Cymbalennium
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
|
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Kubrick's Tube
|
3:51
|
| 2. |
Tip of the Icebird
|
3:34
|
| 3. |
Stringfed Stream
|
8:07
|
| 4. |
Hubble Kaleidoscope
|
8:32
|
| 5. |
Longshot Zoom
|
9:09
|
| 6. |
Jig in the Parlor
|
2:28
|
| 7. |
Burying the Dread
|
3:32
|
| 8. |
Humanly Possible
|
6:49
|
| 9. |
Meltwater Falls
|
2:59
|
| 10. |
Either Oar
|
0:31
|
| 11. |
Eyes Wide BUT
|
0:44
|
| 12. |
Nearer to Chi
|
5:15
|
| 13. |
Heard Instinct
|
3:37
|
| 14. |
Table of the Sun
|
5:57
|
| 15. |
Certain Birds
|
2:25
|
| 16. |
Hal in a Handbasket
|
3:46
|
| 17. |
Blue Flamingo
|
6:11
|
| Gesamtlaufzeit | 77:27 |
|
|
Rezensionen

Michael Masley ist ein ganz besonderer Musiker. Er spielt ein normales, reguläres Hackbrett (engl. Cymbalom), wie es viele andere Musiker spielen, jedoch ist seine Technik dieses Cybalom zu spielen einzigartig. Er verwendet sog. Bowhammers (das sind an die Finger befestigte Hämmer an denen kleine Bögen sind) und macht somit aus einem gewöhnlichem Hackbrett ein "Bowhammer- Cymbalom" (also ein "Fingerspitzenhammerbogenhackbrett " - Wow! 31 Buchstaben in einem Wort).
Die komplizierte Schlag-, Zupf- und Streichtechnik erzeugt ein Sound, der fast wie ein komplettes Streichorchester auf einem Trip klingt, sehr plastisch und sehr variantenreich. Doch was hört man denn da nun - New Age? World Music? Oder doch Prog? Masley selbst meinte in einem Interview mit der taz, Hamburg (vom 25. Juli 1996) dazu "Meine Musik ist am ehesten Earth Folk - eine zeitgenössische afro- keltische Variante von Free World- und Country- Eastern- Music." Ah ja - nun dürfte ja alles klar sein.
In Wirklichkeit lässt sich seine Musik tatsächlich nicht kategorisieren, weil sie eben im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig ist. Das die Musik sehr wohl auch progressive Elemente in sich birgt, ist freilich nicht von der Hand zu weisen - die Improvisationen muten ebenso transzendent an, wie etwa der junge Mike Oldfield in seinen akustischen Momenten. Der meditative Charakter der Musiker lehnt sich aber mitnichten an New Age an - als "Cymbalennium" eingespielt wurde, hat Masley ganz bewusst auf Synthesizer verzichtet, mit dem Erfolg, dass das Album eben nicht steril, kalt und unzugänglich ist, wie viele zeitgenössischen New Age Produktionen, das Album klingt warm, interessant und man braucht einige Durchläufe, bis man alle Feinheiten, alle Schichten dieses transparenten Soundturms erhört hat. Überhaupt kommen, neben dem Bowhammer- Cymbalom auch weitere höchst ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz: Kalimba, Nyckelharpa (einem schwedischem Instrument, dass mit der französischen Vielle verwandt ist), Chakrahatchi, Lakota Slide (zwei modulare Flöten) und weitere Skurrilitäten, die ich hier zwar von den Liner Notes abschreiben könnte, deren Klang aber weitgehend rätselhaft bleibt und nur im Klangfeuerwerk auf "Cymbalennium" zu erraten sind.
Masleys musikalischer Beitrag auf Lou Maxwell Taylors Debüt Cheshire Tree Suite war nicht unerheblich. Sein zweites Solo- Album "Cymbalennium" ist für Freunde des Taylor'schen Debüts hochinteressant, aber auch für die Liebhaber außergewöhnlicher akustischer Musik.
Michael Masley ist ein wirklich heisser Tipp und eine der interessantesten Neuentdeckungen des Jahres. Unter http://www.artistgeneral.com kann man mehr über diese faszinierende Musik und über seine außergewöhnlichen Instrumente erfahren.
| Anspieltipp(s): |
Kubrick's Tube |
| Vergleichbar mit: |
Cloud Chamber, Lou Maxwell Taylor, früher Mike Oldfield |
|
| Veröffentlicht am: |
5.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
18.12.2003 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|