Radiation
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Castle Records |
| Durchschnittswertung: |
2.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Hogarth |
Stimme |
| Steve Rothery |
Gitarre |
| Mark Kelly |
Keyboards |
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| Pete Trevawas |
Bass, akustische Gitarre |
| Ian Mosley |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Costa del Slough
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1:28
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| 2. |
Under the Sun
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4:10
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| 3. |
The Answering Machine
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3:48
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| 4. |
Three Minute Boy
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5:59
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| 5. |
Now She'll Never Know
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4:59
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| 6. |
These Chains
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4:49
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| 7. |
Born to Run
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5:12
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| 8. |
Cathedral Wall
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7:20
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| 9. |
A Few Words for the Dead
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10:32
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| Gesamtlaufzeit | 48:17 |
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Rezensionen

diese platte ist wurde unter fans äusserst kontrovers diskutiert, und schon das gibt zu erkennen, daß marillion hier zumindest etwas interessantes, für sie neues geschaffen haben. nun denn, vorneweg sei die feststellung erlaubt, daß hier nur der name die verbindung zum progrock bildet - radiation ist mehr in der nicht-mehr-so-alternativen poprock-landschaft anzusiedeln. am hervorstechendsten wirkt sich der soundwechsel von gitarrist steve rothery auf die platte aus. weg vom typischen singenden ton mit wenigen oberen mitten und dezentem, gesäubertem overdrive, hin zu kratzigem rock-fetz-sound und breiterem frequenzspektrum - rothery findet sich leider bei einem uralten klischee-ton wieder. so interessant der ansatz auch ist, einfach mal DAS marillion-markenzeichen überhaupt zu verändern, so nichtssagend kommt doch rüber, was er sich da zurechtgestöpselt hat. die daraus resultierenden soli haben zwar immer noch den rothery-wimmer-vibrato-sound, sind aber ansonsten gut eine nummer weniger emotional ausgefallen als er es an den guten stellen von This Strange Engine noch aufs band geladen hat. mark kelly reagiert trotzig mit halb-rockigen orgelsouds, die ein wenig nach zahnlosem jon lord klingen, und ein paar mittelmäßigen jp8000-leads, die man aber nun wirklich besser aus dieser wahnsinnskiste locken kann. und die soli stecken entweder an uninspirierter stelle ("answering machine" - zu lang und sinnlos am ende, "cathedral wall" - ist das überhaupt ein solo?)
das führt jetzt zur zweiten veränderung: die musik selbst ist einfach straighter geworden. hier experimentieren maillion anscheinend damit, nicht mehr in leicht eigenwilligeren, komplexeren songstrukturen zu experimentieren. selbst die längeren stücke wirken selten wirklich komponiert als vielmehr zusammengejammt. im blues von "born to run" zeigt sich, daß andere leute das einfach besser können. marillion klingen hier wie eine tanzmusikband nach 3 uhr. "under the sun" ist ein rocker, der vor allem durch die inkonsequenz in der soundgestaltung (mosley ist einfach kein rockschlagzeuger, die becken klingen viel zu schlank, die snare ist nicht dreckig genug, sein spiel zu umständlich an den einfachen stellen und umgekehrt) an authentizität verliert, auch wenn h sich alle mühe gibt, straight zu klingen und seine höhere gesangsschule zu gunsten eines rausgerotzten tons fast eine ganze platte lang ignoriert - mit faszinierend gutem erfolg zwar, aber trotzdem klingt es halt einfach nicht echt. wo wir schon bei der einzelkritik sind: pete trewavas fällt nicht weiter auf, vor allem, da die wirklich coolen baßriffs in "cathedral wall" von rothery eingespielt wurden...
was bleibt uns von dieser seltsamen platte, die wie ein übergang zu etwas klingt, was marillion für sich selbst anscheinend noch nicht definiert haben? eine wundervolle ballade (3 minute boy) mit wieder mal ziemlich plumpem text über den ruhm anundfürsich, aber wirklich schönen Beatles-esken melodien und klavierchords, ein spannendes "cathedral wall" mit hier und da ein paar schwächen in der konsistenz der komposition - weniger gefrickel ist mehr! -, eine gefühlvolle radiohead-ballade namens "now she ll never know", die sich nun wirklich ohne probleme auf "the bends" finden könnte und ansonsten eine menge leerlauf und durchschnittsrock.
für mich ist radiation eine der platten, die ich beim lesen auflege. unauffällig und durchschnittlich, wenn es nicht gerade marillion wären, die sich da von einem ihnen eigenen stil abwenden. ich mag experimente, und ich finde es gut, daß auch so "etablierte" wie marillion noch an sich selbst vorbehaltlos experimentieren.auch wenn das nicht immer gelingt.
| Anspieltipp(s): |
3 minute boy, cathedral wall |
| Vergleichbar mit: |
ganz schlechtem indie |
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| Veröffentlicht am: |
22.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
23.4.2002 |
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Jetzt wird es schwer. O ja, gefiel mir das vorhergehende Marillion-Werk noch ausgesprochen gut, so weiß ich trotz mehrmaligen Hörens immer noch nicht, was ich nun zu 'Radiation' sagen soll. Zwar werden einige Elemente verarbeitet die durchaus Klasse haben, aber der Großteil der Songs ist einfach nur schlecht für eine Band wie Marillion.
Das geht schon beim Intro 'Costa Del Slough' los. Irgendwie klingts komisch. Hm, und 'Under The Sun' kommt dann auch noch total heavy und modern daher (Klingt als würde man plötzlich Britpop oder Grunge machen wollen.). *Zweifel* Ich weiß nicht ob das den Marillion-Fan ansprechen soll. Auch bin ich mir einig, daß 'The Answering Machine' der schlechteste Song auf dem Album ist, da er irgendwie ungehobelt und aufgesetzt wirkt. Auch mit 'Three Minute Boy' kann ich mich noch nicht so anfreunden, obwohl es wohl eher der Song ist, der am nahesten den Marillion Sound reflektiert.
Die nächsten drei Stücke sind dann der Ruhepart des Albums. Ich habe selten so eine gefühlvolle Ballade gehört wie 'Now She'll Never Know' und 'These Chains' kann dem Album wenigstens ein paar Akzente geben. Mit 'Born To Run' weiß ich dann wieder nicht so recht wohin damit. Also zum nächsten. 'Cathedral Wall' baut auf einer tollen Gesangsmelodie auf, wirkt aber ebenso unstrukturiert und unüberlegt. Am besten kommt allerdings der letzte Track daher. Ruhig und getragen geht es auf eine sechsminütige Reise durch verschiedene musikalische Ebenen, bevor dann noch drei Minuten typischer Marillion-Song folgen. Das hat irgendwie was von dem "One World - One Voice" Projekt (falls das wer kennt) und gefällt mir ausgesprochen gut.
Insgesamt hinterläßt das Album bei mir irgendwie eine Leere in der sich Gut und Böse bekämpfen. Ich weiß echt nicht, was mit der Band los war, sowas als komplettes Album zu verkaufen.
Mangelhaft ist besonders die Tatsache, daß die Keyboards nur sehr selten richtig gut kommen (somit fehlt eines der wesentlichen Marillion-Elemente!!!)
Leider ist mir klar geworden, daß dieses Album den Tiefpunkt der Marillion-Karriere darstellt. Selbst nach mehrmaligem Hören bleibt immer noch nicht viel hängen. "These Chains" und "A Few Words For The Dead" können meine Erwartungen noch erfüllen. Der Rest bleibt auf der Strecke. Und was zum Teufel ist aus den Marillion Sounds geworden, jene markanten Eckpfeiler, die jeder Marillion-Fan liebt (zuletzt auf "This Strange Engine" im Titelsong fabulös umgesetzt)? Nix is. Und wenn ich den Hogarth dann noch in Interviews labern hör', daß man typische Marillion-Sounds nicht mehr benutzen will, dann frag ich mich, warum die Fans denn dann ein Marillion Album kaufen? Doch wohl, weil es nicht so klingt wie der Rest der Welt, nämlich nach Marillion und nicht nach irgendwelchen Grunge bzw. Brit-Poppern. Die können das nämlich besser als eine Prog-Band. Und wen ihr bitte was anderes machen wollt, dann bitte nicht unter dem Namen Marillion. Ich hoffe, die Band fällt mit diesem Album auf die Fresse, ähnlich wie Queensrÿche mit ihrem letzten Output, denn auch die scheinen gemerkt zu haben, was die Fans wollen - ein typisches Album eben.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
24.1.2004 |
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Dass Marillion keine guten Alben in Serie abliefern würden, war mir ja schon lange klar, und in diesem Zusammenhang muss ich als Fan zugeben, dass die Aufeinanderfolge von ?Brave?, ?Afraid? und ?Engine? ja schon so toll ausgefallen war, dass es Zeit wurde für einen echten Griff ins Klo. Den gab es dann in der Tat mit der ?Radiation?: Ich will die Vorrezensenten nicht wiederholen, möchte nur noch betonen, dass ich dieses Album wesentlich schlechter finde als ?Holidays?, denn darauf fanden sich immerhin noch etwa drei gute Songs, aber nunmehr muss ich selbst einen einzigen dieser Sorte mit dem Hörrohr suchen (und bei der blechernen Produktionsqualität des Ganzen ist das fast wörtlich zu verstehen).
Wenn Bombast kommt, dann ist er m.E. eher vorgetäuscht (denn wo ist letztlich der musikalische Gehalt von z.B. ?Cathedral walls??); die von Thorsten als gefühlvolle Ballade bezeichnete Heulboje ?Now she?ll never know? ist für mich die schlimmste Säusel-Katastrophe, die sich Hogarth je geleistet hat; ?These chains? wurde möglicherweise nur eingespielt, weil die Tonfolge in den Worten ?These? und ?chains? die Umkehrung eines typischen Schlagerrefrain-Anfangs darstellt (weshalb das dann kurz vor dem Schlusstrack auch noch mal als kurze Reprise aufgenommen werden musste); ?Born to run? ist ein langweiliger Blues, und das sagt mir schon fast alles (BLUES UND PROG VERTRAGEN SICH FAST NIEEEE!!!!), und die ersten etwas fetzigen Songs dienen m.E. nur dazu, die darauffolgende Leere vorab zu mildern ? und mehr als aneinandergeklatschte Rock-Versatzstücke enthalten diese Songs auch nicht. Lediglich das recht unauffällige ?3 Minute Boy? erweist sich auch bei mehrmaligem Hören als ein wenig gehaltvoller, kann sich aber auch nicht z.B. mit ?Estonia? vom Vorgängeralbum messen.
Tatsächlich halte ich nicht eine einzige Stelle dieses Albums einer besonders positiven Bewertung für würdig (genau gesagt: wenn mich jemand bäte, ihm doch mal das mieseste Album aufzulegen, das ich besitze, dann käme ?Radiation? in die engere Auswahl). Das einzige, was ich hier zur Ehrenrettung dieser Band anzuführen weiß, ist die unüberhörbare Tatsache, dass die Marillionäre hier auf der Suche nach einem neuen Abschnitt ihrer Historie waren: ich denke mal, etwas Neues sollte her, etwas, das einen direkteren, schnörkelloseren Weg in neue Prog-Gefilde ebnen sollte ? und in diesem Zusammenhang hat wohl sogar dieses Machwerk eine gewisse Existenzberechtigung...
| Anspieltipp(s): |
Nix |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2004 |
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