Egor
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Charlotte Cegarra |
Vocals |
| Eelco Bosman |
Guitar |
| Ron Goris |
Drums |
| Sarah Anderson |
Violin |
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| Hillary Jeffery |
Trombone |
| Jason Kohnen |
Bass |
| Gideon Kiers |
Electronics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Elevator of the Machine
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16.36
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| 2. |
Knock By the Stairs
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13.05
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| 3. |
Cosmonaut (Rasputina)
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22.19
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| 4. |
Glass Is Destroyed
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16.51
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| Gesamtlaufzeit | 68:51 |
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Rezensionen

"Egor" von The Mount Fuji Doomjazz Corporation beinhaltet Konzertaufnahmen, die 2011 bei einem kurzen Russland-Besuch im Moskauer DOM-Theater entstanden. (Die letzten Minuten von "Glass Is Destroyed" mit dem präparierten Klavier werden wahrscheinlich doch im Studio hinzugekommen sein).
Das Album bietet 4 lange Stücke, die eines gemeinsam haben: die aus ausgedehnten (aber keineswegs zu Längen neigenden) Improvisationen bestehenden, auf eine Zuspitzung zusteuernden Longtracks integrieren Elemente von Ambient, Postrock und Jazz. Ich glaube zwar immer wieder eine Trompete zu hören, diese steht aber nicht auf der Besetzungsliste. Wie auch immer, die langsam ansteigenden Kollektivimprovisationen von Trompete, Posaune, Geige, Gitarre und einer wortlos singenden Dame haben etwas von der ekstatischen Atmosphäre von Godspeed You! Black Emperor, wobei die Sängerin möglicherweise viel von japanischer Avantgarde gehört hatte. Durch den Hang zum Bombast und zu avantgardischen Klängen erschafft "Egor" ein eigenes Klanguniversum, in dem Zeuhl, Ambient, Postrock, Psychedelisch-Spaciges, Jazziges und Avantgarde ihre Spuren hinterlassen haben. Durch die fliessenden Übergange zwischen den Stücken findet sich der Hörer nach 16 Minuten unvermittelt in den Dark Ambient-Space Elektronik Jazz-Soundscapes von "Knock By the Stairs". Dort finden spacige, hängende Improvisationen der weiter oben genannten Solisten statt, die, von sparsam agierenden Bass und Schlagzeug begleitet, um elektronische Klänge unbestimten Ursprungs erweitert werden.
Was mir sehr an "Egor" gefällt ist die Tatsache, dass die Scheibe es geschickt vermeidet im Wohlkang, oder Melancholie zu schwelgen, indem man wohldosiert Dissonantes und Schräges mit einbaut. Bis auf einige Teile, in denen Avantgardistisches in vollen Zügen ausgelebt wird. Space-Avant-Jazz-Ambient oder Ähnliches geht wohl auf 1993 verstorbenen Herman Poole "Sun Ra" Blount zurück, dessen Spuren man auch bei TMFDC gelegentlich entdecken kann. Das vor allem im Mittelteil von "Cosmonaut (Rasputina)", der zu den abgefahrendsten Passagen von "Egor" gehört. Für mich sind die wildesten Momente von TMFDC aber immer noch weit von der scheinbaren Beliebigkeit mancher Free-Jazz-Produktion entfernt, weil die niederländische Combo unterm Strich diszipliniert und teamorientiert agiert.
Wer also glaubt schon alles Schräge gehört zu haben, der sollte "Egor" von The Mount Fuji Doomjazz Corporation antesten. Den Jazz-Anteil würde ich höchstens auf 10-20% schätzen (Stilanteile können bei der monolitischen Musik wohl nur auf subjektiven Eindrücken beruhen), wobei ein Berg im Bandnamen für mich für das Maßlose, das Bombastische in der Musik des Ensembles steht. The Mount Fuji Doomjazz Corporation zu begleiten, fühlt sich wirklich manchmal so an, wie sich die Bergsteiger fühlen müssen. Im ersten Teil von "Cosmonaut (Rasputina)" ereignet sich eine ganz besonders beeindruckende, apokalyptisch anmutende "Bergbesteigung", die für Gänsehaut sorgen kann.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
10.3.2012 |
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