Pre Viam
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Antonio Bartocetti |
Guitars, Voice, Bass, Sounds |
| Rexanthony |
Synthesizer, Keyboards, Sounds |
| Florian Gormann |
Drums |
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| Black Lady |
Voice |
| Katia Stazio |
Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Jacula is back
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7:08
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| 2. |
Pre Viam
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9:25
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| 3. |
Blacklady kiss
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6:15
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| 4. |
Deviens folle
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5:58
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| 5. |
In rain
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5:53
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| 6. |
Godwitch
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6:37
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| 7. |
Possaction
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5:38
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| 8. |
18 Veritates
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4:41
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| Gesamtlaufzeit | 51:35 |
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Rezensionen

Fast 40 Jahre nach dem Erscheinen von "Tardo Pede in Magiam Versus" legt Antonio Bartoccetti nun im Herbst 2011 ein drittes Jacula-Album vor. Nicht dass er in all den Jahren untätig gewesen ist. Seit Mitte der 70er Jahre veröffentlicht er nämlich seine Tonträger als Antonius Rex. Nach drei Alben unter diesem Namen im neuen Jahrtausend (siehe auch "Switched On Dark") kehrt er nun zu seiner ersten Band zurück. Zumindest namenstechnisch. In stilistischer Hinsicht unterscheidet sich das auf "Pre Viam" Gebotene nicht sonderlich von der Musik von Antonius Rex (dessen letztes Album übrigens verwirrenderweise "Per Viam" hieß - erschienen 2009).
Mächtige und düstere Tastensounds (erzeugt von Rexanthony - dem direkten Nachfahren des Antonius Rex), (retro)symphonische Keyboardteppiche in Moll und getragen dahin kriechende Klangschwaden vom Synthesizer bestimmen das Klanggeschehen auf "Pre Viam". Dazu kommen gelegentlich metallisches Gitarrengeriffe, sonore Basslinien, akustisches Geklampfe, pointierte Pianoklänge, etwas Perkussion, ab und an ein monotones Schlagwerk und diverse menschliche Lautäußerungen, unheilschwangere Textrezitationen meist, aber auch hallende Mönchsgesänge. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben sind sakrale Kirchenorgelklänge nicht mehr klangbestimmend, obwohl sie - als Midiimitat - ab und zu eingesetzt werden. Nichts Neues also aus dem Hause Bartoccetti.
Sehr voluminös und klangvoll quillt die Musik allerdings aus den Boxen und schaffte es durchaus bisweilen eine gruselige, bedrohlich-düstere Atmosphäre zu erzeugen. Bis auf einige etwas stumpfsinnig-metallisch dahinrockende Stellen bzw. etwas arg ausgelutschte Enigma-Mönchschoreinlagen (in "In Rain" z.B., oder "Blacklady Kiss") ist das Ganze auch leidlich komplex, bietet bisweilen aufwändige, düster-komplexe Klänge, die nicht selten in schräge elektroakustische Dark-Ambient-Gefilde vorstoßen oder als recht verstörende Geräuschkollagen in den Gehörgängen feilen. Das abschließende "Possaction" bietet z.B. ein ziemlich beeindruckendes Gemenge an Stimmen, Schreien, Deklamationen, Kirchenorgel, stoisch voranschreitendem Schlagwerk und Elektrokrach, welches gegen Ende, wenn eine gequälte Damenstimme schreit und stöhnt, reichlich gruseln kann.
Im Datenteil der CD ist noch eine Art Video namens "18 Veritates" zu finden, welches, bei ähnlichem musikalischem Material als Hintegrundbeschallung, hauptsächlich dazu dient allerlei tiefsinnige Aphorismen auf Italienisch (à la "Ama solo te stesso e chi ti adora" - "Liebe nur dich selbst oder die, die dich anbeten") aneinander zu reihen, die über diversen unheilsschwanger-düsteren, meist animierten Szenarien eingeblendet werden. Man kann auch den Meister selbst mit Gitarre in der Hand durch eine schwarzweiße Waldlandschaft wandeln sehen.
"Pre Viam" ist - wie auch die beiden anderen Jacula-Scheiben - ein durchaus unterhaltsames Album mit einem stimmungsvoll-morbiden Gothic-Metal-(Retro)Tastenprog, welches bisweilen erstaunlich kantig und klangvoll aus den Boxen gleitet. Allzu Ernst nehmen sollte (kann) man das Konzept des Album natürlich nicht (die Musik als solche schon eher). Wer aber ganz gerne einen gut gemachten, klassischen Horror-B-Film sieht, der sollte wohl auch mit diesem Album seinen Spaß haben!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.11.2011 |
| Letzte Änderung: |
19.11.2011 |
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