Phylter
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Spalax |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Patrick Philips |
Orgel, Fender Rhodes Piano, Klavier, Eko-Piano, Strings, Synthesizer, Gesang |
| Marc van Bortel |
Lead-Gitarre, Gesang |
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| Paul van Bortel |
Bass, Gesang |
| Christian Zaman |
Schlagzeug |
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Gastmusiker
| Jean-Marie Aerts |
Rhythmus-Gitarre |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Overture
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6:36
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| 2. |
Dreams Of Yesterdays
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5:17
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| 3. |
Phylter
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4:17
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| 4. |
Promenade
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6:11
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| 5. |
Consideration
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5:53
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| 6. |
Dawn And Mood For Change
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15:10
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| Gesamtlaufzeit | 43:24 |
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Rezensionen

Wer sich mit dem klassischen Progressive der seligen 70er Jahre beschäftig und erst einmal einen Narren an der symphonischen Variante dieser Musik gefressen hat, wird irgendwann zwangsläufig auch auf nicht so bekannte Veröffentlichungen aus diesem Bereich stoßen, die sich oftmals trotz ihres leicht obskuren Charakters als gelungene Wiederentdeckung aus den Archiven erweisen. So ist die Latte dieser meist unbekannten, teils verkannten oder einfach total ignorierten Formationen des Genres ellenlang. Freunde des unverfälschten Symphonic Sounds kann aber auch solch eine Wiederentdeckung, ungeachtet hörbarer Parallelen mit bekannten Acts, in totale Verzückung versetzen, was dann bei den Freunden des modernen Sounds Kopfschütteln verursacht.
Mit der belgischen Band Phylter liegt ein Paradebeispiel für eine völlig unbekannte Gruppe aus den 70er Jahren vor, deren titelloses Album aus dem Jahr 1978 im Jahr 1993 vom französischen Spalax Label veröffentlicht wurde. Von dieser Formation aus dem flämischen Teil von Belgien sind so gut wie keine Informationen erhältlich und auch die CD-Wiederveröffentlichung geizt mit biographischen Daten. Lediglich im empfehlenswerten Buch "Scented Gardens Of The Mind" des Norwegers Dag Erik Asbjørnsen ist ein knapper Eintrag zu finden, der Phylter in den Bereich des symphonischen Progs einordnet und mit Genesis sowie Camel vergleicht. Selbst die eigentlich an Ausführlichkeit kaum zu überbietende Gibraltar Encyclopedia Of Progressive Rock schweigt sich über Phylter völlig aus.
All dies konnte den Schreiber dieser Zeilen in keinster Weise vom Kauf der CD abhalten und mit Spannung wurde diese CD einer "zweitklassigen Prog-Combo" in den Player gelegt. Schon die ersten Töne des 1978 in einem kleinen Studio in Brügge aufgenommenen Albums offenbaren die melodisch-symphonische Ausrichtung der Kompositionen. Auf der Basis von breitflächigen Synthiesounds wird ein recht kraftvoller Bombastsound geschaffen, der von romantischen Einschüben durchwirkt ist. Dem Kompositionsstil ist schon anzumerken, dass die Aufnahmen in den späten 70er Jahren entstanden. Stellenweise kann fast schon wieder von einer Vorwegnahme des griffigen Neoprogs der 80er Jahre gesprochen werden, wobei aber die Ingredienzien der Hochphase des Artrocks aber noch überwiegen. Die Gitarre setzt auch mal zu etwas rockigen Ausflügen an, konzentriert sich dann aber wieder auf das harmonische Zusammenspiel mit den atmosphärischen Keyboards. Hier können auch die Landsleute Machiavel als Vergleich herangezogen werden.
Der mehrstimmige Gesang klingt leider etwas hölzern und auch die vorgetragenen Harmonien wirken stellenweise zu banal. Insbesondere im Fall des Eröffnungstracks "Overture" wirken Phylter daher doch allzu hölzern, was aber in den stimmungsvollen Instrumentalpassagen wieder wett gemacht wird. Auch wenn einige Stellen im weiteren Verlauf einen etwas naiven Eindruck hinterlassen, kann dieses Vermächtnis der Belgier insgesamt überzeugen. Unersättliche Freunde des symphonischen Progressive Rocks der 70er Jahre können Phylter besten Gewissens mal antesten. Offensichtlich handelt es sich hier auch um ein Konzeptalbum, dem so etwas wie ein Fantasy-Konzept zugrunde liegt.
| Anspieltipp(s): |
Promenade |
| Vergleichbar mit: |
etwas Machiavel |
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| Veröffentlicht am: |
21.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
21.8.2004 |
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