Work Resumed On The Tower/Sirens & Silences
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
ReR Megacorp |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Lindsay Cooper |
Bassoon,Sopranino & Alto Saxes,Piano,Other Keyboards |
| Chris Cutler |
Drums,Electrics,Percussion |
| Zeena Parkins |
Harp,Prepared & Electric Harps,Accordion,EBO Guitar on "Dark Matter" |
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| Dagmar Krause |
Singing |
| Bill Gilonis |
Bass,Guitar |
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Gastmusiker
| Phil Minton |
Singing on "Victory" & "Anno Mirabilis" |
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| Georgie Born |
Bass on "Black Gold" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Odysseus
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2.56
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| 2. |
Auschwitz/Babel
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4.07
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| 3. |
Klein's Bottle
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3.17
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| 4. |
Black Gold
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3.09
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| 5. |
Devils
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1.16
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| 6. |
Dry Leaf
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2.51
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| 7. |
Arcades (of Glass)
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7.44
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| 8. |
Victory
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5.19
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| 9. |
Anno Mirabilis
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4.08
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| Gesamtlaufzeit | 34:47 |
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Rezensionen

Der bewundernswert kommerzverachtenden Gewohnheit von Chris Cutler, immer wieder neue Projekte unter verschiedensten Namen ins Leben zu Rufen, haben wir auch das Projekt News From Babel zu verdanken. Chris Cutler meinte zu diesem Bandnamen, er fand die Vorstellung interessant, die Songs als Berichte aus einer Welt zu sehen, die zwar verdammt scheint, aber nicht ohne Hoffnung.
Zur Eröffnung des ersten Albums darf sich die unübertroffene Dagmar Krause kurz an Yoko Ono-artigen Stimmexperimenten versuchen. Alle Kompositionen kommen hier von der Fagott-Spielerin und Saxophonistin Lindsay Cooper, die bereits die Hälfte von Henry Cows "Western Culture" komponiert hatte. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Werken im Hinblick auf Einflüsse der modernen Klassik sind daher schwer zu leugnen, mit dem Unterschied, dass "Sirens & Silences/Work resumed on the tower" songorientiert ausgefallen ist. Musikalische Vergleiche mit "Art Bears" finde ich dagegen viel zutreffender : die Stücke klingen, als hätte Lindsay Cooper versucht, eher im Stil von "Art Bears" zu komponieren.
Je nach Quelle hieß die erste LP von News From Babel "Work resumed on the tower", "Sirens & Silences/Work resumed on the tower" oder auch "Work resumed on the tower/Sirens & Silences". Die Ausgabe mit den beiden News From Babel-Alben auf einer CD trägt demnach drei Titel : die ersten beiden gehören zu der ersten LP der Band, der dritte zu der zweiten. Dabei bilden die ersten 6 Stücke des ersten Albums ein Konzeptwerk namens "Sirens and silences", während die letzten drei "Work resumed on the tower" ergeben. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, das aus drei Tracks bestehende "Work resumed on the tower" sei ursprünglich mal eine EP gewesen. Dafür würden die etwas anderen Arrangements dieser drei Stücke sprechen, die verstärkt die Harfenkünste von Zeena Parkins miteinbeziehen.
Wie auch immer, die Musik des Albums kann mangels besserer Bezeichnungen vielleicht als Kammermusik-Avant-Chanson-Rock bezeichnet werden, wobei das Wörtchen Pop (wie "populär") hier nichts zu suchen hätte. Ganz besonders gefallen mir dabei die stark vertretenen Fagott-Klänge, vorzugsweise im Duett mit Gesang von Dagmar Krause. "Victory" greift auf Tango-Elemente zurück. "Anno Mirabilis" verkommt leider zu einer wenig erbaulichen Hymne, die durch den affektierten Gesang von Phil Minton verschlimmbessert wird. Ohne diesen Song wäre meine Bewertung deutlich höher ausgefallen.
Unterm Strich bekommt man jedoch mit dem ersten Album von News from Babel ein allen Art Bears- und Henry Cow-Sympathisanten zu empfehlendes Werk.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.6.2006 |
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Es ist immer wieder erstaunlich, welche Schätze gerade im vermeintlich dunklen Jahrzehnt des Prog entstanden. Das Projekt um RIO-Ikone Chris Cutler vermeidet konsequent jeden Anflug von Kommerzialität, wirkt dabei dennoch nicht völlig unnahbar. Der Begriff "Rock" ist für diese Musik allerdings schon etwas gewagt, hier ist eher ein zeitgenössisches Kammerensemble am Werk.
Die knurrenden Klänge des Fagotts bestimmen die meisten Stücke, die sich zwischen moderner Klassik und gelegentlichen Abstechern in Varieté-Gefilde bewegen. Nur ab und an gibt es so etwas wie "rockige" Ausbrüche, dann wird die ansonsten eher karge Instrumentierung etwas umfangreicher und die Musik legt an Dynamik zu. Der eigentümliche Gesang von Dagmar Krause verleiht dem Ganzen noch eine etwas surreale Aura.
Interessanterweise wurde dieses Album, ebenso wie der Nachfolger Letters Home, seinerzeit als normale 12-Zoll-LP veröffentlicht, die jedoch mit 45 Umdrehungen abgespielt wurde. Mittlerweile gibt es neben der Ausgabe als Einzel-CD auch eine Box, die neben den beiden Vollzeitalben der Band noch die Single Contraries von 1984 enthält.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
29.12.2010 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von News From Babel
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