Emile Jacotey
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Philips |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Christian Decamps |
Vocals, Keyboards |
| Francis Decamps |
Keyboards, Vocals |
| Jean Michel Brezouvar |
Guitar |
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| Guenole Biger |
Guitar, Percussion, Drums, Marimba, Vibraphone |
| Daniel Haas |
Bass |
| Gerald Jelsch |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Bêle, Bêle Petite Chèvre
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3.50
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| 2. |
Sur la Trace des Fées
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4.48
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| 3. |
Le Nain de Stanislas
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5.45
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| 4. |
Jour Après Jour
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3.09
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| 5. |
Ode à Emile Ego et Deus
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3.03
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| 6. |
Ego et Deus
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4.07
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| 7. |
J'irai dormir plus loin que ton Sommeil
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4.11
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| 8. |
Aurealia
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2.54
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| 9. |
Les Noces
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6.28
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| 10. |
Le Marchand de Planètes
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4.17
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| Gesamtlaufzeit | 42:32 |
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Rezensionen

Leider verhindern bei mir begrenzte Französischkenntnisse das richtige Verstehen der sicherlich nicht unbedeutenden Texte dieses Albums. Ob Monsieur Jacotey jetzt wirklich ein Clochard war, wage ich eher zu bezweifeln. Auf jeden Fall hat ein Schweizer Progfan und wohl Ange-Kenner mal verlauten lassen, dass die Person wirklich existiert hat. Muss wohl ein netter Kauz mit dem Herzen auf dem rechten Fleck gewesen sein, ein etwas schrulliger aber im Grunde doch herzlicher Zeitgenosse. Sagt mir jedenfalls meine Phantasie. Genauso verschroben wie dieses französische "Urgestein" präsentieren sich auch einmal mehr Ange auf ihrem vierten Studioalbum "Emile Jacotey". Vor allem wegen des gewohnt expressiven Gesangsstils von Christian Decamps wirken Ange als Urgestein in Sachen des gallischen Progrocks von der musikalischen Seite her recht kauzig und in ihrer auftretenden Theatralik urfranzösisch und mitunter schon pathetisch-schrullig.
Sicherlich kann man auch als nicht frankophiler Musikfan beim Hören von "Emile Jacotey" seiner Phantasie freien Lauf lassen und angesichts des Konzeptcharakters im Zusammenhang mit dem musikalischen Inhalt weitere Spekulationen zur Hauptfigur vom Stapel lassen. Die französische Version des Progressive Rocks spricht jedoch allein schon musikalisch für sich. Neben der allgegenwärtigen Dominanz des Gesanges wird dem britischen Grundmuster der progressiven Rockmusik einmal mehr eine chansonartige Leichtfüßgkeit eingeflößt. Der Opener "Bêle, bêle petite chèvre" offeriert zu Beginn eine rockige Wucht, die in einem treibenden Rhythmus fast schon in bester Rock´n´Roll-Manier fortschreitet. Ganz behutsam schleicht sich in diesen kraftvollen Sound eine verspielte Ornamentik ein, die einen folkloristischen Gegensatz bildet.
Zwischenzeitlich kommt auch mal Emile Jacotey zu Wort, woran sich in verklärter Eleganz mit dem pathetischen "Sur la traces des fées" eines der Highlights im umfangreichen Backkatalog von Ange anschließt. Zartgliedriges Spiel der akustischen Gitarre, atmosphärische Orgelklänge und schlicht perfekter Gesang von Christian Decamps krönen diesen Klassiker. "Le nain de Stanislas" setzt wieder mehr auf die rockige Komponente, entwickelt sich im zweiten Teil aber zum dynamisch-symphonischen Glanzlicht.
Auch wenn die Brillanz des Vorgängeralbums trotz abermaliger kompositorischer Finnesse nicht ganz erreicht wird, vereint "Emile Jacotey" alle Qualitäten der Band aus der ostfranzösischen Kleinstadt Belfort. Hierzu gehören im weiteren Verlauf balladesk-entspannte Einschübe wie das unverwüstliche "Jours après jour" oder die erhabene Anmut von "Ode à Émile".
Sicherlich wird mit dem hektisch-kraftvollen "Ego et deus" der bis dahin herrschende Spannungsbogen ein wenig auseinandergerissen, was sich mit "J´irai dormir plus loin que ton sommeil" fortsetzt und von beinahe schon bluesrockigem Gitarrenspiel in traditionellere Rockgefilde gelenkt wird. Nach einem gewissen Gewöhnungsfaktor erzielt auch dieser Abschnitt seine Wirkung und kann die verschiedenen Facetten der Band nur noch hervorheben. Somit leitet das kurze und ruhige "Aurelia" ganz vortrefflich zum krönenden Abschluss über.
"Les noces" setzt dann wieder in Form von fast schon erschlagender Gesangstheatralik und geheimnisvollen Orgeleinsätzen einen prockrockigen Gegensatz. Der Tastenklang versprüht hier einen klitzekleinen Funken von Psychedelic, während die Saitenbearbeitung einmal mehr in Richtung einer rockigen Bodenständigkeit tendiert. Insgesamt kann auch dieses Album der Franzosen dem Freund der klassischen Progrocktradition aus dem Land der Haute Couture und Haute Cuisine ans Herz gelegt werden.
| Anspieltipp(s): |
Sur la traces des fées |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
26.3.2013 |
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