Il manuale dei piccoli discorsi
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Fabiano Cudazzo |
keyboards |
| Fabrizio Pelliciaro |
voice, guitars, recorder |
| Luca Lalini |
flute |
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| Marco Angelone |
electric and acoustic guitar |
| Maurizio Di Tollo |
drums and voice |
| Giuliano Torelli |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Allegro con brio
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5:56
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| 2. |
Phoebus
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9:24
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| 3. |
Melodia di fine autunno
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8:42
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| 4. |
Aria e vento
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13:24
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| 5. |
5/5/1555
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11:32
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| Gesamtlaufzeit | 48:58 |
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Rezensionen

Dieses selbstproduzierte erste Album der italienischen Band DISTILLERIE DI MALTO zeigt eine außergewöhnlich hohe Qualität. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Bandmitglieder bereits seit 1988 gemeinsam musizieren.
Das Album bietet insgesamt fünf, teils überlange Kompositionen und schafft es so auf knapp 50 Minuten Spielzeit. Die Italiener agieren auch in den längeren Nummern sehr hörerfreundlich, soll heißen, auch bei aller Komplexität ist ein roter Faden in den Stücken und genau das ist der große Pluspunkt dieses Albums, denn dadurch macht das Hören immer wieder Freude. Man hört einen unverwechselbar italienischen Sound, der stellenweise an Größen wie PFM oder ASGARD erinnert und sich durch alle Kompositionen zieht. Die Instrumentierung ist sehr ausgewogen, Gitarre und Keyboards sind gleichermaßen präsent, die Rhythmussektion bietet eine sehr abwechslungsreiche Arbeit. Der Gesang ist ausdrucksstark aber niemals aufdringlich. Die Texte sind übrigens teils englisch und teils italienisch.
Schon der fast komplett instrumentale Opener macht klar, dass man sich hier auf gutes Hörfutter einstellen kann. So richtig rockig wird es aber erst bei "Phoebus", welches gleichzeitig auch meinen derzeitigen Favoriten auf dem Album darstellt. Hier wird mit geschickten Melodien und toller Instrumentierung gearbeitet und durch einen improvisierten Mittelteil und den Einsatz einer Flöte wird Atmosphäre geschaffen. Mit "Melodia..." erinnert man mich in den ersten ruhigen Anfangsminuten stark an die Stimmung, die ein Album wie ASGARDs "Arkana" vermittelt hat. Ein wirklich starker Instrumentalsong, der das Können der Musiker zeigt ohne dabei Struktur oder Linie vermissen zu lassen und in endlosen Frickeleien zu enden. Mit "Aria e vento" kommt gleichzeitig der längste Song des Albums und vom Aufbau auch sicherlich der spannendste. Mir haben es besonders die anfänglichen Pianos, ruhigen Akustikgitarrenparts und der starke Gesang angetan. Der Song lebt durch viele Stimmungswechsel und Harmonien. Auch der Abschlußsong steht dem in nichts nach. Das dreiteilig aufgebaute Stück lebt durch seine Dramatik. Vom Hörerlebnis ist ein Einstieg hier recht schwer, da sehr viele Themen verarbeitet werden.
Dieses Album ist mit der Zeit ein ganz großes geworden. Anfangs empfand ich es ganz nett, doch mittlerweile halte ich es für eines der besten Werke, die dieses Jahr das Licht der Welt erblickt haben. Jeder der mit dem italienischen Sound etwas anfangen kann, wird kaum enttäuscht sein. Auf der Homepage gibts viele nützliche Infos und auch eine Adresse, wo ihr das Werk ordern könnt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.11.2001 |
| Letzte Änderung: |
6.1.2004 |
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Hört man sich manche Produktionen vorbehaltlos an, ohne eine Ahnung zu haben, aus welcher Zeit sie stammen, so kann die Raterei ganz schön nach hinten losgehen, gerade in den Zeiten von vielerlei Retro-Strömungen, aber besonders natürlich im Prog-Rock, der sich seit Jahren schon den Vorwurf gefallen lassen muss, nur Altes wieder neu aufzuarbeiten.
Und so gehen auch Distillerie di Malto zu Werke; sie rühren kräftig in der 70er Prog-Suppe, um dabei nach altbekanntem Rezept ein schmackhaftes Gericht zuzubereiten. Viele Zutaten wurden bestens verrührt, doch gibt es zwischendurch auch ein paar eigenartige Zwischennuancen, die einen schlucken lassen. Damit zuerst zum Schwerverdaulichen: es ist mal wieder stellenweise der Gesang, der - wenn auch nur sparsam eingesetzt - einige Ideen negativ verfärbt. Besonders fällt dies beim einzigen englischsprachigen Titel auf, wo sowohl die Tonlage extrem schräg ist, als auch der Textinhalt nur beim Lesen desselbigen überhaupt verstanden werden kann. Völlig unverständlich ist dies vor allem deshalb, weil ansonsten, besonders beim dreizehnminütigen "Aria e vento", richtig guter Gesang in Landessprache erklingt.
Doch nun zum Positiven: der musikalischen Vielfalt, die aber dennoch stimmig und passend wirkt. Neben jede Menge 70er Flair mit wilden Keyboardläufen und mal härteren, mal verträumten Gitarren und jeder Menge südländischem Temperament gibt es ausser diesem typischen ItaloProg folkloristische Momente mit Flöte, ebenso kurze Ausflüge in jazzige Gefilde. Selbst vor recht schrägen und experimentellen Passagen macht die Band nicht halt. Des weiteren kommen zu den schwungvolleren Parts auch einige verträumte Momente, die im richtigen Augenblick der Seele Platz zum Träumen lassen.
Beim ersten Anhören wirken vor allem die ersten beiden Titel noch brüchig und sperrig, was beim mehrmaligen Anhören doch an inhaltlicher Stärke gewinnt. Doch gerade der zweite Teil der CD schlägt mit voller emotionaler Breitseite trefflich herzlich zu. Leider klingen die Keyboards zu Beginn an einigen wenigen Stellen zu flach, vom Sound her irgendwie billig. Komisch eigentlich, denn die Großteil der Klangmuster wirkt stimmig und gerade im verträumten, grandios spannungsaufbauenden Instrumentaltitel "Melodia die fine autunno" perfekt auf die Gitarre abgestimmt.
"Il manuale dei piccoli discorsi" hat somit jede Menge gelungene nostalgische Momente, die den Italo Prog der 70er wieder aufleben lassen. Und wenn die Italiener das nächste mal einfach auf englischen Gesang verzichten, dann gibt's sogar noch einen Punkt mehr bei der Benotung.
| Anspieltipp(s): |
Melodia die fine autunno |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
26.1.2005 |
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