Black Box Recovered
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Informationen
Allgemeine Angaben
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Deceivers All
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6:02
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| 2. |
Has To Be A Reason
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4:35
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| 3. |
Down The Line
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2:35
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| 4. |
All Get Burned
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3:25
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| 5. |
Too Much, Too Loud, Too Late
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6:10
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| 6. |
Even The Night
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3:20
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| 7. |
The Will To Fly
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4:12
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| 8. |
The Sunday Bells
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4:40
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| 9. |
Open
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3:38
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| 10. |
Why Remain
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1:53
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| 11. |
Sail Away - Demo
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3:54
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| 12. |
A Prospect Of Whitby - Demo
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2:59
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| 13. |
Patriots - Demo
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5:57
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| 14. |
Quiet Islands - Demo
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5:02
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| 15. |
American Excess - Live in Wien
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6:10
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| 16. |
Lives On The Line - Live in Wien
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2:52
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| 17. |
Deceivers All - Live in Wien
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6:13
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| 18. |
Bootham Park Elegy - Demo 2003
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3:36
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| Gesamtlaufzeit | 77:13 |
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Rezensionen

Die neun Songs des seinerzeit leider nicht veröffentlichten zweiten Soloalbums von Woolly Wolstenholme bieten typischen Softrock, der so charakteristisch für das Werk seiner alten Band Barclay James Harvest ist. Freunde dieses von Pathos, Melancholie und Schwermut dominierten Bombastsounds werden somit sicherlich auch Gefallen an seinem Solowerk finden. Schon der Opener "Deceivers All" entführt in diese Welt des bedächtigen Schönklangs, der von hochmelodischen Arrangements geprägt wird. Weite Keyboardflächen und jubilierende Saitenbearbeitung verleihen diesem gelungenen Einstieg einen schwebenden Charakter, der sich in einer schwelgerischen Symphonik entlädt.
Leider folgt mit "Has To Be A Reason" aber eine allzu gewöhnliche Mitgehnummer, die sehr auf einen eingängigen Refrain ausgerichtet ist. Zwar kann auch dieser Titel als gepflegter Pop-Rock überzeugen, nach dem symphonischen Einstieg fällt diese Komposition aber doch schon ab. Auch der sich anschließende Song "Down The Line" deckt unververbümt auf, dass hier ein Produkt aus den frühen 80er Jahren vorliegt und selbst ein symphonisch ausgerichteter Softrocker seine Zugeständnisse machen musste. So klingt diese dritte Nummer so, als ob Wolstenholme seinen epischen Kompositionsstil mit einem eingängigen Westcoast-Sound fusionieren wollte und sich dabei auch ein wenig des gerade aktuellen New Waves bediente.
Zwischenzeitlich markieren dann Songs wie "Down The Line" und "The Will To Fly" wieder eine Rückbesinnung in die Gefilde des schwermütigen Softrocks, der sich mit kurzen symphonischen Einsprengseln präsentiert, aber doch immer wieder einen etwas schwülstigen Einschlag besitzt. Da sind die Grenzen zwischen einem erhabenen Bombastsound und einem triefenden Schönklang fließend. Leider trägt Mr. Wolstenhome aber stellenweise doch schon ein wenig zu dick auf und lässt seine Kompositionen zu sehr im schöngeistigen Keyboardbombast versinken.
Mit der zarten Ballade "Why Remain" wird der zweite Teil der CD eröffnet, der größtenteils aus noch nicht veröffentlichten Demoversionen besteht. So bekommt der Hörer einen Einblick in das Material von Woolly Wolstenholmes ersten Soloalbum "Maestoso" geboten und es folgen auch drei Livesongs, die 1981 in Wien aufgenommen worden sind, aber in einer doch bescheidenen Bootleg-Qualität daherkommen. Insgesamt unterschiedet sich dieses Songmaterial stilistisch nur unwesentlich von den eingangs beschriebenen Songs des nicht veröffentlichten zweiten Soloalbums. Mit "Bootham Park Elegy" bekommt der Fan auch einen Einblick in das derzeitige Schaffenswerk des Künstlers, denn es handelt sich hier um eine Demoversion eines brandaktuellen Songs des Soloalbums "Codacil", das für April 2004 angekündigt ist. Hier wird offensichtlich, dass Woolly Wolstenholme seinem epischen Kompositionsstil treu geblieben ist und da er die kommerziellen Zugeständnisse der 80er hinter sich gelassen hat, kann hier ein schönes Album erwartet werden, das einmal mehr melodischen Softrock mit einem Hang zum weit ausladenden Keyboardprunk bietet.
| Anspieltipp(s): |
Deceivers All, The Will To Fly |
| Vergleichbar mit: |
Barclay James Harvest |
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| Veröffentlicht am: |
1.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
1.3.2004 |
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Durch seinen Keyboardeinsatz und vor allem oftmalige Mellotronverwendung prägte Woolly Wolstenholme den Sound von Barclay James Harvest in den 70ern maßgeblich. Wolstenholme war zwischen 1967 bis zu seinem Ausstieg 1979 vor allem für die epischen, sinfonischen, teils pastoral klingenden Stücke der Band verantwortlich. Nach seinem Ausstieg bei BJH verflachte die klangliche, wie kompositorische Bandbreite der Briten zusehendst, auch wenn sie gerade in den frühen 80ern in Deutschland ihre kommerziell erfolgreichste Phase feiern durften. Dabei begründeten jedoch mehr poppige Titel, wie z.B. "Life is for living", den große Hallen füllenden Erfolg.
Mit seinem Soloalbum "Maestro" setzte Woolly Wolstenholme 1980 seinen eigenen Ansatz konsequent fort, der in dieser Art keinen Platz mehr in der Musik von BJH zu finden schien. Anschließend begannen die Arbeiten für den Nachfolger "Black box", der 1982 veröffentlicht werden sollte, jedoch leider nie seine Vollendung erreichte. 2003 machte sich Wolstenholme endlich daran, die finalen Handgriffe am Material von "Black box" anzulegen. "Black box recovered" enthält das komplette ursprünglich geplante Album, einen bisher unveröffentlichten Song, vier Demos vom "Maestro" Album, sowie einige Livetitel, 1982 in Wien als Audience Recording aufgenommen, womit das Kapitel "Black box" geschlossen und die Arbeit von Wolstenholme entsprechend gewürdigt wird.
Wie bereits bei Barclay James Harvest, schwanken die Ideen von Wolstenholme zwischen verträumter, leicht trauriger, sinfonischer Seeligkeit, bis hin zu netten, sachten Melodien, die hier und da an der Grenze von Belanglosigkeit und Schmalz kratzen. Man merkt den Titeln bisweilen recht deutlich an, dass sie einer Zeit des Umbruchs entstanden, als der Punk den überladenen, selbstherrlichen Progressive Rock weggeweht hatte, einfachere Strukturen wieder ihren Teil in der Musik fanden.
So schwingt hier und da der mehr stromlinienförmige Geist der 80er mit, Wolstenholme schwankt zwischen dem elegischen Pathos der Vergangenheit, sowie der Anpassung an den damaligen Zeitgeist. Jedoch gelingt ihm der Spagat ohne zu peinlich oder anbiedernd zu wirken, ohne das man von der Hand weisen kann, dass dieses Album in den 70ern sicherlich ausladender und orchestraler ausgefallen wäre. Besonders bei den mehr melancholischen, getragenen Stücken, die oftmals nur den Keyboards und der sanften Stimme des Briten getragen sind, spielt er seine Trümpfe voll aus. Traurig und zugleich hoffnungsvoll kriechen die Töne aus den Boxen. Leider feiert dabei das Mellotron nur noch selten seine Rückkehr.
"Black box recovered" ist vor allem etwas für die Fans von Barclay James Harvest und den typischen Wolstenholme Sound, die der Ausstieg des Keyboarders immer noch schmerzt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
25.5.2006 |
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