Inferno
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Scott Mosher |
guitar, synth, programming, sequencing, voice, percussion, images, words, production |
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Gastmusiker
| Todd Corsa |
lead vocals (2,4,5,8,9,10), additional guitar (7,10) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Descent
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2:00
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| 2. |
Inferno
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3:38
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| 3. |
Dark Sun
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4:18
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| 4. |
Mindfield
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4:18
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| 5. |
Left Behind
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4:37
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| 6. |
Exile
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8:57
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| 7. |
Engines of Industry
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5:26
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| 8. |
Look Into You
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5:43
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| 9. |
Ghostland
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4:27
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| 10. |
The World Fades To Gray
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11:08
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| 11. |
Season of Fire
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6:57
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| Gesamtlaufzeit | 61:29 |
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Rezensionen

Scott Mosher... das ist mal ein Name, oder? Wer jetzt allerdings an Nackenbrecher und wehende Haarschöpfe denkt, liegt leider (?) ein Stück weit falsch. Scott Mosher ist einer dieser Einzelkämpfer, die anscheinend gerade der progressive Rock immer wieder gerne hervorbringt. Und nachdem Technik zunehmend einfacher und erschwinglicher wird, können diese Künstler ihre Ideen im Alleingang auch immer besser umsetzen.
So macht Scott Mosher auf diesem Album, im übrigen schon seinem dritten Werk, so ziemlich alles selbst. Da er neben Musik auch auf dem Gebiet von Grafik und Design künstlerisch tätig ist, hat er auch das optische Erscheinungsbild seines Werks selbst gestaltet. Lediglich auf ein paar Songs ist mit Todd Corsa ein Gastmusiker dabei, der dann meist singt, gelegentlich auch ein Gitarrensolo beisteuert. Die beiden früheren Alben von Mosher sind mir unbekannt.
Scott Mosher beschreibt seine Musik als Mischung von ProgMetal und Ambient-Musik gepaart mit moderner Elektronik (so zumindest die Werbung im Internet). Kurz und prägnant: Ambient. Progressive. Melodic.Heavy.Rock. Nun, das klang so interessant, dass ich mir das Album einfach mal zugelegt habe...
...ProgMetal? Nun ja, ab und an darf die Gitarre schon mal riffen, aber von ProgMetal ist auf diesem Album keine Spur. Scott Mosher pflegt eher einen gewissen Hang zum NeoProg mit ordentlich Keyboard-Bombast. Die Tasten türmen wirklich unglaubliche Schichten über Schichten auf, ja bilden förmlich Klangkathedralen. Das ist schon ziemlich gelungen. Dazu spielen die Gitarren meist sehr melodische bis elegische Soli. Auch das nicht schlecht.
Trotzdem kommt das Album nicht richtig in Schwung. Das liegt zum einen am Drumcomputer. Gerade in den ersten Tracks ist das synthetische Geklopfe ziemlich nervig und auch einigermassen einfallslos programmiert. Auch die Kompositionen sind anscheinend nicht das Gelbe vom Ei, denn ich ertappe mich regelmässig dabei, dass ich, selbst bei bewusstem Zuhören, von der Musik nichts mitbekomme. Die Musik fesselt einfach nicht und rauscht an einem vorbei, und ehe es man sich versieht, ist man im 5. Track angekommen.
Dann wird es allerdings besser. Schon "Left Behind" hat so seine Momente, die einen plötzlich wieder aufmerksam lassen werden. Mit "Exile" kommt dann der erste richtig starke Track des Albums. Plötzlich haben die Songs Atmosphäre. Die Soundwälle erschlagen einen nicht, sondern hüllen einen wohlig ein. Während die Gitarren fröhlich die Ohren kitzeln. Die Songs kommen ein Stück weit düsterer, bedrohlicher aus den Boxen, was ihnen nur gut tut.
Moshers Idee, seinen instrumentalen Orgien etwas Gesang zur Seite zu stellen, ist sicherlich gut. Leider ist Todd Corsa nicht die Stimme dafür. Allzu ausdrucks- und schwunglos kommt der Gesang daher. So kann Corsa leider nicht die benötigten Akzente setzen. Dafür spielt er allerdings ein paar wirklich schöne Gitarrensoli.
Auch wenn die CD ab "Exile" immer besser wird und schliesslich mit "Ghostland" so eine Art Ohrwurm produziert sowie mit dem sozusagen abschliessenden Longtrack "The World Fades To Gray" richtig zu beeindrucken weiss, bleibt der Endeindruck doch etwas durchwachsen. So ganz kann Scott Mosher Musik nicht überzeugen und fesseln. Der letze Track ist ein Remix eines Titels vom Vorgängeralbum, der eher verzichtbar gewesen wäre.
Ich könnte mir vorstellen, das NeoProg-Afficinados mit einem gewissen Hang zu Bombast und milder Härte (Arena-Fans?) oder z.B. Anhänger der Schweizer Metamorphosis, um mal einen (sehr) vagen Vergleich zu wagen, durchaus gefallen an Scott Moshers Werk finden könnten. Antesten schadet nicht ;-)
| Anspieltipp(s): |
Ghostland, Exile |
| Vergleichbar mit: |
sehr vage, und eher von der musikalischen Stimmung her: Metamorphosis, aber ohne den Floyd-Touch |
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| Veröffentlicht am: |
13.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.5.2005 |
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Der Schritt von "Virtuality" zu "Inferno" ist nicht so groß wie der zwischen Scott Moshers ersten beiden CD-Veröffentlichungen. Im wesentlichen ist er seinem Stil treu geblieben. Die Gitarren werden jetzt etwas härter gespielt (was gut ist) und der Sequenzer wird versierter und nicht mehr ganz so aufdringlich eingesetzt. Somit resultiert insgesamt ein rockigerer Stil, der aber noch lange nicht im Prog Metal angekommen ist. Insbesondere wenn Todd Corsa singt, möchte man die Musik eher in den AOR-Bereich stecken.
Das Ergebnis ist noch einen Ticken besser ausgefallen als der Vorgänger "Virtuality". Leider verhindern die nach wie vor programmierten Drums eine bessere Benotung.
Auch dieses Album gibt es noch als gepresste CD mit 12-seitigem Booklet zu kaufen. Scott Mosher stellt es aber auch als kostenlosen MP3-Download auf seiner Homepage bereit.
| Anspieltipp(s): |
Ghostland |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
4.1.2008 |
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