Nostradamus - The Fate Of Man
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Ton Scherpenzeel |
keyboards, backing vocals, bass guitar, accordeon, music, lyrics |
| Pim Koopman |
drums, backing vocals, keyboards, guitar, percussion, music |
| Bert Heerink |
lead vocals (The Astrologer) |
| Rob Vunderink |
lead vocals (The Opponent), guitar |
| Monique van der Ster |
lead and backing vocals (The Queen) |
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| Edward Reekers |
lead and backing vocals, voice over (The Monk) |
| Syb van der Ploeg |
lead and backing vocals (The Scientist) |
| Cindy Oudshoorn |
lead and backing vocals (The Astrologer's Second Wife) |
| Joost Vergoossen |
electric and acoustic guitar, strings arrangement |
| Irene Linders |
lyrics, script |
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Gastmusiker
| Marjolein Teepen |
vocals (The Flying Squadron) |
| Eddy Koopman |
percussion |
| Rens van der Zalm |
fiddle |
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| The Nostradamus Choir |
vocals (The People) |
| Valentijn Achterberg |
voice (The Boy) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The secret study
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1:46
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| 2. |
Overture - A strange and cryptic tale
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3:03
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| 3. |
Friend of the stars 1
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4:17
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| 4. |
Celestial science
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3:50
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| 5. |
The student
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1:22
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| 6. |
Dance of death 1
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3:24
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| 7. |
Fresh air, running water, rose pills
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4:09
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| 8. |
The monk's comment 1
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0:43
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| 9. |
Seekers of truth 1
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4:14
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| 10. |
Dance of death 2
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1:04
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| 11. |
Save my wife
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5:24
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| 12. |
The monk's comment 2
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0:30
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| 13. |
Pagan's paradise
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4:23
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| 14. |
The inquisition
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5:31
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| 15. |
The wandering years
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4:41
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| 16. |
The monk's comment 3
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0:48
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| 17. |
If history was mine alone
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2:57
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| 18. |
Friend of the stars 2
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0:37
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| Gesamtlaufzeit | 52:43 |
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| Disc 2 |
| 1. |
A man with remarkable talents
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3:30
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| 2. |
Settle down
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4:21
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| 3. |
The monk's comment 4
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0:41
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| 4. |
The flying squadron
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4:14
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| 5. |
Dance of mirrors
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3:22
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| 6. |
A royal invitation
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1:15
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| 7. |
A cruel death / The monk's comment 5
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3:57
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| 8. |
Tell me all
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3:27
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| 9. |
The tournament
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4:12
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| 10. |
The golden cage
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2:08
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| 11. |
Seekers of truth 2
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2:00
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| 12. |
Living in two realities
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4:11
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| 13. |
Act of despair
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4:22
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| 14. |
The secret study 2
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1:41
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| 15. |
The centuries
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5:03
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| 16. |
(You won't find me) alive at sunrise
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3:19
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| 17. |
Friend of the stars 3
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1:13
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| 18. |
Epilogue - The fate of man
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2:57
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| Gesamtlaufzeit | 55:53 |
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Rezensionen

Neulich im 16. Jahrhundert, als Prognosen noch Prophezeiungen hießen, gab sich ein gewisser Arzt namens Michel de Notre Dame den latinisierten Namen Nostradamus und gelangte zu (nur teilweise?) berechtigter Berühmtheit. Heute im 21. Jahrhundert prophezeit kaum noch einer irgendwas, aber prognostizieren tun alle, auch die BBS, bei denen die Betonung natürlich auf der Vorsilbe ?prog-? liegt. Meine Prognose lautet: wer sich?s in der Progszene leisten kann, wird auch weiterhin solche Großepen wie dieses über Nostradamus inszenieren ? und sollte er es auch vor allem deshalb tun, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Die wird sich aber in Grenzen halten, weil es einfach zu viel von jeder Art von Musik gibt und weil immer weniger Hörer für die Beschäftigung mit abendfüllenden Hörprogrammen die Zeit aufbringen werden ? selbst wenn die DVD dazu bald nachgereicht wird, wie es bei Kayaks ?Merlin? der Fall war und nach dem Gesetz der Serie auch bei ?Nostradamus? nicht anders kommen kann.
Und damit bin ich mit meinen skeptisch-kritischen Bemerkungen auch schon am Ende; alle anderen Vorbehalte beim Anblick dieses Albums habe ich inzwischen überwunden. Und ich hatte schon so einige: wieder mal ein doppeltes Konzeptalbum mit historischem Thema, wahrscheinlich voller Musical-Kitsch, und dann nur Shorttracks ? Na ja, dachte ich, das ist bestimmt nicht mal was für die BBS, aber anhören muss ich mir so was ja trotzdem immer, weil ich es nicht lassen kann ? und siehe da: meine Musical-Vorahnung war nicht falsch, und das Album zündet trotzdem. Und es ist auch Prog?(manchmal).
So sehr es mich selbst verwundert: Kayak haben es in ihrem zweiten Frühling geschafft, sich langsam neu zu erfinden und ihrer Musik trotz bleischwerem Pathos immer wieder auch lebhafte Frischzellen zu verpassen; man könnte auch sagen: sie sind heute in ihren besten Jahren nicht wesentlich anders als in ihren starken Jahren des Anfangs. Natürlich klingt ihr Sound seit 2000 teuerer und ausufernder, aber als gesetzter Herr will man ja auch keine Rostlaube mehr fahren.
Wer sich jetzt denken kann, was ihn auf diesem Album erwartet, wird wahrscheinlich Recht behalten: musikalisch spürt man hier keinerlei Berührungsängste zum Kitsch, dafür aber eine höchst unterhaltsame Mischung aus proggigen Soli, poppigen Rhythmen, sakralen Chören, hitverdächtigen Refrains, schmissigen Folkeinlagen, eingängigen Lyrics und melodieseligen Balladen, und da sich das alles so schön rund umeinander dreht, fällt kaum auf, wie short diese Tracks in Wirklichkeit sind.
Der Musical-Eindruck entsteht vor allem durch die im Sinne der Story verteilten Rollen und manchmal durch den musical-typischen Gesangsstil, wenn er sich zwischen Opern-Ambitionen und Pop-Griffigkeit ansiedelt.
Als besonders meisterhaft schätze ich hier etwas Nicht-Musikalisches ein, nämlich den Erzählstil der Story: Kayak leisten sich eine ungewöhnliche, aber dennoch fundierte Perspektive, die auf den Forschungen eines Professors namens Rudy Cambier beruht: demnach habe Nostradamus 1540 in der Abtei von Cambron die Schriften eines Mönchs aus dem 14. Jahrhundert entdeckt und später unter eigenem Namen veröffentlicht. Cambier begründet diese Annahme aufgrund sprachhistorischer Anhaltspunkte im Text, aber auch aus Nostradamus? Biographie heraus macht es Sinn: nach Verlust seiner ersten Familie durch die Pest, nach der Bedrohung durch die Inquisition und nach den dadurch erzwungenen Wanderjahren hatte Nostradamus plötzlichen Erfolg bei Catherine de Medici durch eine einzige Prophezeiung gewonnen, die den Tod ihre Mannes zu betreffen schien. Dieses neu erworbene Ansehen musste er natürlich durch mehr Veröffentlichungen untermauern, damit es dauerhaft blieb, und erst recht in den Wanderjahren vorher hätte ein solcher Fund sicherlich eine unüberwindliche Anziehung für den gefährlich lebenden Propheten darstellen können.
Kayak erzählen nun aus dieser kritischen Distanz heraus die Geschichte des Nostradamus. Nicht nur in den Songtexten kommen dessen zeitgenössische Kritiker immer wieder zu Wort, es tritt sogar dieser erwähnte Mönch als Sprecher auf und kommentiert aus seiner Zeitebene süffisant die Stationen in Nostradamus? Leben. (Meine Lieblingsstelle ist das Wortspiel: ?That?s when my story became his story (= history?)).
Man muss nicht unbedingt Progfan sein, um dieses Musiktheater zu mögen, im Gegenteil, das könnte eher hinderlich sein. Aber wer früher offiziell Alan Parsons und heimlich ABBA gehört hat und sich heutzutage Jahr für Jahr ärgert, weil er wieder keine Karten für Bayreuth bekommt, für den ist das bestimmt was.
Was werden die Holländer wohl nächstes Mal vertonen? ? Ich hätte da eine Idee: wie wäre es mit der Lebensgeschichte des blinden Sehers Ayreon? Ist das nicht so ?ne alte niederländische Legende oder hab ich da was falsch verstanden?? (:-)
| Anspieltipp(s): |
?Flying Squadron? ? ein richtiger Smash-Hit für die Stuben-Karaoke! |
| Vergleichbar mit: |
Als würde Alan Parsons mit Prog-Solisten Lloyd-Webber-Musicals umschreiben und umarrangieren. |
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| Veröffentlicht am: |
19.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
20.7.2005 |
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