At the Grand Opera House (DVD)
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Bryan Josh |
lead vocals, lead electric and acoustic guitars |
| Heather Findlay |
lead vocals, acoustic guitar, whistle, bodhran, tambourines |
| Iain Jennings |
keyboards, backing vocals, string arrangements |
| Jonathan Blackmore |
drums |
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| Liam Davison |
slide, electric and acoustic guitars, backing vocals, E-bow |
| Andy Smith |
bass guitar |
| Angela Goldthorpe |
flute, recorders, backing vocals, keyboards, string arrangements |
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Gastmusiker
| Troy Donockley |
Uillean pipes, low whistles, Bouzouki, electric guitars |
| Members of The Micklegate Singers |
choir |
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| 'Synthesis' String Quartet |
violins, viola, cello |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Caught in a fold
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| 2. |
The dark before the dawn
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| 3. |
Answer the question
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| 4. |
Goodbye alone
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| 5. |
Passengers
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| 6. |
Distant train
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| 7. |
The gap is too wide
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| 8. |
Bitterness burnt
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| 9. |
Never the rainbow
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| 10. |
Smoke on the water
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| 11. |
Comfortably numb
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| 12. |
Pass the clock
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| 13. |
Behind the scenes
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| 14. |
Concert Projection Films
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Rezensionen

Nach der von mir bemängelten Öde ihrer ?Next chapter?-DVD präsentierten die Queens and Kings des ?Pink Folk? endlich wieder einen richtig großen Wurf und ließen sich im ?Großen Opernhaus? von York filmen. Gute Nachricht vorweg: das Konzert (ja, es ist ein solches, richtiges, kein zusammenhangsloses Stückwerk!) hat keineswegs eine steife Opern-Atmosphäre, nur der Saal ist eben ein Opernhaus, aber es herrscht lockere Stimmung und das Publikum begeistert sich ganz freiwillig und ohne Zwang: kein Wunder, hier wird was geboten!
Nun beginnt zwar erstmal alles wie üblich: Das Konzert-Intro zeigt im Zeitraffer, wie sich der Saal füllt (ich wünschte, in Wirklichkeit fingen Konzerte auch so zügig an), wieder kommen kurze Interview-Fetzen, aber schon gleich mit ?Caught in a fold? geht?s in medias res: da hat die Heather einen wirklich tollen Song für das ?Passengers?-Album geschrieben, der auch Live gut rüberkommt (ich hatte das geahnt). Toll ist auch der Übergang zu ?Answer the question? ? jetzt scheint die Band verinnerlicht zu haben, was gute Konzerte ausmacht: nicht immer nur ?Song by song?-Hausmannskost mit Pausenbrot, sondern möglichst nahtlose Übergänge.
Dann folgt mit ?Goodbye alone? der erste Song, zu dem auf der Leinwand hinter der Bühne eine Story in Bildern erzählt wird ? in diesem Fall natürlich zum Thema ?Tolkien?. In ähnlicher Bildbegleitung wird der Song ?Passengers? vorgeführt (mit den Weltallbildern, die auch schon der dazugehörige Promo-Film auf der vorausgegangenen DVD gezeigt hatte), und das Instrumentalstück ?Distant Train? wird mit Bildern aus dem Fritz-Lang-Klassiker ?Metropolis? augen- und ohrgerecht serviert. Und wer die Bilder ungestört genießen will, kann sich im Bonusbereich der DVD die dazugehörenden Filme auch ohne Bühne anschauen; das nenne ich eine gelungene Nutzung der DVD-Vorteile.
Natürlich muss die Leinwand auch für Wolkenbilder herhalten, wie sie zu ?The gap is too wide? bereits auf der ?Next chapter?-DVD zu sehen waren. Dieser Song (von Jennings geschrieben) fällt in die Rubrik ?Trauerarbeit? (er entstand zum Andenken an Jennings? verstorbene Mutter), und der ist m.E. schon irgendwie zu lang, zu atmosphärisch, zu gewollt transzendental ? ich glaube, nur Keyboarder können solche Musik schreiben (und tun es manchmal etwas zu ausgiebig). Immerhin bietet sein Rahmen hier aber Gelegenheit, auch die zusätzlichen Musiker (Streicher und Chor) optisch angemessen in Szene zu setzen, und in diesem Sinne ist das schon okay. Auch gelegentlich wieder vorkommende Proben-Bilder will ich hier mal nicht als störend klassifizieren: in ihnen werden nämlich ebenfalls die Streicher gezeigt.
Irgendwann ist es dann so weit: ?It?s time to rock!? Mit dieser Ankündigung kann es von dieser Band nur ?Never the rainbow? geben! Okay, das kommt gut; der Song besticht Live vor allem durch ein tolles Orgelsolo von Jennings, die Lightshow wirbelt nur so durch die Ecken, und die Heather hat sich inzwischen umgezogen, trägt jetzt ein rotes Corsagenkleid und einen Hut auf dem Kopf und sieht mal wieder umwerfend aus (vor allem natürlich wegen des Hutes?:-)). Ich glaube, ich muss ihr mal eine Mail schicken mit den Worten ?I know what I like (in your wardrobe)?.
Ja, und dann nähert sich die Show auch schon ihrem denkwürdigen Ende entgegen: es wird weitergerockt, und zwar mit dem unsterblichen Deep Purple-Klassiker ?Smoke on the water?. Nun gut, diesen Song spielt wirklich jede Schülerband, und jedes Mal kann man sich fragen, ob denen denn nichts Anderes einfällt, aber für Mostly Autumn ist das schon was Außergewöhnliches, und die Heather singt das total überzeugend; damit nicht genug, hat die Band in Gestalt des Multiinstrumentalisten Troy Donockley, der jetzt eine zusätzliche Gitarre spielt, die nötige Rockbasis für den Song geschaffen ? gestützt durch zusätzliche Keyboards (gespielt von der Angela) und eine Suchscheinwerfer-Lightshow. Das ist so toll, dass an dieser Stelle das Konzert hätte enden dürfen, getreu nach dem Motto ?Wenn?s am schönsten ist, soll man aufhören?.
Aber dann muss natürlich noch ein Pink Floyd-Cover her, und es gibt ?Comfortably numb?. Hm, könnte sich der Pink Folk-Fan nun denken ? wieso eigentlich nicht? Die Gründe sind ganz einfach: in ihren eigenen Werken mögen sich Mostly Autumn an Pink Floyd anlehnen, so viel sie wollen ? covern können sie sie nicht. Der Sound kommt dünn, Heathers Stimme passt gar nicht rein (sie sollte den Job komplett Bryan Josh überlassen), der Schrei nach dem Nadelstich (?just a little pin-prick?) wird hier mit einer Art Instrumental-Tusch total verkitscht und verkleistert, und der Schlussteil ist so schleppend-bieder, als würde eine Armee von Schnecken über Gitarrensaiten kriechen. Das alles überzeugt mich so wenig, dass ich unbedingt die DVD sehen muss, auf der Mostly Autumn NUR Coverversionen von Floyd zeigen!
Den endgültigen Schluss bildet das mehrteilige ?Pass the clock?: nicht schlecht ist das, denn der Song wartet mit mehr Material auf, als man ihm am Anfang zutraut. Schade ist nur, dass besagter Multiinstrumentalist Donockley hier recht nette Pipes spielt, die wegen der Abmischung aber kaum zu hören sind.
Und wenn dann wirklich Schluss ist, kommt noch eine witzige filmische Idee: die Band geht in den Backstage-Bereich, die Kamera folgt ihr, es wird angestoßen, und der Zuschauer kommt sich vor, als hätte er einen Pass für das Allerheiligste. Dazu passt auch, dass die DVD so programmiert ist, dass man danach unmittelbar in das Menü geleitet wird, das einen in die Backstage-Dokumentation befördert?
Abschließend urteile ich, dass der Mostly-Autumn-Fan diese Scheibe haben sollte ? vorausgesetzt, er steht mehr auf Konzertmitschnitte als auf Videos. In der Soundabmischung schätze ich das Album zumindest als befriedigend ein, in der Bildregie als vorbildlich.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2005 |
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