Don't Call Us (We Call You)
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Atlantic |
| Durchschnittswertung: |
6/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ax Genrich |
Guitars, Banjo, Voice |
| Hans Hartmann |
Bass, Piano |
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| Mani Neumeier |
Drums, Percussion, Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Africa Steals The Show
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12:24
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| 2. |
Round Dance
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8:39
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| 3. |
200 Clichés
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5:12
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| 4. |
Das Zwickmaschinchen
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4:43
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| 5. |
Guru Guru Ltd.
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11:38
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| Gesamtlaufzeit | 42:36 |
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| Disc 2 |
| 1. |
200 Clichés
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6:56
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| 2. |
Ooga Booga
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34:19
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| 3. |
Der Elektrolurch
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16:29
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| 4. |
Medley
1. Rocken mit Eduard 2. Somethin' Else 3. Weekend 4. Twenty Flight Rock
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10:40
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| Gesamtlaufzeit | 68:24 |
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Rezensionen

Für ihre erste LP beim Major Atlantic haben Guru Guru offenbar eine eingängige, gutverkäufliche Platte abliefern wollen (sollen). Jedenfalls ist das Ergebnis - "Don't Call Us (We Call You)" - eine ziemliche Enttäuschung geworden. Weitestgehend verschwunden ist hier das psychedelisch-spacige oder auch schräg-seltsame Element, das die vier Vorgängerscheiben geprägt hat und dort für durchaus erfrischende, krautig-unbefangene Musik gesorgt hat. Diese hat einem recht "normalen" Rock Platz gemacht, einem eher lahmen Bluesrock, mit leichtem Jazzeinschlag. Dazu gibt es die üblichen Guru-Guru-Kalauereinlagen. Im Gegensatz zu den früheren Scheiben der Gruppe wird auf dieser hier viel gesungen, mit "richtigen" Texten, meist in Englisch. Leider ist der Gesang von Neumeier und Genrich nicht sonderlich beeindruckend, im Gegenteil: Das schwachbrüstige, akzentbelastete Sprechsingen nervt mich auf die Dauer ganz schön.
"Africa Steals The Show" fängt noch ganz gut an, mit vielseitiger Perkussion, brummigem Bass und dem Elektrolurchquäken, doch setzt dann eine gefällig-jazzige Musik ein, die sich wie die Begleitmusik für einen Janosch-Kinderfilm anhört. Das Ganze steigert sich dann aber doch noch (im positiven Sinne) und entwickelt sich zu einem ganz netten, bluesig-rockigen Jam, der leichte Erinnerungen an die ersten 4 Guru-Guru-LPs weckt. Doch fehlt es im Vergleich zu diesen deutlich an Schwung und Wildheit. Dann folgt ein langes Schlagzeug- und Glockensolo. Haben wir dieses überstanden, geht es "Peter-Gun"-artig, bluesrockig-funkig weiter. Dazu gibt es alberne Texte und ein jazziges Gitarrensolo von Genrich zu Pianobegleitung von Hartmann. Zum Schluß wird es dann richtig bluesig, mit honky-tonky-Piano und Mundharmonika und wuchtigem Bass. Trotzdem ist die Nummer wohl noch das beste Stück der Scheibe.
"Round Dance" beginnt geheimnisvoll klangwabernd, mit hallenden Gitarren- und Beckenklängen zu gestrichenem Bass. Wird es jetzt doch noch krautig? Plötzlich wird aber in einen Indianertanz übergeleitet (mit "Heyaheyaheya"-Gesang und Trommeln) und dann rockt die Nummer noch einige Minuten lang, inklusive dreckigem Gitarrensolo, mehr oder weniger beschwingt dahin.
Ähnlich geht es mit "200 Cliches" weiter. Leider gibt es hier sehr viel Gesang, und das Stück wird stellenweise fast zu einem Country-Rocker. Absolut bescheuert ist der Text, der hoffentlich ironisch gemeint ist: Irgenwas mit rock'n'roll shoes, let´s get funky zunky, hey hey hey hey hey bababababy ...
"Das Zwickmaschinchen" ist, zumindest was die vielseitige Perkussionsarbeit anbelangt, ziemlich gelungen, und bietet schöne, komplex-verschachtelte Linien von Bass und Gitarre(n). Leider macht der später einsetzende üble Gesang das Lied kaputt.
Der Tiefpunkt der Scheibe wird dann mit "Guru Guru Ltd." erreicht. Es beginnt mit einem Blues der sich minutenlang dahinschleppt, gespielt von Perkussion und akustischer Gitarre. Dazu gibt es wieder den grausligen Gesang. Dann setzt ein langes Percussion-Bass-Solo ein, das von einer Country-Banjo-Einlage abgelöst wird. Schließlich klingt die Nummer mit noch furchtbarerem, albernem Sprechgesang (inklusive Hare Krishna und Elektrolurch) zu akustischer Gitarre und Cymbals aus.
"Don't Call Us (We Call You)" ist eine ziemlich unterdurchschnittliche Scheibe, die wirklich kein Progger braucht. Einzig für Krautrockkomplettisten könnte das Teil interessant sein!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
9.2.2008 |
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Auch dieses Album ist nun in einer erweiterten Neuausgabe bei Revisited Records erschienen. Als Bonus gibt eine zweite CD mit über einer Stunde Livemusik.
Mit den Stücken des regulären Albums will ich mich hier gar nicht weiter beschäftigen, das hat Kollege Achim schon zur Genüge getan, und ich kann seinen Ausführungen nur beipflichten. Dies ist kein Glanzpunkt in der Diskographie der Band!
Was hat die Bonus-CD zu bieten? Die Aufnahmen entstanden im September 1973 beim German Rock Festival in Krefeld, ebenfalls in der Besetzung Neumeier/Genrich/Hartmann. Es handelt sich hier ursprünglich um einen Bootleg, der mittels eines simplen Kassettenrekorders entstand. Entsprechend kann hier nicht die optimale Klangqualität erwarten, die Musik klingt durchweg etwas dumpf, an ein oder zwei Stellen gibt es auch arge Schwankungen; gemessen an den Umständen, unter denen die Aufnahmen entstanden, geht der Klang aber noch in Ordnung.
Und die Musik? 200 Clichés gefällt mir hier genau so wenig wie die Studiofassung, auch das abschließende Medley mit einigen Coverversionen vermag mich nicht recht zu überzeugen. Das geht mir alles zu sehr in Richtung normalen Mainstream-Rocks.
Interessanter sind die beiden langen Titel. Da gibt es zum einen eine Monsterfassung von Ooga Booga mit einer Länge von über einer halben Stunde, in der ausgiebig gejammt wird; aber auch hier fehlt weitgehend das krautig-psychedelische Moment der Originalversion, es klingt eher wie eine normale Rocksession.
Schließlich gibt es noch den unverwüstlichen Elektrolurch zu hören, der hier ebenfalls um einen ausgiebig jammenden Teil (wieder im Sinne einer "normalen" Rocksession) erweitert wurde.
Insofern ist auch die Bonus-CD nicht unbedingt ein zwingender Grund, sich dieses Album zuzulegen; die frühen Scheiben der Band (oder auch das ein Jahr später erschienene Dance of the Flames) haben einfach musikalisch mehr zu bieten. Immerhin ist die Ausstattung der Neuausgabe wieder gewohnt hochwertig. Ansonsten nur für den harten Sammler zu empfehlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
3.12.2006 |
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