Steel on Stone
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Geometry |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Roman Suslov |
Gitarre, Gesang |
| Michail Mitin |
Schlagzeug |
| Dmitry Shumilov |
Bass, Kontrabass |
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| Maxim Trefan |
Klavier |
| Andrej Solovyov |
Trompete |
| Pavel Tonkonvid |
Saxophon |
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Gastmusiker
| Arkadij Shilkloper |
Flügelhorn (1,7) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Native Tongue
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2:28
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| 2. |
Rolling and Tossing (Finnish Fishermen's Song)
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3:19
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| 3. |
Coleman's Bird
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4:50
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| 4. |
Bolshevik
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3:46
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| 5. |
City
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3:17
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| 6. |
Rockenroll
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2:31
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| 7. |
Shame!
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4:26
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| 8. |
Song of Happiness
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3:37
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| 9. |
Song of Despair
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3:29
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| 10. |
Paroxism
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3:00
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| 11. |
Patch of Bad Luck
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2:56
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| Gesamtlaufzeit | 37:39 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Anthropology TV Show, 19. März 1998
1. Portrait 2. Secretely carrying... 3. Shame! 4. Rockenroll 5. City 6. Bolshevik
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45:21
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| 2. |
Tabula Rasa Club (Moskau), 17. September 1996
1. Height of Winter 2. Icarus 3. Rolling and Tossing 4. Coleman's Bird 5. Rockenroll 6. Chastooshki (Bolshevik) 7. Fint 8. Fish 9. Bossa Nova 10. Paroxism 11. City 12. Portrait 13. Helper-Man 14. Secretely carrying 15. Down in Lethargy 16. Weightsmith's cantata
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68:44
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| 3. |
Concert on Vasilyevsky descent (Moskau), 28. September 1996
1. Bolshevik
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4:00
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| 4. |
Recording at the GITIS studio and soundcheck in Kiev, Feb. - März 1997
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4:44
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| Gesamtlaufzeit | 122:49 |
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Rezensionen

Als ich im Zuge der Recherchen zum Album Gusi-Lebedi der Moskauer Formation Vezhlivy Otkaz feststellte, dass die Band bereits über ein Dutzend Alben veröffentlicht hat, war ich ein wenig frustriert ob der Tatsache, dass kein anderes davon außerhalb Russlands zu bekommen war. Das hat sich jetzt aber zumindest ein bisschen geändert, denn das 1997 erschienene Steel on Stone wurde zum fünfzehnjährigen Jubiläum 2012 in einer luxuriösen Neuausgabe mit Bonus-DVD wiederveröffentlicht, und diese Neuausgabe ist über das Mailänder AltrOck-Label auch außerhalb Russlands erhältlich.
Die CD ist mit unter 40 Minuten zwar recht kurz, bietet dafür aber konzentrierte Qualität. Die Instrumentierung unterscheidet sich etwas vom späteren Gusi-Lebedi, es fehlt die Violine, dafür ist die Bläserfraktion zusätzlich zur Trompete noch um Saxophon erweitert. Auch stilistisch ist Steel on Stone etwas anders, es fehlt der Einfluss moderner Klassik, hier steht klar der Jazzrock im Vordergrund. Der wird vor allem von den beiden Bläsern dominiert, die mit wunderbar schrillen Ausbrüchen eine deutlich avantgardistische Komponente in die Musik bringen. Die Gitarre (oft akustisch) spielt auch hier keine große Rolle, beschränkt sich meist auf eine rhythmische Komponente. Die Songs selbst sind gar nicht so unnahbar, wie es das Attribut "avantgardistisch" nahelegen könnte, eigentlich sind sie sogar sehr melodisch. Die Melodien sind aber reichlich verquer, von seltsamen Widerhaken und kleinen Schrulligkeiten durchzogen. Gelegentlich sind auch Einflüsse von Varieté-Musik zu hören, die dem Ganzen eine unterschwellig humoristische Komponente verleihen.
Dazu kommt der ziemlich expressive, aber angenehme Gesang von Roman Suslov (auch Komponist aller und Texter fast aller Stücke), der häufig einen leicht sarkastischen Unterton hat. Manchmal ist es auch eher schon Sprechgesang. Die Texte sind wieder durchweg in Russisch, erfreulicherweise liegen englische Übersetzungen bei. Diese scheinen mir allerdings, soweit meine ziemlich eingerosteten Russisch-Kenntnisse dies zu beurteilen erlauben, teilweise ziemlich frei übersetzt.
Wie eingangs erwähnt, kommt die Neuausgabe des Albums mit einer Bonus-DVD, die es auf eine Laufzeit von satten zwei Stunden bringt. Im Zentrum stehen zwei längere Livemitschnitte. Am interessantesten ist gleich der erste, ein etwa 45-minütiger Auftritt in einer TV-Sendung mit dem Titel "Antropologija", entstanden im März 1998. Bild und Ton sind sehr gut (das Bild allerdings nur in Schwarzweiß). Die Band spielt im Studio zwar ohne Publikum, was das richtige Konzertfeeling vermissen lässt, dafür gibt es zwischen den Songs längere Gespräche mit dem Moderator. Auch rufen gelegentlich Zuschauer an und teilen ihre Meinung über die Musik mit. Zumindest vermute ich das, da ich kaum etwas verstehe, aber an mindestens zwei Stellen fällt der Name King Crimson.
Es folgt ein knapp 70-minütiges Konzert in einem Moskauer Club vom September 1996. Bild (wieder schwarzweiß) und Ton sind hier deutlich schlechter. Während der Ton noch halbwegs in Ordnung geht, ist die Bildqualität ziemlich miserabel. Nicht nur, dass die Schärfe zu wünschen übrig lässt, die Kamera wackelt ständig hin und her, dass man schnell seekrank wird, und manchmal sieht man eine Zeit lang gar nichts, weil jemand direkt vor der Linse steht. Aber immerhin bekommt man mit, dass nach einiger Zeit allgemein das Tanzbein geschwungen wird, bei einem Prog-Konzert kein so häufiger Anblick! Danach kommen noch zwei kurze Clips, ein Ausschnitt von einem Open-Air-Konzert im September 1996 in Moskau, das, der riesigen Menschenmenge nach zu urteilen, vermutlich im Rahmen eines Festivals stattfand, sowie ein paar kurze Ausschnitte aus Studiosessions.
Ein umfangreiches Beiheft mit erläuterndem Text in Russisch und Englisch liegt auch noch bei, das Ganze kommt im Klappcover in einer formschönen Pappbox, so dass es auch optisch ein Genuss ist. Liebhaber avantgardistischen Jazzrocks sollten hier zugreifen! Und es wäre schön, wenn noch mehr Alben von Vezhlivy Otkaz erhältlich wären, ich will nämlich noch viel mehr von dieser großartigen Band hören!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
19.4.2013 |
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