Road Less Traveled
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Magna Carta |
| Durchschnittswertung: |
6/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Eric Barnett |
Gitarre |
| Uriah Duffy |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Vast Horizons
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3:38
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| 2. |
High Wire
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4:27
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| 3. |
The Phoenix
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4:50
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| 4. |
Grace Under Pressure
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6:14
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| 5. |
Barney
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4:31
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| 6. |
Jubilee
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3:47
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| 7. |
Steve's Morsels
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4:11
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| 8. |
The Source
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4:43
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| 9. |
Delay Song
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3:43
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| 10. |
Maiden Voyage
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6:04
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| 11. |
Sweet Solitude
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6:07
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| Gesamtlaufzeit | 52:15 |
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Rezensionen

What fresh prog/fusionoid hell could have been unleashed had Rush focused on nothing but "YYZ"-like instrumental anthems?, fragt der Promozettel zum Debütalbum "Road Less Traveled" von Point North. Ein wenig schade, dass die Mechanismen des Business den Kaliforniern hier gleich einen derartigen Vergleich auflegt. Denn eigentlich ist das Trio eher im Grenzbereich zur Fusion anzusiedlen als im Prog/Hardrock-Schnitt der illustren Kanadier, und ich werde also auch gar nicht versuchen, "Road Less Traveled" hier an "YYZ", "The Camera Eye" oder "La Villa Strangiato" zu messen.
Bleibt also objektiv erst einmal festzustellen, dass auf diesem Album natürlich alles instrumental ist und sich die Instrumentierung auf Bass, Schlagzeug und mehrere Gitarrenspuren beschränkt. Von hier aus ist natürlich der Schritt nicht weit zur Tatsache, dass die 11 Kompositionen überwiegend von der Gitarre gelenkt und bestimmt werden. Eine Nummer wie "High Wire" besteht förmlich nur aus Eric Barnetts Crossover-Gitarrenakrobatik in der Art von Steve Vai oder Vinnie Moore. Allerdings macht sich auch Uriah Duffy am Viersaiter oft genug bemerkbar, und auch Kevin Aiello fügt sich am Schlagzeug gut ins Bild ein. Insgesamt, um nochmals und trotzdem auf den zitierten und für nichtig erklärten Rush-Vergleich zurückzukommen, ist der Gesamtsound hier etwas voller und weniger trocken, aber auch weniger brillant als beim Lifeson, Lee und Peart, wobei letzteres leider die unschöne Folge hat, dass einige Soloparts in den Kompositionen irgendwie "verwischen".
Ein Instrumentalalbum steht und fällt natürlich immer mit der Frage, ob das pausenlose Gegniedel der Musiker den Hörer so richtig fesseln kann. Hierbei bewegt sich eine Band immer im Zwiespalt: Die Musik darf nicht zu aggressiv und frickelig sein, sonst verliert der Hörer den Faden, aber sie darf auch nicht zu fade erscheinen. Es müssen immer wiedererkennbare Parts oder Themen vorliegen, damit der Hörer sich nicht in einem Endlossolo verläuft, andererseits darf sich nicht zu viel wiederholen, sonst kommen schnell Vorwürfe belanglosen Dahinplätscherns und der Vergleichbarkeit mit Keyboard-Rhythmuspresets auf. Zuletzt muss die Musik noch hinreichend für sich erklären, warum sie denn keinen Gesang benötigt, da sich bekanntlich über Strophen, Refrains und verschiedene Parts recht leicht Strukturen und Entwicklungen erzeugen lassen.
Wie schlagen sich Points North nun in diesen Punkten? Die Antwort meinerseits ist: Eher zwiespältig. Das Problem liegt hierbei vor allem bei den ersten beiden der genannten Kriterien. Zum ersten Punkt lässt sich sagen, dass Points North in den meisten Stücken auf ein eher simples Rhythmusfundament aus dem Mainstream-Rock setzen ("Grace Under Pressure", "The Phoenix", "Sweet Solitude") und vor diesem Hintergrund die Instrumentalarbeit eher belanglos und dudelig wirkt. Lediglich einige Nummern können in dieser Hinsicht Ausrufezeichen setzen und sich von ihren Nachbarn emanzipieren. Dies sind beispielsweise die mit (jetzt also doch) formidablen Rush-Hauptriffs ausgestatteten "Barney" und "Maiden Voyage", das durchaus virtuos dargebotene "High Wire" oder das Country-mäßige "Steve's Morsels". Auf der anderen Seite kann eine relaxte Herangehensweise wiederum dann zu einem ganz passablen Ergebnis führen, wenn der Gitarrist nicht gerade um sein Leben zu solieren scheint. Das geeigneteste Gegenbeispiel hierfür wäre der durchaus interessante "Delay Song", das mich entfernt an ruhigere Nummern von Focus ("Focus", "Tommy") erinnert.
Im zweiten Punkt bekleckern sich Points North sogar noch weniger mit Ruhm, denn eine wirkliche programmatische Entwicklung macht keines der Lieder durch. Nur am Ende eines Stückes mal etwas dichter gestaffeltes Gefrickel zu bringen, wie dies beispielsweise in "Grace Under Pressure" passiert, reicht da nicht aus. Insbesondere täten auf "Road Less Traveled" mal ein paar Ruhepausen gut, stattdessen gibt's hier eigentlich einen Dauerjam, der im Nichts beginnt und meist auch dort endet. Somit bleibt für den Hörer eigentlich nicht viel zu tun, denn so richtig nimmt einen sowas dann auch nicht mit.
Unterm Strich ist damit also "Road Less Traveled" gar nicht so mein Ding. Zuviel der Musik dudelt dafür am Hörer vorbei, was die eigentlich interessante Ausrichtung des Trios relativiert. Points North können spielen, aber so richtig packende Instrumentals kommen dabei nicht heraus. Vor meinem Auge entsteht angesichts des Großteils der Kompositionen der Eindruck einer Band, die irgendeinen öffentlichen Ort beschallen soll, beispielsweise ein Luxusrestaurant, eine Einkaufspassage oder eine Hotellobby. Das ist doch beileibe kein Job für einen Alex Lifeson.
| Anspieltipp(s): |
High Wire, Barney, Delay Song |
| Vergleichbar mit: |
Focus, wenn sie statt Jan Akkerman einen einfallslosen Gitarristen gehabt hätten, oder Steve Vai an einem schlechten Tag |
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| Veröffentlicht am: |
12.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
12.3.2012 |
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