Flood
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Mascot Records |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Oliver Phillips |
Gesang, Keyboards, Piano, Lead Gitarre |
| Christian "Moschus" Moos |
Schlagzeug & Percussion |
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| Ralf Janssen |
Gitarre |
| Schymy |
Bass |
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Gastmusiker
| Stefan "Schwede" Wiesbrock |
Akustikgitarre bei "Flood" |
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| Clark Kent |
Sophrano-Saxophon bei "Flood" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Under Skies...
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3:02
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| 2. |
...Of Blue
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5:02
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| 3. |
Black River
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5:20
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| 4. |
Very Own Design
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5:42
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| 5. |
In All That Time
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8:03
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| 6. |
Lame Excuses
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3:37
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| 7. |
In Silent Grace
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6:42
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| 8. |
Caveman
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6:17
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| 9. |
Simple Truth
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5:20
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| 10. |
Flood
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5:43
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| Gesamtlaufzeit | 54:48 |
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Rezensionen

Dies ist das zweite Album der deutschen MelodicRocker „Everon“, die sich, den babyblauen Reviews zu Folge, ja ganz schön von Album zu Album gesteigert haben sollen. Das vorliegende Album ist also noch eine Mischung aus Licht und Schatten; man kann deutlich erkennen, dass die Band viel Potential hat, dies jedoch nicht immer ganz ausschöpft. Vorab sei also gesagt, dass man als Einstieg in Everons Musik wahrscheinlich eins der aktuelleren Alben wählen sollte. (Ich bin seiner Zeit mit diesem Album eingestiegen und habe mir allerdings bisher kein weiteres Album von ihnen zugelegt.)
Zur Musik: Man findet hier „echte“ Songs, eingekleidet in ein mehr oder weniger progressives und rockiges (musikalisches) Kleid. Unnötiges Gefrickel wird, als logische Konsequenz der Bandphilosophie („wir machen nicht unbedingt Prog und fühlen uns keiner speziellen Musiksparte zugehörig“), meist vermieden.
Zu den einzelnen Songs: Es geht los mit „Under Skies...“ welches dann in „...Of Blue“ mündet. Ein von Piano getragenes Stück, welches vor allem von der sich langsam aufbauenden, dramatischen Atmosphäre lebt. Der Übergang zu „...Of Blue“ ist allerdings sehr holperig. Ich kann nicht behaupten, dass ich das Gefühl habe, dass es sich dabei um einen zusammenhängen Song handelt. Zusätzlich fällt mir hier ein negativer Punkt auf, der das ganze Album mal mehr, mal wenig durchzieht: Die Musik ist trotz ihres relativ einfachen Aufbaus überladen, die Produktion soll zwar perfekt sein, faktisch ist sie aber in den Höhen übersteuert. Und das macht das Album in vielen Passagen für mich leider ungenießbar. Bis auf den Instrumentalteil, der den Song beendet, bleibt so nichts hängen. Die Halbballade „Black River“ gehört zu den gelungen Tracks von „Flood“, vor allem, weil er eine gewisse Mystik ausstrahlt. „Very Own Design“ lässt mich irgendwie kalt, zu klischeehaft, mit „Pseudo“-Metalpassagen. Der an sich recht nette Refrain wird durch die letzte, titelgebende Textzeile leider kaputtgemacht.
Und so gibt es leider für mich in jedem Song irgendwelche Teile, die mir nicht gefallen. Viel schiebe ich dabei allerdings auf die Produktion und nicht auf das Können der vier Musiker um Sänger Oliver Phillipps. Ich habe den Eindruck, dass auch seine Stimme sehr unter diesen produktionstechnischen Einschränkungen leidet. Teilweise singt er Sachen, die überhaupt nicht zur Melodieführung passen. Zudem fehlt mir das Feeling in den Songs und ich werde das Gefühl nicht los, dass das zu einem großen Teil vom Gesang abhängt.
Letztlich bleiben mit „Black River“ und dem absolut hervorragenden und sogar zeitlosen Titeltrack (der auch vom Stil her deutlich heraussticht) nur zwei Tracks, die wirklich den Kauf des Albums rechtfertigen. Auch einige der kurzen Instrumentalpassagen sind gut gelungen.
Fazit: Man greife erst zu einem neueren Album, falls es gefällt kann man sich langsam in der Diskografie nach hinten durcharbeiten. Eine letzte Anmerkung noch: Die Vocalparts sollen laut der Band auf den neueren Platten wesentlich besser aufgenommen und eingesungen worden sein.
Übrigens: Das Cover ist klasse!
| Anspieltipp(s): |
"Black River", "Flood" |
| Vergleichbar mit: |
keine Ahnung, Rush vielleicht |
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| Veröffentlicht am: |
16.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.1.2004 |
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Flood war seinerzeit mein erstes Everon Album. Auch wenn bis heute meine CD Sammlung ständig in Bewegung war und vieles den Besitzer wechselte, manche Scheiben blieben. Everons Flood gehört zu den wenigen treuen Wegbegleitern, denen auch nach Jahren kein einziges graues Haar wächst (im Gegensatz zum Haupthaar des Verfassers).
Noch heute stehen meine, jetzt teilweise grauen, Haare spalier, wenn "Under Skies..." in "...Of Blue" mündet. Es gibt keinen besseren Startschuss, um am Morgen die Decke von sich zu werfen und in den Tag zu starten. Jahrelang hab ich mit diesem Doppel meinen Tag begonnen. Das elegische sich steigernde "Under Skies" explodiert mit den ersten, hymnischen Klängen von "...of Blue" Bäng! Gänsehaut! Das wirkt besser wie der stärkste Kaffee und schmeckt auch besser. Ja, vieles ist bombastisch, aber nie kitschig oder heiße Luft.
Auf Flood und auf allen anderen Veröffentlichungen der Band auch, wird nicht mit den Gefühlen hinter dem Berg gehalten. Hier wird das Hemd aufgerissen, Leute! Schaut! Hier ruht das Herz und es möchte in dem Moment aus meinem Leib springen! Dieser Überschwang MUSS sich in den üppigen Arrangements niederschlagen, aber jede Schicht hat Sinn und ist mit Verstand auskomponiert. Für manchen mögen die Gitarren übersteuert klingen, für mich sind sie eine unverwechselbare Klangfarbe. Eine Farbe die zum Markenzeichen der Band geworden ist. Nur so können die Arrangements in all ihrer Pracht erstrahlen. Jeder Sound, jedes Instrument, greift wie ein Zahnrad ineinander und setzt einen riesigen Apparat in Gang, dessen Schichten zu ergründen Monate dauern kann.
Herzstück bei Everon waren und sind, die Melodien. Ob der Gänsehaut Opener "...Of Blue", "Black River", "Very Own Design" die Hymne "In All that Time" oder der inzwischen zum Klassiker gewordene Titelsong mit Sopran-Saxophon. Hier wird ein Füllhorn an wunderschönen Melodien ausgeschüttet, perfekt produziert von Eroc. Immer mit einem Hauch Melancholie, aber immer Randvoll mit positiver Energie. Wer einen Kontrapunkt zu den heutigen, in Selbstmitleid triefenden und in Melancholie suhlenden Art-Rock/Prog-Veröffentlichungen sucht, wird hier fündig. Zu den Texten muss ich gar nicht viel sagen: wie ich bei North schon schrieb, gehören sie für mich zum Besten, was der deutsche Prog hervorgebracht hat.
Kein graues Haar also? Vielleicht Eines im Ansatz. Vieles hat noch nicht ganz die Eleganz der Nachfolger, manche Keyboardsounds sind ein bisl arg cheesy und mit "Cavemen" werde ich auch nach fast 20 Jahren noch nicht warm. Aber das ist, wie immer, Geschmackssache und tut dem Genuß von Flood keinen Abbruch. Und...nicht nur das Cover ist klasse!
| Anspieltipp(s): |
Under Skies, Of Blue, Black River, Flood |
| Vergleichbar mit: |
Saga, Eloy, aber am Ende doch nur mit sich selbst |
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| Veröffentlicht am: |
7.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
7.2.2012 |
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