Frances The Mute
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Universal |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (6 Rezensionen) |
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Besetzung
| Cedric Bixler Zavala |
Vocals |
| Omar A Rodriguez-Lopez |
Guitars |
| Jon Theodore |
Drums |
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| Juan Alderete |
Bass |
| Ikey Owens |
Keyboards |
| Marcel Rodriguez |
Percussion |
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Gastmusiker
| Larry Harlow |
Piano |
| Flea |
Trumpet |
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| John Frusciante |
Guitar |
| Adrian Terrazas |
Sax + Flute |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cygnus... Vismund Cygnus
1. Sarcophagi 2. Umbilical Syllables 3. Facilis Descenus Averni 4. Con Safo
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13:03
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| 2. |
The Widow
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5:51
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| 3. |
L'via L'viaquez
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12:21
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| 4. |
Miranda, That Ghost Just Isn't Holy Anymore
1. Vade Mecum 2. Pour Another Icepick 3. Pisacis (Phra-Men-Ma) 4. Con Safo
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13:10
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| 5. |
Cassandra Gemini
1. Tarantism 2. Plant A Nail In The Navel Stream 3. Faminepulse 4. Multiple Spouse Wounds 5. Sarcophagi
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31:38
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| Gesamtlaufzeit | 76:03 |
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Rezensionen

Wer befürchtete, dass der auf offensichtliche Flirt Mars Voltas mit Progressive Rock auf De-loused in the comatorium eine Eintagsfliege gewesen sein könnte, kann sich beruhigt zurücklehnen - natürlich nur, soweit das Zurücklehnen angesichts der neu vorgelegten musikalischen Tour de Force "Frances The Mute" überhaupt möglich ist: The Mars Volta drehen den Abgedrehtheitsregler hier von 7 locker auf 11, das aber paradoxerweise, in dem sie es im Vergleich zum überaus überdrehten, hektischen Vorgänger endlich gelegentlich ein bisschen ruhiger, aber eben nicht weniger seltsam angehen lassen.
Die Band ist mit "Frances The Mute" endgültig mitten im Prog angekommen. Mehrteilige Longtracks von bis zu einer halben Stunde Laufzeit mit kryptischen Titeln, Teiltiteln und Texten, zyklischer Aufbau (das Album endet mit dem gleichen akustischen Gitarrenpart, mit dem es begann), Zwei-Seiten-Struktur (4 "kürzere" Stücke auf der ersten Seite, ein Longtrack auf der zweiten, das Ganze nur eben in CD-Länge), Coverdesign von Storm Thorgerson (ehemals Hipgnosis), Mellotron, krumme Rhythmen en masse, sprunghafte Wechsel zwischen ruhig-akustisch und treibend-elektrisch, ausufernde Instrumentierung, Wall-Of-Sound-Passagen mit Orchester, ein abgefahrenes Quietsche-Sax-Solo undundund.
In einer seltsamen Mischung aus Unbekümmertheit und Größenwahn mischt die Band wie auf ihrem Debüt ihre heftig rockende Alternative Rock-/Emo-Core-Herkunft mit seltsamem, aufgeblähten Prog, Latin-Elementen und ausufernden Soundspielereien und konsolidiert und erweitert damit ihren ganz eigenen, direkt wiedererkennbaren Sound. Die Produktion hat diesmal Gitarrist Rodriguez-Lopez selbst in die Hand genommen, was dem Album gut getan hat: die Klangwelt von "Frances The Mute" ist ungemein vielschichtig und farbig und wesentlich dynamischer als die des von Rick Rubin bis an die Grenze des Machbaren totkomprimierten "De-Loused". Es wird gerockt, es wird psychedelisch gewabert, es gibt einen Ausflug nach Kuba mit der Salsa-Legende Larry Harlow, Red Hot Chili Peppers Bassist Flea darf in der Single "The Widow" elegisch trompeten, und ein kleines Orchester sorgt zwischendrin immer wieder für orgiastischen Bombast. Sänger Cedric Bixler mit seiner bekannten, hoch-gepressten Stimme wechselt - manchmal in der gleichen Strophe - zwischen englischen und spanischen Texten, wobei ich mir fast wünschen würde, dass Mars Volta komplett in Spanisch arbeiteten, da die spanische Sprachmelodik besser zur Musik und Bixlers Gesang passt und man obendrein auch die englischen Texte nur in den seltensten Fällen ohne genaues Hinhören verstehen kann...
Natürlich funktioniert nicht alles. Manche der immer wieder auftauchenden Waber- und Effekt-Passagen dürften deutlich kürzer sein: gerade der Übergang vom ruhigen "The Widow" zum fast Latin-Funk des eigentlichen Beginns von "L'via L'viaquez" mit drei Minuten elektronischem Gewaber zieht sich gewaltig, ebenso das Gefiepe zwischen "L'via L'viaquez" und "Miranda, That Ghost Just Isn't Holy Anymore". Dazu kommt, dass Gitarrist Rodriguez-Lopez ganz gerne rumfriemelt, aber kein sonderlich inspirierender Solist ist. Auch der Einsatz des Orchesters ist nicht so originell, wie ich es mir wünschen würde: es wird hauptsächlich als nobler Teppichleger in hymnischen Passagen genutzt. Da diese Art des Einsatzes aber punktuell und damit effektiv bleibt, ist das verschwendete Klang-Potential nicht ganz so ärgerlich.
Wie weit kann die Nicht-Prog-Welt der Band auf Ihrem Weg zur Abgedrehtheit folgen? "De-loused in the comatorium" war wohl sowohl kommerziell erfolgreich als auch bei Kritikern beliebt. Ob dies mit dem komplett kompromisslosen "Frances The Mute" genau so sein wird, wage ich nicht vorherzusagen. Musikalisch ist es - trotz der oben angesprochenen kleinen Mäkel - ein mutiges Meisterstück mit Meilenstein-Potential. Die Frage ist nur: Meilenstein auf dem Weg zum Prog-Revival oder auf dem Weg zum Untergang der Band? Für die Prog-Welt dürfte "Frances The Mute" jedenfalls jetzt schon zu den wichtigsten und aufsehenerregendsten Veröffentlichungen des Jahres zählen - zu recht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.2.2005 |
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Es ist ziemlich anstrengend, eine hochkomplexe musikalische Komposition aufmerksam zu verfolgen. Es ist ebenfalls anstrengend, das aufgeregte Kreischen einer topfschlagenden Kinderschar längere Zeit um die Ohren zu haben. In beiden Fällen ist man manchmal froh, wenn es endlich vorbei ist, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Die Frage, ob es sich bei The Mars Volta auf die Dauer um eine wirkliche musikalische Herausforderung oder mehr um hysterische Aufgekratztheit handelt, ist nicht ganz leicht zu beantworten. In jedem Fall spielt auch letzteres auf "Frances The Mute" eine beachtliche Rolle, denn es gibt ohne Zweifel viele Stellen, an denen die Band voller Aufregung leeres Stroh drischt. Diese Schwächen - Udo hat einige bereits angesprochen - summieren sich zu einem grundsätzlichen Problem: Die Band ist derzeit keineswegs in der Lage, lange Stücke wirklich überzeugend zu organisieren. Dazu wäre es notwendig, dass gitarristische Solopassagen nicht in harmlosem Rumgeklimper bestehen, sondern entweder echte Inspiration verraten oder die Komposition weitertreiben. Dass spaceig-psychedelische Klangmalereien nicht so planlos eingestreut und so zeitverbrauchend ausgedehnt werden. Dass Einfälle zu Abläufen werden, statt zu Aneinanderreihungen. Und für meinen Geschmack auch, dass der juvenile Überschwang in den Vocals häufiger mal zu Gesang transformiert wird.
Dennoch leistet die Band auf "Frances The Mute" Beachtliches. Was ich am bemerkenswertesten finde, ist ihre Fähigkeit so unproggig proggig zu sein. Sie arbeitet zwar mit sehr prognahen Mitteln, aber ich bin mir sicher, mancher, der glaubte, ein Liebhaber dieser Musik zu sein, wird bei dem Versuch scheitern, es sich mit "Frances The Mute" behaglich zu machen. Hier wird nicht die ofenwarme Gutshausgemütlichkeit so vieler neuerer Progplatten zelebriert. Romantik aus Mangel an Ideen, Klassizismus als Hohlform und museales in-die-Brust-Werfen - all das kann man The Mars Volta bestimmt nicht vorwerfen. Wohlgemerkt: Damit haben sie weder Rock noch Prog neu erfunden. Aber sie sind dann doch eine musikalische Herausforderung, was um so mehr Gewicht hat, als sie dabei auch noch kommerziell erfolgreich zu sein scheinen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
19.2.2005 |
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Beginnt und endet die CD noch mit einigen Takten im Folkstil, was einen ganz schön in die Irre führen kann, geht es spätestens ab der 2. Minute ganz schön quirlig zur Sache.
Die Musik ist ein Mix aus 30 Jahren Rockmusik: mal freakig a la KC, dann ein paar Takte Led Zeppelin, Krautrockjams, Salsa und elektronische Sounds aus der Mottenkiste in rapiden Wechseln in langen Tracks. Mir hat diese CD ungemein viel Spaß gemacht, je länger die CD dauerte, je mehr fühlte ich mich in die Vergangenheit katapultiert. Besonders der letzte Longtrack ist eine Reise in frühe psychedelische Zeiten und stellenweise in alte GONG-Zeiten. Da stört mich auch der Gitarrist nicht so wie Udo und Ralf, sondern ich freue mich daran, wieder Klänge zu hören, die deutlich an die Frühsiebziger erinnern. Auch der Sänger, obwohl er ziemlich wenig differenziert singt, gefällt mir gut zu dieser überdrehten Musik. Wie Ralf so schön sagte: "Sie haben weder Rock noch Prog neu erfunden" - aber für mich bringen sie alte Zeiten stilecht und modern wieder zu Gehör.
Fazit: Im recht jungen Jahr 2005 die erste positive Überraschung.
| Anspieltipp(s): |
Cassandra Gemini |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
26.2.2005 |
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The Mars Volta sind der größte und hartnäckigste Hype der neueren Prog-Geschichte.
The Mars Volta sind überhaupt keine Prog-Band und spielen auch keinen Prog. Heute weniger denn je.
The Mars Volta sind gleichwohl eine ungemein ideenreiche und ausgefuchste Band der Alternative-/Indie-Rock-Szene. Heute mehr denn je.
Das erste Mal stieß ich auf die Band als ich mir im Juni 2003 vornahm, mal die VISIONS-Szene kennenzulernen, d.h. Musik, die in jener Zeitschrift heiß gehandelt wird. Da war etwa immer wieder von Turbonegro die Rede. Aber das herausragende Album der Juli-Ausgabe, die ich Ende Juni im Urlaub las, war zweifelsohne The Mars Volta. Und da stand dann auch – oh Wunder! – etwas von Bezügen zum Progressive Rock. Keuch! Wenn das nicht ein Wink des Schicksals war. Wieder zu Hause sprach mich ein Kollege von einem Prog-Magazin an, was ich denn von The Mars Volta halten würde. Ich konnte leider auch nur auf meinen Leseeindruck verweisen. War jedenfalls klar, dass diese Scheibe ein Augenmerk verdient hatte. Kurz darauf war der erste euphorische Beitrag auf den Babyblauen zu lesen.
Ich hörte mir die Scheibe, die nun von allen Seiten hoch gepriesen worden war und noch im Juli zum ersten TIPP DES MONATS auf den Babyblauen wurde, also an. Und ich fand sie - interessant. Ja, so konnte ich mir das VISIONS-Universum vorstellen. Aber Prog? Jaaa. Mit etwas gutem Willen konnte man da schon immer mal wieder Anleihen feststellen. Aber Prog war gewiss nicht die einzige Inspirationsquelle dieser Musik, sondern nur eine unter vielen. Von dauerhaftem Hörgenuss hielt mich jedoch vor allem die zumeist nervöse Stimmung des Albums und der absolut nervige Gesang ab. Diese Scheibe hat nie den Weg in die Artrock-Abteilung meiner Sammlung, geschweige denn die Prog-Ecke gefunden. Ist ja auch tatsächlich eine Empfehlung aus der Alternative-Ecke und das Prädikat „progressive“ wurde dort geprägt. Was der Alternative-Rocker für Progressive Rock hält ist aber mitunter schon eine Ecke weit von dem entfernt, was der gemeine Proggie dafür hält (vgl. z.B. auch das epochale "Prog"-Album Blueberry Boat von The Fiery Furnaces aus dem Jahr 2004).
Nun gibt es aber unterschiedliche Gründe, warum man Frances The Mute gut finden kann.
Etwa weil man es für ein Prog-Album hält. Dafür sprechen gewisse formale Kriterien: die Songs sind fast alle ziemlich lang, z.T. sogar in mehrere Teile aufgeteilt; es herrscht relativ großer Abwechslungsreichtum auf dem Album vor, mehr als auf dem Vorgänger; das Album wirkt sehr kunstvoll bis hin zum Cover von Ex-Hipgnosis Thorgerson; ein Mellotron wird flächig eingesetzt, weckt dadurch beim Proggie Erinnerungen an King Crimson; es gibt langatmige Synthiespielereien; und dann gibt es Teile des Albums, die an die spacige Psychedelic Anfang der 70-er erinnern. Irgendwie sollen auch noch Erinnerungen an Pink Floyd, Yes, Van der Graaf Generator etc. geweckt werden. Ein entsprechendes musikalisches Feeling will sich bei mir jedoch nicht so richtig einstellen.
Man kann das Album aber auch gut finden, weil da dieser nervöse, funkige Alternative-Sound, der mich persönlich eher an die Red Hot Chili Peppers als an Yes, King Crimson oder Pink Floyd erinnert, mit einem kräftigen Schuss Mexicana (Calexico verschärft) und einer ganzen Menge US-Acid-Rock der End-60-er wie auch spaciger Psychedelic Anfang der 70-er angereichert wird. Außerdem gibt es immer wieder Teile, in denen sich der Gesang, der insgesamt erstaunlich gut hörbar klingt (!) nicht ständig nervös überschlägt. Die Grundstimmung des Album ist also eine, die man als dem wilden amerikanischen Acid-Rock verwandt beschreiben kann, der nichts von der Marshmallowhaftigkeit der britischen Psychdelic hat. Und das hat dann alles eigentlich relativ wenig mit Prog zu tun, aber sehr viel mit geilem, feurigem und zugleich häufig gut durchdachtem Retro-Rock.
Zunächst bin ich aber enttäuscht. Denn Frances The Mute beginnt mit Cygnus genauso nervig wie Deloused... endete. Aber bereits das finster-lockende The Widow mit einsamer Trompete und ganz tiefem Bluesfeeling setzt andere Akzente. Leider nur für etwas über 3 Minuten. Dann folgt nämlich ein fast ebenso langes, unmotiviertes Wabern, das ich nicht unbedingt für eine der Stärken der Band halte.
L’Via L’Viaquez hingegen überzeugt in voller Länge. Ein Teil in fetzigem Latino-Rock-Rhythmus, schön dreckig gespielt und gesungen – vielleicht sollte The Mars Volta es mal öfter auf spanisch versuchen und damit vielleicht mal einen Sommerhit landen -, wechselt mit einem bedrohlich ruhigen, geflüsterten Salsa-Teil auf englisch. Dabei verschwimmt dieser Teil gesanglich immer mehr bis er sich schließlich aufgelöst hat und nur noch die psychedelischen Vöglein zwitschern.
Nach langer, wenn man will crimson-mäßiger Einleitung (vgl. Sailor’s Tale, muss man aber nicht) geht der Song Miranda... verhalten psychedelisierend mit einnehmend hübscher Melodie los und steigert sich zu seinem Höhepunkt. Immer dabei dieser trendige Mexicana-Einschlag an der Trompete, der sich jedoch hier ein wenig orientierungslos verläuft. Ein wenig hat man den Eindruck, dass das Konzept mit den langen Songs die Band doch ein wenig überfordert. Aber weil eben alles irgendwie psychedelisch sein soll, muss das wohl so sein.
Cassandra Gemini bricht schließlich mit Urgewalt auf den momentan ein wenig gelangweilten Hörer herein und stellt den psychedelischen Höhepunkt der Scheibe dar. In 5 Teilen, von denen 8 anwählbar sind, wird einem die ganze Wucht der wüstesten Spielarten der Psychedelic bis hin zur hemmungslosen Aggressivität des „Guerilla-Rock“ der MC 5 in atemraubender Länge um die Ohren geschlagen. So die Art Pink Floyd, aber mit Interstellar Overdrive!, meet Grateful Dead meet Gong. Ganz starkes Zeug.
The Mars Volta ist ein gegenüber dem Debut sehr unterschiedliches Folgealbum gelungen. Eine außergewöhnliche Verbindung von trashigem, mexikanischem Rocksound und amerikanisch geprägter Psychedelic. Ein spaßiges Album, trotz einiger Längen.
| Anspieltipp(s): |
L’Via |
| Vergleichbar mit: |
Red Hot Chili Peppers, Calexico, Grateful Dead, MC5 |
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| Veröffentlicht am: |
12.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.7.2007 |
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Ein hartes Brot, was die TExMEx Fraktion hier serviert. The Mars Volta gehörten mit ihrem Debüt zu den Überraschungen der letzten Jahre für mich. Diese Power, der Spaß, dazu ein vollkommen neues Soundgewand - klasse. Mit Frances The Mute tue ich mich hingegen viel schwerer.
Im Vergleich zum Debüt ist Frances sicherlich wesentlich abwechslungsreicher, bedient mehr Facetten und hat mehr Tempowechsel (das powert eben nicht von Anfang bis Ende). Leider ist das Album zu lang - oder sollte ich besser sagen, zu aufgeblasen? Egal wie, zahlreiche Passagen hätte man sich sparen können (Was sollen z.B. die drei Minuten Schwachsinn am Ende von The Widow? Und Miranda... erschließt sich mir fast gar nicht). Man hätte das Ganze auf - sagen wir - 55-60 Minuten runterbrechen können. Wollte man offensichtlich aber nicht und so bleibt Frances The Mute geringfügig im experimentellen Psycho-Wahnsinn hängen. Komischerweise nervte mich bei Frances anfangs auch mal wieder der Gesang, was, so konnte ich feststellen aber mal wieder ein Gewöhnungsfaktor ist und mittlerweile nicht mehr stört.
Gewöhnung ist auch das verdreht psychedelische und teilweise sehr verkopfte Musizieren der Jungs. Interessant aber, weil man immer wieder viel entdecken kann. Einige tolle Passagen enthält das Album schon. Insbesondere der abschließende gut halbstündige Longtrack Cassandra Geminni ist bei nähere Betrachtung ziemliches Getüftel und beinhaltet einige fantastische Passagen, die die Band von ihrer besten Seite zeigt.
Ich bin hin und her gerissen von Frances The Mute. Einige Passagen erschließen sich mir nicht. Zudem wird zuviel Zeit zugeschustert, was dem Album etwas den Fluss raubt (Beim Debüt wären kleinere solcher Passagen zum Verschnaufen mal gut gewesen). Somit stellt das Album aus meiner Sicht nur einen Versuch dar, aus den Kritiken der ersten Scheibe einen Schluss zu ziehen und ins andere Extrem zu wechseln. Wenn man dann also beim dritten Album einen goldenen Mittelweg findet, dann sollte uns schon heute ein Kracher bevorstehen. Derzeit muss ich leider sagen, dass Frances The Mute leider meine Erwartungen nur teilweise erfüllt.
| Anspieltipp(s): |
L'Via L'Viaquez, Cassandra Geminni |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.3.2005 |
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WALT DISNEY'S LUSTIGES TASCHENBUCH Nr. 826 "Gaukeleys Teufeley?
Inhaltsangabe: Minni hat Micky rausgeworfen. Hochfrustriert besucht er seinen Kumpel Donald, um sich mal ordentlich zu besaufen. In schönster Schnapslaune beschließen die beiden, eine Band zu gründen. Micky soll singen. Donald ist auch irgendwie dabei. Sie hören sich durch Donalds große Plattensammlung der 70er, nehmen sich zur Inspiration alles auf Tape auf, was ihnen nur irgendwie gefällt, gehen ins Studio, basteln das zu eigenen Songs zusammen und nennen die Platte ?Franzi die schweigende Kröte?.
Daisy findet die fertige Platte beim Saubermachen, bringt sie Dagobert Duck und der macht ja bekannterweise aus jedem Mist noch Gold.
Er engagiert den Journalisten Gustav Gans. Der bastelt schöne Märchen rund um die Band, erzählt diese jedem der es wissen möchte oder auch nicht, und alle alle anderen Journalisten der bekannten Welt sind berührt von diesen herzallerliebsten Geschichten und erkennen die Schönheit dieser edlen Kompositionen.
Aber niemand weiß, dass Gustav Gans eigentlich die böse Zauberin Gundel Gaukeley ist, die mit diesem teuflisch-hexischen Höllenkrach ganz Entenhausen in ihre Gewalt bringen will.
Nur ein alter, in Entenhausen noch gänzlich unbekannter Zauberer namens Jürgos Gallduckera hat noch Ohren, um zu hören. Wie er die Farce um Franzi die Kröte entlarvt, erfahrt ihr in LTB Nr. 827, in vier Jahren an eurem Kiosk.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
anderen LTB Geschichten |
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| Veröffentlicht am: |
19.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
19.12.2006 |
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