Reincarnations
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Lynx Music |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ryszard Kramarski |
keyboards |
| Tomasz Pasko |
drums |
| Piotr Plonka |
guitars |
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| Piotr Mazurkiewicz |
bass |
| Lukasz Galeziowski |
vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hundreds of falling rivers
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5:59
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| 2. |
Reincarnation part I
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1:30
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| 3. |
Gold is in your mind
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5:26
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| 4. |
Light your cigar
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7:27
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| 5. |
Higher than me
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6:17
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| 6. |
The king of broken glass
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5:14
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| 7. |
Reincarnation part II
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5:16
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| 8. |
He's hearing me
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6:58
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| 9. |
The casino of love
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15:30
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| Gesamtlaufzeit | 59:37 |
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Rezensionen

Zwischen den Veröffentlichungsterminen von Milleniums „Reincarnations“-Album und seinem Nachfolger „deja vu“ liegt keine sehr lange Zeitspanne. Zwischen den jeweiligen Musikstilen dieser beiden Alben liegen ganze Welten – und das, obwohl die Musik beider Alben vorwiegend von Keyboarder Kramarski geschrieben wurde.
Hatte ich mich noch über die gewisse (wenn auch zurückhaltende) Experimentierfreude von „deja vu“ gefreut und als Stilrichtung des Albums nicht einmal „Neoprog“ angegeben, so finde ich mich auf „Reincarnations“ inmitten eines Klangbreis wieder, den – historisch betrachtet – nur die (nicht uneingeschränkt erfreuliche) Entwicklung des Neoprogs möglich machen konnte.
Das heißt nicht einmal, dass die Musik auf „Reincarnations“ buchstäblich schlecht wäre: sie besticht immerhin in jedem Song durch Melodien, die richtig „catchy“ sind, und das wirklich eine geschlagene Stunde lang. Das ganze Album hätte ein Hitlieferant werden können, wenn man mit solcher Musik heutzutage Hits landen könnte. Der Stil bewegt sich eindeutig im AOR-Umfeld, überschreitet diese Grenzen jedoch wenigstens gelegentlich durch typische Neoprog-Elemente; Vieles, was ich hier höre, erinnert an Songs von Alan Parsons aus dessen mittlerer Phase, Manches wird durch dröhnende Gitarren im Gilmour-Stil aufgepeppt (wobei in „Reincarnation Part I“ leider nicht auf die Anlehnung an Pink Floyds „Shine on“-Einleitung verzichtet wird), es gibt auch mal gute Einlagen der akustischen Gitarre („Casino of love“, Mittelteil), und überhaupt lebt der viertelstündige Longtrack „Casino of love“ vor allem von einem harten und spannungsgeladenen Gitarrenriff, das absichtlich ein wenig isoliert im Klangbild steht und zum Hinhören zwingt, weil man als Hörer sofort wissen will, was sich daraus noch entwickeln mag.
Der größte Nachteil ist eindeutig darin zu finden, dass der Sound weitgehend auf sehr weiche Keyboard-Matratzen gebettet wird, die eine so bewegungsarme Grundlage bilden, dass von dort aus keine größeren Sprünge in sperrigere Gefilde mehr möglich sind; das ist auf die Dauer von noch größerem Nachteil als z.B. die breiten orchestralen Keyboardwände, wie sie bei Milleniums Landsleuten „Collage“ üblich sind, denn „Wände“ (um bei dem Bild zu bleiben) lassen sich noch geschickt verschieben, aber diese zu schweren „Matratzen“ kleben geradezu am Boden und bewegen sich auch dann kaum, wenn man drauf herumtobt, so dass einem das Toben bald vergeht. Kurz gesagt, durch diesen abgestumpften Untergrund wird die Musik sehr vorhersehbar in ihrer Entwicklung.
Nun muss man natürlich einräumen, dass die jeweilige Progszene eines Landes nur sehr behutsam aufgebaut werden kann: dass die Szene in Polen überhaupt lebendig ist, ist schon an sich erfreulich, da kann man den Leuten nicht gleich Frickelorgien um die Ohren hauen. Noch erfreulicher ist, wenn eine Band wie Millenium sich weiterentwickelt, und sei es auch nur in vorsichtigen Schritten, die aber hin zu „deja vu“ nicht mehr zu übersehen sind. Ich denke, in der Band steckt noch viel Potential für die Zukunft, aber wem die „deja vu“ schon gefallen hat, sollte in „Reincarnations“ trotzdem lieber erst vorsichtig reinhören, wenn er sich Ähnliches davon verspricht. Und wer AOR/Neoprog-Dunstgemische gar nicht mag, kann es gleich sein lassen.
| Anspieltipp(s): |
„The casino of love“ wegen der ernsthaften Prog-Ambitionen, und danach noch „Light your cigar“, das die mutmaßliche Angst dieser Band vor Überforderung des Hörers ausdrückt; ruhig auch noch „Higher than me“, das ge |
| Vergleichbar mit: |
einem leicht klebrigen Brei, der aber trotzdem ganz gut schmecken kann |
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| Veröffentlicht am: |
24.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
25.11.2004 |
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Auf "Reincarnations" scheint im Vergleich zum Vorgänger "Vocanda" zuerst mal alles beim alten geblieben. Hochmelodisch und eingängig geht's zur Sache, prächtig ist das Zusammenspiel aufeinander abgestimmt. Dieses mal gibt es zudem ein paar Einflüsse der späten Pink Floyd zu hören (vor allem was den Gitarrensound betrifft). Zusätzlich kann man den Songs zu Beginn auch mehr inhaltliche Dichte attestieren.
Doch im weiteren Verlauf der CD wird der Prog-Einfluss immer mehr von melodischem Soft Rock zurückgedrängt. Neben der floydigen Stimmung und entsprechenden Gitarrensounds kommen wesentlich geradegebügeltere Arrangements hinzu. Das ist schöne melodische Rockmusik, sicherlich, aber auch in gewisser Weise zu ereignislos, zu flach, einfach austauschbar. Professionell umgesetzt plätschern die meist in langsamem Midtempo angelegten Lieder vorbei. Da passt es auch ins Bild, dass die Industrieblende das Ende vieler Lieder bedeutet. Schön anzuhören, aber in gewisser Weise auch blutleer.
Dies soll niemanden aber davon abhalten, sich selbst sein Bild von "Reincarnations" zu machen, denn für das, was Millenium stilistisch bieten, machen sie ihre Sache wirklich gut. Wer ein Faible für weichgezeichneten Soft Rock hat, wird sicherlich an diesem Album seine Freunde haben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
10.4.2012 |
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