Family Shot
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Marvel Of Beauty Records |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Pierre Tassone |
Processed Violin, Percussion |
| Kim Menzer |
Clarinet, Trombone, Strange Flute |
| Robin Taylor |
Guitars, Loops, Manipulations |
|
| Peter Friis Nielsen |
Bass Guitar |
| Lars Juul |
Drums, Objects |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Strategy
|
2:26
|
| 2. |
M'Fisto Rubberphunk
|
15:09
|
| 3. |
Angel Stairs
|
3:37
|
| 4. |
Nine Nice 'n' Easy Pieces
1. First Piece 0:23 2. Second Piece 0:20 3. Third Piece 0:20 4. Fourth Piece 0:31 5. Fifth Piece 0:40 6. Sixth Piece 1:12 7. Seventh Piece 0:48 8. Eight Piece 1:36 9. Ninth Piece 3:55
|
|
| 5. |
Like a Nervous Car Wreck
|
4:05
|
| 6. |
The Elephant Cure
|
7:19
|
| 7. |
Z Return
|
13:05
|
| Gesamtlaufzeit | 55:26 |
|
|
Rezensionen

Ein neues Jahr, eine neue CD von Taylor's Free Universe (TFU). Die Frequenz mit der Robin Taylor Tonträger auf den Markt wirft - sei es unter seinem Namen, als Taylor's Universe oder Taylor's Free Universe - ist erstaunlich hoch. 12 CDs hat Taylor seit 1996 auf seinem Marvel Of Beauty-Label veröffentlicht. "Family Shot", das vierte Album von TFU, ist Silberling Nummer 13.
Wie die drei Vorgängeralben, bietet auch "Family Shot" freie Improvisationen, live - diesmal wieder in einem Studio - eingespielt, irgendwo im Grenzbereich von Jazz, Rock und Avantgarde. Weniger elektronisch ist das Album geworden, spielen elektronische Klänge und Samples keine so bedeutende Rolle mehr, wie noch auf "File Under Extreme" oder "9 Eleven". Dafür hat Taylor den Bläser gewechselt. Statt Karsten Vogel bebläst nun dessen ehemaliger Kollege bei Burnin Red Ivanhoe, Kim Menzer, Klarinette und Posaune. Gerade letzteres Instrument verleiht den Stücken ein erfrischendes, neues Klangelement.
Im Zentrum der Musik steht Peter Friis Nielsen, der mit seinem Bass das Gerüst liefert, um das herum die anderen Musiker improvisieren. Um seine blubbernden, stotternden und knatternden Basslinien weben sich die amplifizierten Violinenklänge von Tassone, ambientartige Gitarrensoundscapes und allerlei Geplinge von Taylor, elegisches Klarinettentröten, bzw. knurrende und brummende Possounenstösse von Menzer, unterlegt mit dem vielseitigen Geklapper und Gepolter Lars Juuls. Mitunter setzt der Bass auch aus und einer der restlichen Musiker schwingt sich zu einem Solo auf. Sehr heftig wird die Musik bisweilen, erreicht bedrohliche, hypnotische Intensität, schwillt aber oft auch zu einem filigranen Klangschweben ab, verliert aber nie an Spannung und Dichte. Alles in allem ist das Gebotene ausgesprochen formlos, wird frei durcheinander, miteinander und umeinader herum musiziert.
Wem die drei Vorgängerscheiben von TFU gefallen haben, der wird auch mit "Family Shots" nichts falsch machen, wenn er sich denn mehr von solcher frei-improvisierten Musik zulegen möchte. Aber auch als Einstiegsplatte in die Welt von TFU, oder die des "Free-Rocks", eignet sich das Album durchaus. Erstaunlicherweise wird es auf der Platte nämlich nie allzu schräg oder wüst, spielt sich die Musik in einem eigenartigen, melodischen Rahmen ab, der auch eher "konservativen" Proggern die Gewöhnung an freie Klang-Improvisationen etwas erleichtern sollte (etwas guten Willen und Interesse allerdings vorausgesetzt). Tolle Platte!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
4.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.5.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Free Universe
Zum Seitenanfang
|