Spiegelbild
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Amiga/ DSB + edel |
| Durchschnittswertung: |
1/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Werther Lohse |
voc |
| Wolfgang Scheffler |
keyb |
| Frank-Endrik Moll |
dr |
| Till Patzer |
fl, as, ss, voc |
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| Michael Ledig |
bg |
| Michael Schiemann |
bg |
| Ulrich Thiem |
vc |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Rückblick
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| 2. |
Sindbad
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| 3. |
Märchenland
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| 4. |
Alptraum
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| 5. |
Erinnerung
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| 6. |
Am Abend mancher Tage
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| 7. |
Zwischenzeit
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| 8. |
Liebeslied
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| 9. |
Vincent van Gogh
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| 10. |
Einsamkeit
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Rezensionen

LIFT waren wieder auferstanden. Ein Verkehrsunfall in Polen hatte 2 Tote (Pacholski und Zachar) und ein schwerverletztes Bandmitglied (Heubach ) gekostet. Eine Weile hing in der Schwebe, ob die Band weitermacht. Groß war die Freude über ihr erstes Lebenszeichen im Rundfunk 1980: „Am Abend mancher Tage/ da stimmt die Welt nicht mehr/ irgendetwas schien vergessen, wiegt so schwer:/ und dann maaaacht.... man... ein-n-nfachwei-ter ....." Lohses Wasser-und-Wein-Stimme! Der war also zurück von seinem Stern Combo Intermezzo und nun Leadvocalist für LP Nr.3. Groß war auch die Enttäuschung über diese Platte.
Die eigentliche Tragik des Unfalls aus der Perspektive des Fans betrachtet war, dass das Tastenduo Scheffler/Heubach nicht erhalten blieb. Letzterer wurde zwar wieder gesund, ging aber zu ELEFANT. Da er als der andere kompositorische Pol der Band nun fehlte, Zachar als bisheriger Chef auch nicht mehr vorhanden war, wurde LIFT vorübergehend praktisch zu einer Scheffler-Band. Moll kam vom Jazz, Patzer war nun das einzige Überbleibsel aus der Bläser-Urbesetzung und somit Chicago und Blood, Sweat & Tears nicht abgeneigt, die anderen Neuzugänge kamen entweder auch vom Jazz oder waren no-names, die eh kein Stimmrecht in der etablierten Band hatten. Es sah also schlecht aus für die Artrockfraktion, deren einziger Vertreter Lohse nun war.
So begann das, was ich als das Verhängnis dieser Platte bezeichnen möchte. Scheffler bevorzugte schwarze Musik und wenn man sich in sowas hineinsteigert, endet das zwangsläufig bei irgendeiner Art von Jazz. Wäre es Fusionjazz, ginge ja noch alles in Ordnung. War es aber nicht. Scheffler wollte sowas wie ein Chick Corea von Dresden werden (nach Return to forever, so etwa die my spanish heart Phase). Furchtbar!
Texte? Mit Ausnahme von „Abend mancher Tage" und ein bißchen noch „Märchenland" ohne message.
Rhythmus? Ab 3,0 promille und bei reichlich gutem Willen rudimentär erkennbar.
Melodien? Kaum.
Was bleibt da noch? Viel Hektik wechselnd mit Langerweile.
Die LP „Spiegelbild" verstehst du nur nach einem einstündigen Einführungsvortrag durch einen Musiktheoretiker, der dir an Tonbeispielen einiger Vertreter aus Jazz und Neuer Musik auseinandersetzt, welche kompositorischen Kunstkniffe da miteinander verwoben wurden. Zusammengeklügelte Tonfolgen, die keinerlei Gefühl ansprechen. „music ohne Eier!" (Georg Danzer; in anderem Zusammenhang). Das war es, was die Funktionäre sich immer gewünscht haben: Rockmusik - die sich selber abschafft! Prompt gab es den FDJ-Kunstpreis '81. Nachdem der für „Weißes Gold" an SCM - und für „Die sixtinische Madonna" an electra gegangen war, ereilte er nun LIFT für ihr Kunstwerk „Vincent van Gogh". In allen 3 Fällen traf es also ambitionierte - aber verunglückte Werke von Bands, die an anderer Stelle Hervorragendes geleistet haben. (siehe „Meeresfahrt"/LIFT ; „Live 1976" und „Weiter Weg"/Sterncombo ; „Adaptionen"/electra)
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.4.2013 |
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