Upon Both Your Houses
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Mike Johnson |
guitar |
| Dave Kerman |
drums, utensils, whistle, duct tape, barbie dolls |
| Mark Harris |
saxophone, reeds |
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| Deborah Perry |
vocals |
| Matt Mitchell |
piano, keyboards |
| Dave Willey |
bass, accordion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dead Silence
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04:44
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| 2. |
Lycanthrope
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08:29
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| 3. |
Maelstrom
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04:42
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| 4. |
Love
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06:59
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| 5. |
The Aesthete
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04:57
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| 6. |
Excerpt From Moonsongs
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03:52
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| 7. |
Hamster Dance
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04:22
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| 8. |
Piano Solo
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04:43
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| 9. |
Kingdom Come
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13:27
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| 10. |
Malaise
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04:40
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| 11. |
Behold The Man
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04:26
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| 12. |
Warheads
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06:45
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| Gesamtlaufzeit | 72:06 |
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Rezensionen

Ein Teil meiner Sammel- und Musikleidenschaft manifestiert sich in Livealben... also wurde ich natürlich schwach, als ich dieses Livealbum von Thinking Plague anlässlich der FreakParade auf Charlies Verkaufsstand liegen sah. "Upon Both Your Houses" ist ein Mitschnitt des Konzerts von Thinking Plague auf dem NEARFest 2000.
Thinking Plague konzentrieren sich bei ihrer Darbietung im Schwerpunkt auf Stücke des Albums "In Extremis". Immerhin die Hälfte aller Titel stammt von diesem Album. Auch die Besetzung von Thinking Plague entspricht weitgehend derer, die das besagte Album eingespielt hat. Lediglich Bob Drake hat die Band bereits verlassen, fungiert hier aber noch als Aufnahme-Ingenieur. Und mit Matt Mitchell ist ein neuer Keyboarder an Bord.
Auch im Live-Umfeld liefern Thinking Plague in souveräner Weise ihren schrägen Kammerrock ab. Dabei geht gerade in der ersten Hälfte der CD die Post ziemlich ab. "Dead Silence" ist schon in der Studioversion ziemlich mitreißend und kommt live noch beeindruckender rüber. Ein geschickt gewählter Opener. Das ziemlich schräge, aber treibende "Lycanthrope" (vom "In This Life"-Album, ein zweiter Schwerpunkt bei der Songauswahl) setzt den furiosen Auftritt fort. Die Songs von "In Extremis" (dem einzigen Studio-Album von Thinking Plague, das ich kenne) wirken im Arrangement minimal verändert, vielleicht ein Zugeständnis an die Spielbarkeit. Mir kommen insbesondere diverse Keyboard-Parts neu vor. Das Saxophon, welches für mich zumeist eher wie eine Klarinette klingt, die Pianoklänge, der subtile Bass, die ungewohnte Gitarre schaffen einen eigenwilligen Klangkosmos. Erst mit "The Aesthete" kehrt ein bisschen Ruhe ein, nur um dann endgültig ins Avantgardistische umzukippen.
Neben dem zuweilen ziemlich schrägen, aber immer geschmackvollen Ensemblespiel überzeugt vor allem Dave Kerman mit seinem expressiven Drumming. Mal donnernd, mal fragil treibt er die Songs an und setzt immer wieder heftige Akzente. Das Spiel mit den Barbie-Puppen kann man nicht hören, dafür die Einlagen mit diversen "Utensilien", dem Klebeband (das wiederum hat man ja auch auf dem Freakshow Festival 2005 bei seinem Auftritt mit Present erleben können) und den schrillen Pfiff.
Live scheint mir auch Gitarrist (und Hauptkomponist) Mike Johnson mehr aus sich herauszugehen und immer wieder kuriose, schräge Soli einzustreuen. Besonders deutlich wird das im hier wirklich genial gespielten Longtrack "Kingdom Come". Keyboarder Mitchell steuert ein Piano-Solo bei, welches einigermaßen improvisiert wirkt.
Schräg (das ist wohl das Schlüsselwort für diese Musik), aber irgendwie stilvoll und eindringlich ist die Musik, die Thinking Plague auch live abliefern. Mal klingt's wie abgedrehte Univers Zero, mal wie gemäßigte Present. Dann gibt es wieder Stellen, die schon fast an Moderne Klassik gemahnen.
Natürlich "singt" auch auf diesem Album meine Freundin Deborah Perry, die mir ja schon auf "In Extremis" viel Freude gemacht hat. Nun, ihr seltsam leierndes und immer leicht neben der Spur klingendes Gesinge stört mich hier nicht so sehr, kann mich aber auch nicht begeistern.
Im Mittelteil quietschen die Plagues dann ziemlich arg herum und präsentieren zu trötigem Saxophon und verqueren Accordion-Klängen älteres Material ("Excerpt from Moonsongs" und "Hamster Dance"). Wenn man diesen Durchhänger aber überstanden hat, wird mit den letzten vier Titeln noch mal ordentlich Fahrt aufgenommen, bis schließlich in "Warheads" fast schon atemberaubend gerockt wird.
Ein durchaus faszinierendes Livedokument der eher schrägen Seite des Progs. Durchaus zu empfehlen, wenn man mit dem 'Gesang' von Frau Perry klarkommt. Die Musik ist in jedem Fall beeindruckend.
| Anspieltipp(s): |
Dead Silence, Warheads |
| Vergleichbar mit: |
irgendwo zwischen Univers Zero und Present |
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| Veröffentlicht am: |
20.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
20.8.2009 |
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