You are here
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Matt |
audio generator |
| Andy |
keyboards |
| Simon |
guitar, vocals |
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| Marek |
drums, vocals |
| Anton |
synths |
| Martin |
bass, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Infinity Drive
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6:24
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| 2. |
Dreams Of Space
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8:29
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| 3. |
You Are Here
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3:07
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| 4. |
Sonic Light
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4:19
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| 5. |
Rays Of Sonic Light
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1:01
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| 6. |
(Theta Wave) Inductor
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10:12
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| 7. |
There
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2:53
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| 8. |
I Can't Be Sane
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2:48
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| 9. |
Chime
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1:45
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| 10. |
Stone Oscillator (Static Ritual)
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21:04
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| Gesamtlaufzeit | 62:02 |
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Rezensionen

Litmus machen keine Gefangenen. So, wie das Album losfetzt, sollte die erste Nummer "Infinity Drive" besser "Infinity Overdrive" heißen. Spacerock ist hier der Stil der Wahl (bei Titeln wie "Dreams Of Space", "Rays Of Sonic Light", "(Theta Wave) Inductor": wen wundert's?), genauer: Litmus sind Hawkwind-Epigonen. Für gewöhnlich gut informierte Kreise lassen verlauten, dass "You are here" das beste Hawkwind-Album sei, das Hawkwind nie aufgenommen haben. Das kann ich weder bestätigen noch dementieren: meine Hawkwind-Erfahrungen beschränken sich auf drei der klassischen Alben der Band. Der Vergleich mit diesen ist allerdings gerechtfertig, nur, dass Litmus mehr Power haben.
Die Gitarren bratzeln, die Hammond röhrt, das Mellotron schwillt, das Schlagzeug peitscht, und über alledem fiepen, blubbern, rauschen ständig Analogsynthesizerklänge, als ob ein wildgewordener Funkamateur im Drogenrausch an sämtlichen Knöpfchen seiner Anlage gleichzeitig rumschraubt. Das muss wohl so sein, wenn eines der Bandmitglieder explizit und alleinig als Bediener des "audio generator" geführt wird.
"Infinity Drive" legt schon so mächtig temporeich los, dass es umso erstaunlicher ist, dass "Dreams Of Space" noch einen draufsetzen kann. "And all our dreams of space mean nothing now": wie auch? Wer kann bei solch energetischer Musik träumen, geschweige denn schlafen? Das hier ist kein schwereloser Flug durch unendliche Weiten, sondern ein Musik gewordener Raketenstart. Manchmal wird die gleichzeitige Attacke von sechs Musikern fast zu viel, zu überwältigend, und auch der Sound schrammt gelegentlich hart an der Grenze zum Matsch entlang. Und dann denkt die Band sich: "Scheiss auf Turbulenzen. Wer braucht auf einem Raumschiff schon Sicherheitsgurte?", und geht noch eine Warpstufe höher. Und was bleibt dem hilflosen Hörer anderes übrig, als sich fest, fest, festzuhalten und mitzuzischen?
Erst ausgerechnet zum Titelstück wird nach einer Viertelstunde Volldampf etwas zurückgesteckt, allerdings hauptsächlich, weil hier die Instrumentierung von akustischen Gitarren dominiert wird. Das rhythmische Gefühl ist auch bei "You are here" drängend und hektisch. Und mit "Sonic Light" geht's gleich wieder in die Vollen. Leider krankt die Nummer an etwas zu Tralala-artigen Harmonien, aber was soll's? Die vier Minuten sind schnell vorbei, und danach kommt zum ersten Male eines der ruhigeren Blubber- und Mellotronzwischenspiele, die dem Hörer dann doch einmal erlauben, das Knoppers für zwischendurch zu genießen. "(Theta Wave) Inductor" blubbert erst unheilschwanger, und dann krachts nach ein bisschen Steigerung wieder aus allen Ecken, diesmal sogar - für die analretentiven Taktzähler wie mich und Anhänger der reinen krummtaktigen Proglehre unter uns - in Polymetrik (5/4 + 5/4 + 6/4 über 4/4).
Der abschließende 21-Minüter "Stone Oscillator (Static Ritual)" macht schließlich seinem Namen alle Ehre. Hier wird das Tempo reduziert und monolithisch-heftige Stonerriffs wälzen sich träge und bombastisch minutenlang zu ritualistischem Gesang über den Hörer. Hypnotisch - und wie der Rest des Albums in täuschend echtem Retrosound obendrein.
Originalitätspreise werden Litmus mit "You are here" nicht gewinnen. Aber wen kümmert das, wenn ein Album soviel Kraft hat und Spaß macht? Mich nicht.
| Anspieltipp(s): |
Dreams Of Space, (Theta Wave) Inductor, Stone Oscillator (Static Ritual) |
| Vergleichbar mit: |
Hawkwind |
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| Veröffentlicht am: |
3.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2005 |
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Jeder weiß, dass nicht alles, was Spaß macht, im Lexikon steht. Oder anders: Ne Tüte Pommes ist manchmal genau das Richtige, aber nur ein Dummerle würde dafür genausoviel ausgeben wie für ein 5-Sterne-Menü.
Spaß hat noch einen weiteren Vorteil: Mit dem Schlachtruf "mir gefällt´s" kann man sich wirkungsvoll gegen Kritik panzern. Deshalb machen wir das alle immer mal wieder gerne.
Hier komme ich aber nicht mit. Normalerweise weiß ich schon, was bei Udo gemeint ist, wenn auf einer Platte etwas los sein soll. Bei Litmus ist natürlich tatsächlich viel los, soweit es sich eben um Gekrache, Geblubber und Gefiepse handelt. Aber eigentlich ist das eine Platte aus der gemütlichen Hardrockwichsbude. Der Hörer wird überhaupt nicht gefordert (sonst wärs ja auch nicht gemütlich). Der Hinweis auf krumme Takte täuscht auch darüber hinweg, dass die eigentliche raison d´être dieser Musik recht altbekanntes Gebratze, Getrommele und Gesinge ist.
"You are here" ist wie ein Kleiderständer. Dessous, die daran hängen, können ganz schön verheißungsvoll wirken. Aber ein Kleiderständer ist trotzdem nicht die Substanz, die man unter Dessous gerne vorfinden würde. Andernfalls spricht man von Fetischismus.
Hier also: Spacegewummsblubber für Fetischisten. Mir gehts eher auf den Keks.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.8.2005 |
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