From These Small Seeds
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Moorea Dickason |
vocals |
| Tarik Ragab |
bass |
| Matt Lebofsky |
keyboards |
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| Matthew Heulitt |
guitar |
| David M. Flores |
drums |
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Gastmusiker
| Bob Crawford |
wurlitzer (3,7) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
dichotomy
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3:57
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| 2. |
infinitesimal sky
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3:02
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| 3. |
butchers of baghdad
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4:19
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| 4. |
random tandem
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4:12
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| 5. |
ist or an ism
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4:58
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| 6. |
morning person
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2:54
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| 7. |
new world chaos
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5:40
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| 8. |
screed
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4:40
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| 9. |
never home
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4:50
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| 10. |
from these small seeds
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5:20
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| 11. |
friction
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3:08
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| Gesamtlaufzeit | 47:00 |
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Rezensionen

Unverhofft kommt oft: Da reiste ein Ex-Kollege dieser Seiten in die USA um die letzten Konzerte von Sleepytime Gorilla Museum zu zelebrieren und kam mit MoeTar zurück. Diese spielten nämlich als Opener für eines der SGM-Konzerte und ließen mit ihren frischen Retro-Prog-Rock wohl so einige Münder offen stehen. Die frohe Kunde verbreitete der Kollege denn sogleich in [progrock-dt]-Land und so kam diese eben auch zu mir ? gottseidank!
Moetar ist eine Band der Bands, zumindest sind die Musiker alle noch eifrig in diversen anderen Combos aktiv und von daher wohl in der Bay-Area-Szene nicht unbekannt. Mir sagt nur der Keyboarder Matt Lebofsky vage etwas, weil er beim zweiten Album von miRthkon als Gast dabei war. Bandcheffe scheint der Bassist Tarik Ragab zu sein, er hat zumindest die Musik komponiert und die meisten Texte geschrieben. Außerdem stammt das Album-Artwork von ihm.
?From These Small Seeds? bietet all das im Überfluss, was man vielleicht manchmal bei typischen Retroprog-Werken vermisst: Es wird locker-flockig abgerockt ohne Ende, die Gitarre darf schon mal aggressiv riffen und natürlich Helden-Soli spielen, der Bass grummelt und bollert melodisch-druckvoll im Untergrund, das Schlagzeug treibt dynamisch die Songs an, die Keyboards flirren und sirren ohne zu quietschen und über allem schwebt die fantastische Stimme von Sängerin Dickason. MoeTar spielen ungeheuer kompakt, dicht und dynamisch auf. Das klingt hochmodern, von Altbackenheit keine Spur und trotzdem ist die Inspiration aus der Hochzeit des Prog noch spürbar, aber eben nicht als hohler Bombast oder unverhohlenem Abkupfern.
MoeTar präsentieren Komplexes mit Charme und Understatement. Da laufen Melodiebögen schon mal gegeneinander, da gibt es rhythmische Überlagerungen, Gegenläufigkeiten und überhaupt unschuldig verpackte Krumm-Metriken, elegante Pianoläufe mit angejazzten Harmonien und krachige Gitarrenriffs. Musik, die sich fast unbemerkt zu einem komplexen Gewebe entwickelt und doch immer auf den Punkt kommt. Selten waren kurze Songs derart spannend. Überhaupt wirkt die Musik wie ein Echo von Gentle Giant und Yes gepaart mit der Modernität von IZZ.
Das Sahnehäubchen ist allerdings der Gesangsvortag von Moorea Dickason, die mit ihrem kraftvollen Organ charmant-locker zwischen Rock-Shouting, Chanson, Operette, Musical und Soul hin und her wechselt und damit die Songs und deren Stimmungen nachhaltig prägt. Sensationell! Die Texte sind offensichtlich auch abseits der Prog-Klischee-Schiene, wie man schon an den Songtiteln erahnen kann.
MoeTar legen ein grandioses Debüt mit locker-flockigem Mittwipp- und Abrock-Retroprog, aber mit Kern, vor. Zusammen mit den geistesverwandten District 97 sicherlich die Entdeckung im Retroprog 2010.
| Anspieltipp(s): |
infinitesimal sky, butchers of baghdad |
| Vergleichbar mit: |
Gentle Giant, Yes, IZZ, District 97 |
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| Veröffentlicht am: |
21.6.2011 |
| Letzte Änderung: |
21.6.2011 |
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Die Namen wie Led Zeppelin, The Beatles und Frank Zappa werden in Zusammenhang mit MoeTar bemüht. Die beiden erstgenannten werden öfters in Infozetteln genannt, wenn es darum geht zu verdeutlichen, dass die beworbenen Musiker die Melodiosität in ihren vorwärtstreibenden (möglicherweise auch rockenden) Liedern nicht vernachlässigen. Allerdings ist die Musik von Moetar nach meinem Eindruck weitgehend frei von donnerndem Schlagzeug und von aggressiven Gitarrenriffs. Die Freunde von Led Zeppelin können sich bestätigt fühlen, wenn auf vielen Infozetteln die Band genannt wird, aber im Falle der feingliedrigen, nicht allzu oft wirklich rockenden Klangkunst von Moetar halte ich diesen Vergleich für ziemlich unsinnig. Gleichzeitig werden Formationen Modest Mouse und Minus the Bear als Wegbereiter für MoeTar genannt. Da bin ich mal gespannt, was hinter diesen Namen steckt.
Moetar machen eine ungeheuer komplexe, bravourös und mitreissend gespielte, ebenso auf Fusion wie auf Rock basierende progressive Musik, die durch die unglaublichen Gesangskünste von Moorea Dickason gekrönt wird. Die halsbrecherischen Gesangslinien der Dame, die öfters unisono mit Keyboards oder Gitarre erfolgen, erinnern mich wiederholt an Einfälle von Frank Zappa auf "Overnite Sensation", wo der Meister versucht hatte sich dem Pop-Rock-Mainstream anzunähern, ohne seine Schrulligkeit aufzugeben. Würde Zappa noch leben und touren, hätte er nach diesem Album die Dame am Gesangsmikro möglicherweise in seiner Live-Band haben wollen. Von der Wendigkeit der Stimme her könnte man Fr. Dickason auch mit der Fusion-Sängerin Urszula Dudziak vergleichen. (Dazu s. auch die auf diesen Seiten besprochene Scheibe von Michal Urbaniak).
Eindeutige Rückwärtsgewandheit bzw. in irgendeiner Hinsicht eine Retro-Band zu sein möchte ich MoeTar nicht unbedingt unterstellen. Viele Kompostionen zeichnet auch eine starke Jazz-Rock-, bzw. Fusion-Schlagseite aus. MoeTar scheinen überwiegend aus der Tradition des Jazz zu schöpfen, statt sich etwa an klassischer Musik zu orientieren, die den meisten Progrock-Bands als die wichtigste Inspiration diente.
Auf jeden Fall ist es schon sehr schade, dass diese ausgezeichnete Band auf unseren Seiten erst mit einer gewissen Verspätung vorgestellt werden kann. Aber nun ist es endlich soweit. "From these small seeds" sollte in keiner Progressive Rock-Sammlung fehlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.6.2011 |
| Letzte Änderung: |
21.12.2011 |
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Seit Anfang 2012 sind MoeTar beim Magna Carta Label unter Vertrag, und dort wird From These Small Seeds am 28. Februar in einer Neuausgabe erscheinen. Somit gibt es in Zukunft keine Ausrede mehr, dieses wunderbare Album nicht zu kennen!
MoeTar bieten das, was viele heutige Retroprogger vermissen lassen (wobei MoeTar keine reine Retroprog-Band sind). Oder besser formuliert, sie lassen all das weg, was mich bei vielen heutigen Retroproggern stört: verkrampftes Proggig-sein-wollen, aufgeblasene, aber letzten Endes hohle Longtracks, allzu offensichtliches Klontum. Statt dessen wird locker-flockig drauflos gespielt, Vertracktheit und Komplexität werden frech hinter geradezu poppiger Eingängigkeit versteckt. Die oft angejazzten Melodielinien klingen meist irgendwie verquer, sind dazu gerne noch von krummen Rhythmen unterlegt, und trotzdem möchte man beständig mitwippen. Erstaunlich auch, wie viel Abwechslung die Band in ihren doch recht kurzen Songs unterbringt, mehr als andere Bands in aufgeblasenen Zwanzigminütern. Das Ganze kommt mit einer ordentlichen Dynamik, gelegentlich wird auch mal kräftiger gerockt.
Eine echte Entdeckung ist auch der Gesang von Moorea Dickason, die sich hiermit auf Anhieb in die oberste Liga der Prog-Chanteusen katapultiert hat. Von Engelsgesang bis zur dreckigen Rockröhre hat die Dame alles im Programm, und auch in verqueren Gesangsmelodien klingt sie kraftvoll und stimmsicher. Chapeau!
Die Aufnahmen für das Folgealbum sollen im Frühjahr 2012 beginnen, ein Erscheinungstermin noch im Jahre 2012 ist geplant. Man darf gespannt sein! Bis dahin sei From These Small Seeds allen Liebhabern jazzigen Retroprogs empfohlen. Oder eigentlich jedem!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
17.2.2012 |
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