Présages
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Guillaume Fontaine |
Keyboards, Vocals |
| Benoit Caignon |
Bass |
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| JB Itier |
Drums |
| JP Louveton |
Guitar, Vocals |
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Gastmusiker
| Olivier Soumaire |
Background Vocals on Renaissance |
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| Pascal Bertrand |
Marimba [6] |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
La Dernière Vague
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13.57
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| 2. |
Générator
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4.42
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| 3. |
Sur La Tombe Du Phoenix
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9.53
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| 4. |
Soleil
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1.15
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| 5. |
L'oeil Du Cyclops
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5.57
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| 6. |
La Mort Du Scorpion
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7.42
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| 7. |
Les Nouvelles Croisades
1. Cavalerie 2. Confrontation 3. Désolation 4. Danse Des Morts 5. Renaissance
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17.57
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| Gesamtlaufzeit | 61:23 |
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Rezensionen

"Die machen NeoProg" hat ja heutzutage schon fast den Beigeschmack des Abwertenden. NeoProg, das ist ja diese Mucke für Weicheier, die sich mit richtiger progressiver oder gar schräger Musik nicht (mehr) beschäftigen wollen. Und Melodie? Wer braucht schon Melodie...
Nun ja, aber auch heute kann man im Genre NeoProg interessante Entdeckungen machen, wenn man zumindest nicht die typischen Ingredenzien dieser Richtung vollends ablehnt. Als da wären ausladende Keyboard-Gebirge mit teilweise quietschigen Klängen, rockende Gitarren, die aber niemals richtig böse sind, wuselige, geschäftige Rhythmusarbeit, die schonmal krumm, aber nicht schräg, daherkommt und zuweilen hymnischer, pathetischer Gesang.
Ich gebe aber auch zu, dass die wirklich guten Neoprog-Acts zu diesen Grundlagen immer noch andere Ingredenzien hinzumischen, die die Sache erst richtig interessant machen. So z.B. typische Retro-Sounds von den Tasten, mal ein jazziges oder metallisches Zwischenspiel von der Gitarre, druckvollen Bass oder, je nach Herkunftsland, folkloristisches oder chansonhaftes... Und hier sind wir schon bei den Franzosen Nemo.
Irgendwie atmet das vorliegende Album "Présages" schon diese NeoProg-Attitüde, aber dann mischen die Franzosen ziemlich wild die genannten zusätzlichen Ingredenzien in ihre Musik. Damit schaffen sie dann einen fast völlig eigenständigen Stil. Könnte sogar sein, dass sehr konservative NeoProg-Möger damit tatsächlich schon an ihrer Toleranzgrenze angelangt sind, aber wer sich ein bisschen musikalische Abenteuerlust bewahrt hat, dürfte hier einiges geboten bekommen (ohne überfordert zu werden). He, he, Avant-Prog für NeoProgger!
Nemo lassen es selten wirklich ruhig angehen und wenn gibt es schöne, charmante Chanson-Einlagen. Der französische Gesang, zumindest für meine Ohren ein bisschen ungewohnt, gibt dem Ganzen noch einen gewissen exotischen Touch. "Générateur" ist dabei ein Ohrwurm erster Klasse.
Die Gitarre sorgt durchweg für ordentlich Drive bis hin zu metallischen Anklängen. Und für mich als bekennenden 'Quietsch'-Keyboard-Möger machen die vielen, sagen wir mal futuristischen, Klänge richtig Spass. Daneben kann der Mann an den Tasten aber auch richtig gut "klassisches" Piano spielen. Die moderne Produktion tut ihr übriges um dieses Album als etwas Außergewöhnliches erscheinen zu lassen.
Abgerundet wird "Présages" dadurch, dass die Musik, vor allem in den beiden Longtracks in der zweiten Hälfte, so einen erzählenden Charakter hat. Ich kann es nicht besser ausdrücken, aber man spürt, das man einem akustischen Theaterstück lauscht. Und sowas hat mich schon immer begeistern können, denn diesen Effekt schaffen die wenigsten Konzeptalben wirklich.
Meine Empfehlung ist: Wer auch nur ein bisschen Begeisterung für die symphonisch-rockige Seite 'unserer' Musik hat, sollte Nemo unbedingt mal antesten. Eine Charakterisierung als "neoproggige Taal" kann ich durchaus unterschreiben. Ganz nebenbei: Das Cover spiegelt tatsächlich richtiggehend den Inhalt des Albums wider.
| Anspieltipp(s): |
La Dernière Vague, Sur La Tombe Du Phoenix |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.7.2011 |
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