Berlin
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Atonal |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Patricia Dallio |
Keyboards |
| Gerard Hourbette |
Viola, Violine, Keyboards, Percussion |
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| Andre Mergenthaler |
Cello, Altsaxophon. Gesang |
| Thierry Zaboitzeff |
Cello, Bass, Gesang, Tonbandregie, Keyboards, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Epithalane
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20:12
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| 2. |
Baboon's Blood
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5:35
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| 3. |
Petit Messe a l'Usage des Pharmaciens - Offertoire
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3:13
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| 4. |
Petit Messe a l'Usage des Pharmaciens - Kyrie
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3:32
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| 5. |
A Drum, a Drum
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20:20
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| 6. |
Petit Messe a l'Usage des Pharmaciens - Introit
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2:59
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| 7. |
Unsex Me Here
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3:23
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| Gesamtlaufzeit | 59:14 |
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Rezensionen

Die Formation Art Zoyd existiert seit 1969. Ein Blick auf die Instrumentierung zeigt bereits, dass sie nicht zum Prog Mainstream gehört. Und tatsächlich könnte man Art Zoyd eher als moderne Kammermusik denn als Rock bezeichnen, allerdings mit einer starken Prise Elektronik vermischt. Die Musik auf "Berlin" ist von einer durchgehend düsteren und bedrohlichen Atmosphäre geprägt, und in den elektronischeren Passagen, wie auf "Baboon's Blood" klingt es sogar schon mal nach Dark Wave.
Im Zentrum stehen die langen Stücke "Epithalane" und "A drum, a drum". "Epithalane" beginnt mit hektisch-nervösen Keyboards und kräftigen Celli, dann tritt noch eine furiose Orgel dazu. Immer chaotischer und intensiver wird die Musik, dann geht es plötzlich in eine langsame Klaviermelodie über. Genauer gesagt wird ständig die gleiche Tonfolge wiederholt, nur die Begleitung ändert sich in kleinen Nuancen, was der Musik eine starke Intensität verleiht. Nach einiger Zeit wird der hektische Teil fortgesetzt, der ebenfalls eine solche repetitive Struktur aufweist. Es folgt ein von mächtiger, sakral klingender Orgel und schweren Trommelschlägen dominierter Part, bevor das Stück mit sanften elektronischen Klängen und dunklen Glockenschlägen ausklingt.
"A drum, a drum" beginnt mit einer Art Stimmcollage, die streckenweise an die Ork-Gesänge von Magma erinnert. Abrupt bricht dieser Teil ab, eine Zeit lang hört man ein elektronischen "Flirren", dann setzt ein etwas schnellerer Rhythmus von Schnarren, Glöckchen und ähnlichem ein, das Saxophon quietscht, und eine düstere Stimme rezitiert die Eingangsszene aus Shakespeares Macbeth. In der zweiten Hälfte des Stücks wechseln sich dann elektronische Klangmuster mit jazzigen, teilweise auch free-jazzigen Passagen ab.
Die kürzeren Stücke können mit diesen beiden Epen durchaus mithalten. Das dreiteilige "Petit Messe a l'Usage des Pharmaciens" beginnt als elektronisches Klangmuster mit jazzigen Saxophoneinsprengseln ("Offertoire"), der zweite Teil "Kyrie" ist ein Klavierstück, das stark an After Crying erinnert, das abschließende "Introit" ist ein leicht kirchenmusikalisch beinflusstes Orgelstück. Dem letzte Stück "Unsex Me Here" liegt wieder eine Passage aus Macbeth zu Grunde, deren Rezitation von kräftigen Celli begleitet wird.
Neo-Progger werden sich von Art Zoyd vielleicht nicht unbedingt angesprochen fühlen. Für mich ist das aber Prog, wie er sein sollte: neuartig und herausfordend. Ein Meisterwerk!
| Anspieltipp(s): |
Epithalane, A Drum a Drum |
| Vergleichbar mit: |
Univers Zero, Present |
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| Veröffentlicht am: |
27.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
27.4.2002 |
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