja sicher, es mag sich hier und da ein wenig zu sehr zurückhalten, aber die Mischung eingängiger Klänge und schräger Töne (z. B. das Saxophonsolo des letzten Stücks) funktioniert. Und so ist es einerseits kein Wunder, dass "All I Am Is Of My Own MaKing" 2010 für den italienischen ProgAward nominiert war, andererseits aber auch nicht, dass Yugen ihn schließlich gewann.
| Anspieltipp(s): |
Der dritte Song ist der Beste, zeigt aber auch, was das Album noch ein wenig zögerlich klingen lässt: Die Panik könnte ruhig noch panischer sein! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.4.2011 |
| Letzte Änderung: |
5.4.2011 |
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