Caught in the act (DVD)
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Rob Sowden |
vocals |
| John Mitchell |
guitar |
| Clive Nolan |
keyboards |
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| Ian Salmon |
bass |
| Mick Pointer |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Witch hunt
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| 2. |
And angel falls
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| 3. |
Painted man
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| 4. |
This way madness lies
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| 5. |
Spectre at the feast
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| 6. |
Skin game
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| 7. |
Salamander
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| 8. |
Bitter harvest
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| 9. |
City of lanterns
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| 10. |
Riding the tide
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| 11. |
Cutting the cards
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| 12. |
Ascension
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| 13. |
Serenity
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| 14. |
Chosen
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| 15. |
Double vision
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| 16. |
Hanging tree
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| 17. |
(Don't forget to) breathe
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| 18. |
The butterfly man
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| 19. |
Enemy without
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| 20. |
Solomon
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| 21. |
Jericho
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| 22. |
Crying for help VII
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| 23. |
DVD-Bonus
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Rezensionen

Manche Leute haben Talente, auf die niemand Wert legt - ich zum Beispiel :-). Ich bilde mir nämlich ein, ich könnte gut Setlists für Konzerte zusammenstellen, und wenn diese Dienstleistung nachgefragt würde, dann hätte ich gern Arena unter meinen Klienten. Ich stelle mir dann vor, dass die auf mich zukommen und fragen: 'Womit sollen wir anfangen, damit alles besser wird als bisher'?, und ich würde dann ganz blasiert-arrogant eine Augenbraue hochziehen und antworten: 'Egal, womit.'
Die Aufmachung dieser DVD ist exzellent (5.1.-Sound, Breitbild, viele Extras: Interview mit Nolan/Pointer, Band-History, Diskographie, Bildergallerie, gesammeltes Artwork); ich konzentriere mich also nur auf die Setlist:
Da wäre zum Einen die Darbietung des Tour-aktuellen Albums "Contagion": mal ganz abgesehen davon, dass meine Freundin immer sagt, Progger könnten - im Gegensatz zu Grufties - einfach keine düstere Atmosphäre erzeugen, mal ganz abgesehen davon, dass grüne Brille und Latex-Kapuzenmäntel allein keine Botschaft wie 'Die Chemie holt auch dich' rüberbringen können - also wirklich mal abgesehen von visuellen und hier auf DVD verewigten Unzulänglichkeiten der Show-Atmosphäre: ich mag Contagion mehr als manch anderer, der darüber geschrieben hat, aber auch ich finde, die einzelnen Teile daraus wirken manchmal tatsächlich sehr einzeln, abgehackt und zusammengestückelt. Und dieser Eindruck wird bestimmt nicht dadurch besser, dass man das 60-minütige Werk für die Live-Darstellung auf 45 Minuten runterkürzt und alle knappen Songs noch weiter verknappt. In diesem ersten Konzertteil wirkt die Band wie ein Verein von Leuten, die noch nicht recht wissen, was sie spielen sollen und daher alles mal kurz anreißen. Wer Contagion gut kennt, den mag das ja nicht weiter stören, aber für ein Konzert in Krakau hätten die Jungs den begeisterten polnischen Fans ruhig mal das ganze Werk zeigen können.
Danach spielt Mitchell das kurze "Serenity" so, als hätte wer gebrüllt: 'John, mach uns den Gilmour!!' - ich meine, dieses Gitarrenteil aus "Visitor" ist nicht schlecht, aber so aus dem Kontext gerissen wirkt es deplaziert. Und das soll nicht die letzte Visitor-Verhunzung bleiben, das geht so weiter: "Double vision" wird kurze Zeit später wie ein ganz normaler Song gespielt, aber es ist m.E. ein typischer Überleitungs-Track, der seinen Inhalt aus seinem Zusammenhang heraus entfaltet, isoliert wenig Sinn ergibt und eher wie eine seelenlose Nolan-Neoprog-Fingerübung wirkt. Dann folgt das tolle "Hanging tree" in voller Länge, was an sich schon gut ist, aber noch besser wäre, wenn - wie auf dem "Visitor"-Album - danach gleich zu "State of grace" und am besten gleich weiter zu "In the blink of an eye" übergeleitet würde; als Triple-Feature wären die drei Songs ein Knaller, stattdessen folgt mit "(Don?t forget to) breathe" der für meinen Geschmack überflüssigste Visitor-Song überhaupt, gerade geeignet, die mit "Hanging tree" aufgebaute Spannung wieder abzubauen (ich weiß natürlich, dass viele das sicher ganz anders sehen, und dieses hingekotzte "My frieend!!" am Ende ist ja auch wirklich richtig schön Assassing-mäßig).
Aber alles bisher Erwähnte ist noch nicht so schlimm wie die Darbietung von "Enemy within" als vermeintlich letztem Song vor den Zugaben: keine Frage, "Enemy within" ist total super (wenn sich Rob Sowden dabei auch leicht übernimmt), aber es wirkt doch nur richtig, wenn danach die beiden Schlusstracks von "Visitor" folgen: alle drei Songs hintereinander sind die reinste Prog-Abfeier-Orgie, aber wenn "Enemy" einfach abgebrochen wird, kann man ja nur denken, dass das noch nicht alles gewesen sein kann, was den Reiz des Stückes ausmacht.
Zugegeben: "Solomon" und "Jericho" als Longtrack-Zugaben im Doppelpack sind dann natürlich richtig stark, auch die Art, wie "Solomon" im furiosesten Mittelteil von der Lightshow zerfetzt wird, kann mich umhauen, bis dann ganz zum Schluss - wie auch schon auf "Breakfast in Biarritz" - die totale Verballhornung folgt: "Crying for help" als Witznummer, zu der man auch 'Bier her, Bier her, oder ich fall um!' skandieren könnte - das kommt nur noch unter katerigen Übelkeitsgefühlen in meinen Ohren an.
Will einer wissen, wie ich die Setlist gestaltet hätte? Ganz einfach: zuerst die komplette "Contagion", dann die komplette "Visitor", als Zugabe ein Medley aus "Solomon" und der Essenz von "Moviedrome", und als Zugabe zur Zugabe "The healer" - und fast alle wären (hoffentlich) überwältigt nach Hause gegangen. Und ich hätte dann wahrscheinlich noch stundenlang gefachsimpelt, wie man es noch besser hätte machen können und mich gefragt, wieso die nicht einfach mal "Market Square Heroes" spielen (nein, das war jetzt nicht ernst gemeint);-).
| Anspieltipp(s): |
Wie soll man eine DVD schon anspielen? Lohnend wäre aber immerhin, sich mal "Solomon" anzuschauen. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2012 |
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