Imaginary Window
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Antonio Bringas |
Drums & Percussion |
| Francisco Hernández |
Vocals, electric and acoustic Guitar |
| Rodolfo Gonzalez |
5 & 6 String Bass |
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| Dino Brassea |
Vocals, Flute, acoustic Guitar & Bass |
| Alfonso Vidales |
Keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Moving Universe
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8:46
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| 2. |
Alter Ego
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4:39
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| 3. |
A Blossom in the Spring
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4:03
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| 4. |
Dawn
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5:06
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| 5. |
Simple Things
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3:56
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| 6. |
Snail
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2:49
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| 7. |
Around and Around
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9:08
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| 8. |
Desert Rainbow
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2:12
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| 9. |
Cotton Dreams
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6:33
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| 10. |
Imaginary Window
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9:16
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| 11. |
Where is the Light?
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10:31
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| Gesamtlaufzeit | 66:59 |
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Rezensionen

Die Mexikaner von Cast sind sicherlich einer der besten Progressive Rock-Exporte aus Lateinamerika, die es auch weltweit zu einiger Bekanntheit gebracht haben, nicht zuletzt durch das von Keyboarder Alfonso Vidales alljährlich ausgerichtete BajaProg-Festival. Auch auf ihrem 1999er-Studioalbum Imaginary Window können die Mannen aus Mexicali ihren Ruf als Speerspitze des LatinoProg durchaus bestätigen.
Es wird nämlich ein durchaus schöner Mix aus RetroProg - falls man diesen Begriff bei einer seit 1978 bestehenden Band benutzen sollte - und NeoProg geboten. Vor allem die Atmosphäre, aber auch das Songwriting, erinnern mich sehr an Genesis zur "Wind and Wuthering"-Phase - aus meinem Munde sicher ein Kompliment, ist besagtes Album doch eines meiner liebsten von Genesis. Diese Ähnlichkeit ist allerdings nur die augenfälligste, denn auch viele Stilmittel des NeoProg lassen sich in der Musik finden, wie etwa ausgedehnte - vom Klang her eben nicht an die 70er erinnernde - Keyboardsolos von Vidales. Ebenso erwecken die, allerdings selteneren, Gitarrensoli mindestens ebenso häufig Erinnerungen an 80er und 90er wie an die Hochphase des Prog. Zu dieser Mischung gesellen sich dann noch immer wieder geschickt eingeflochtene Einflüsse aus lateinamerikanischer Volksmusik, v.a. wenn Dino Brassea die Flöte zum Einsatz bringt, vermeine ich solche Anklänge zu hören. Die Stärken von Cast liegen definitiv in diesem Abwechslungsreichtum, denn auch die Songs pendeln stetig zwischen romantisch-ruhigen, pianodominierten Balladen wie "A Blossom in the Spring" und beschwingten Rockern wie "Alter Ego". Auch beide Seiten vereinende Longtracks und Instrumentalstücke - beides durchaus auch mal gemäßigt komplex - lassen sich finden, so daß eigentlich alles geboten wird, was des klassischen Proggers Herz begehrt.
Allerdings läßt sich bei allem Wohlwollen gegenüber der Musik auch der eine oder andere Kritikpunkt anbringen. So ist weder der Gesang von Gitarrist Francisco Hernández noch der von Dino Brassea von englischer Aussprache und Stimmvolumen her wirklich überzeugend. Zumindest treffen die beiden aber die Töne, so daß dieser Kritikpunkt nicht allzu schwer wirkt. Schlimmer finde ich da schon die wahrlich nicht optimale Produktion. Viel zu dünn und teilweise auch "künstlich" ist sie, und das nimmt der Musik wirklich einiges an Charme und Klasse. Man könnte das vielleicht mit der "Produktion" der ersten Galahad-Alben vergleichen, wenngleich sie zumindest nicht ganz so schlimm und auch ausbalancierter ist.
Im Ergebnis bleibt somit ein gutes Album, welches sowohl dem Retro- als auch dem NeoProg-Fan gefallen sollte. Abzüge gibt es allerdings für Gesang und v.a. für die Produktion, allerdings hebt die atmosphärische Ähnlichkeit mit "Wind and Wuthering" die Bewertung auch wieder etwas an.
| Anspieltipp(s): |
Moving Universe, Where is the Light?, Imaginary Window |
| Vergleichbar mit: |
u.a. Genesis in der "Wind and Wuthering"-Ära |
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| Veröffentlicht am: |
6.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
6.4.2004 |
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"Imaginary windows" führt die Entwicklung der Mexikaner konsequent fort, die trotz erheblichem Outputs, sowohl im produktionstechnischen, als auch musikalischen Vergleich von Album zu Album immer besser werden. Zwar sind auch Cast vor Wiederholungen nicht gefeit - hier und da klingt doch einiges schon sehr bekannt und irgendwie verdammt ähnlich gegenüber früheren Aufnahmen - aber dennoch ist "Imaginary windows" ein prima Album, welches die Reliquien der alten Schule (Arrangements, Genesis-mäßiger Sound Phase "Wind & wuthering") mit schönen Melodien und neo-progressiver Leichtigkeit vermengt.
Zwar hat sich auch der Gesang immer noch nicht maßgeblich verbessert, aber mit etwas Toleranz kommt man mit dem akzentbelassenen, etwas fisteligem, aber festen Gesinge ganz gut klar. Dafür ist die Mischung aus den zwei typischen Ausprägungen von Cast Songs - ruhig, klassisch, sentimental auf der einen, schwungvoll, nachvollziehbar komplex mit abwechselndem Keyboard / Piano, sowie flirrendem Gitarrenüberhang auf der anderen Seite - elegant angeordnet, dass auch bei fast 70 Minuten Musik keine Langeweile aufkommt.
Manchmal beschleicht einen jedoch das Gefühl, dass durch Temposteigerungen und unerschöpfliche Notenfolgen des Songs die Persönlichkeit fehlt. Sprich bei Cast muss man eine Scheibe immer mehrmals anhören, um die einzelnen Lieder einigermaßen voneinander unterscheiden zu können. Würde man die besten Songs der letzten beiden Alben vermengen, mir schien es fast unmöglich, eine eindeutige Zuordnung zu finden. Solche Aussagen sprechen entweder für die Ausgeglichenheit einer Scheibe oder dafür, dass einer Platte die rechten Highlights fehlen. Beides trifft für das mexikanische Quintett zu, doch hat die Niveaugleichschaltung der Klänge inzwischen ein recht annehmbares und gut anhörbares Level erreicht, welches nur wenige Bands erreichen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
18.6.2004 |
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