Ogre Tones
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
InsideOut |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Doug Pinnick |
bass, vocals |
| Ty Tabor |
guitar, vocals |
|
| Jerry Gaskill |
drums, vocals |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Alone
|
2:57
|
| 2. |
Stay
|
2:23
|
| 3. |
Hurricane
|
3:31
|
| 4. |
Fly
|
2:43
|
| 5. |
If
|
2:58
|
| 6. |
Bebop
|
4:00
|
| 7. |
Honesty
|
2:43
|
| 8. |
Open My Eyes
|
4:03
|
| 9. |
Freedom
|
3:21
|
| 10. |
Get Away
|
3:26
|
| 11. |
Sooner Or Later
|
7:00
|
| 12. |
Mudd
|
4:41
|
| 13. |
Goldilox (Reprise)
|
4:52
|
| 14. |
Bam
|
2:43
|
| Gesamtlaufzeit | 51:21 |
|
|
Rezensionen

Die Groove Machine ist wieder da! Nach der 'Vergangenheitsbewältigung' auf "Black Like Sunday" legen King's X mit "Ogre Tones" wieder ein Werk mit (fast ausschließlich) neuen Kompositionen vor. Längst haben sich King's X den Status einer Kultband erspielt, die sich nicht so exakt in die eine oder andere Schublade stecken lässt. Schleppender HardRock, voluminöser Bass, Blues-, Funk und Psychedelic-Einsprengsel kennzeichnen die Musik der Texaner.
Offensichtlich hat die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit auf dem letzten Studioalbum wie eine Frischzellenkur auf die Drei von der Rockstelle gewirkt. Auf jeden Fall rockt "Ogre Tones" mit dem kratzigen "Alone" gleich satt los. Und da ist es wieder dieses schwer zu beschreibende "King's X-Feeling": Schleppende, basslastige Grooves treffen auf sanft verzwirbelte Gitarre. Zum richtigen Zeitpunkt versteht es Ty Tabor aber auch richtig "Stoff" mit seiner Gitarre zu geben. Dazu gibt es wieder diese verspielten beatlesken Harmonien im Doppelpack. Jerry Gaskill trommelt solide im Hintergrund drauflos.
Doug Pinnick und Ty Tabor wechseln sich im Leadgesang ab und es gibt die so King's X-typischen wunderschönen Chöre. Neben dem Gesang scheinen sich die Zwei auch die kompositorische Arbeit geteilt haben, denn es gibt zu gleichen Teilen rotzige Rocker (was ja eher Pinnicks Metier ist) und harmonieverliebte Songs (für die ja im allgemeinen Ty Tabor zuständig ist).
Nachdem hardrockigen Opener wechseln sich die Höhepunkte des Albums in bunter Reihenfolge ab. Es gibt rotzigen Groove-Rock ("Fly"), schrägen Poprock mit kleinen Experimenten ("Bebop") und psychedelisch-angehauchten Blues mit einem endgeilen Gitarren-Solo ("Sooner Or Later"). Dazwischen liefern die 'Kings' diverse typische Rocknummern ab, die an selige Zeiten von "Dogman" und "Please Come Home...Mr. Bulbous" erinnern.
Als "Überraschungs-Bonustrack" gibt es eine Neueinspielung der Über-Ballade "Goldilox". Diese Version unterscheidet sich für mich nur marginal vom Original (welches mir besser ins Ohr geht). Aber da vielleicht einige spätberufene King's X-Fans das erste Album (welches inzwischen schwer erhältlich zu sein scheint) nicht haben, ist das eine willkommene Gelegenheit, eines der besten King's X-Stücke ever auf CD zu bekommen. Ausserdem gibt es noch ein Video zu "Alone"... nett, aber nicht essentiell.
King's X legen wieder ein gutes Groove-Rock-Album vor, welches abseits der ausgetretenen Rockpfade dem typischen King's X-Sound huldigt. Für Fans Pflicht und Ohrenschmaus, wer bisher schon nichts mit den Texaner anfangen konnte, der wird auch mit diesem Album nicht warm werden.
Produziert hat das Ganze im Übrigen der renommierte Michael Wagener, in dessen Studio in Nashville das Album auch aufgenommen wurde.
| Anspieltipp(s): |
Fly, Sooner Or Later |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
23.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.1.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Kann man von einem neuen King's X Album was erwarten? Als ich auf der FreakParade erfuhr, dass die Groove Machine ein neues Album raushauen, nahm ich das zwar mit Wohlwollen aber ohne jegliche Begeisterung hin. Woran liegts also?
Nun, ich denke, es liegt daran, dass King's X ebenso wie Motörhead oder AC/DC eben dieses Phänomen haben, immer gleich zu klingen. Ich kann das jetzt wirklich schlecht beschreiben, aber diese Band kann eigentlich nur so klingen wie sie eben klingt. Unglückliche Ausnahme war da lediglich das Album "Manic Moonlight", welches insgesamt ein netter Versuch war Neues in der Musik zu installieren, leider aber auch als gescheitert zu bezeichnen ist.
Nun kommt mit Ogre Tones das mittlerweile elfte Studioalbum der Texaner und siehe da - es klingt wie King's X. Da ist keine Weiterentwicklung, keine Soundverfremdung, keine Experimente, kein garnix - einfach King's X ist da drin, so stehts ja auch aussen drauf. Die Mucke groovt, wie Hölle quasi, Doug Pinnick hat eine pelzige Stimme vom vielen Blues den er in sich trägt, der Bass röhrt, das Schlagzeug spielt schnörkellos, die Gitarren jammen so rum - King's X eben. Ach ja, mit "Hurricane" kommt eine weitere BEATLES Verehrung daher, wie man sie ja auch in Stücken wie z.B. "Marshmellow Fields" schon früher zu hören bekam.
Die Anleihen zu vergangenen Alben sind zwar da, die von Thomas genannten kann ich beim besten Willen nur ansatzweise raushören. Die Nähe zu frühen Alben wie etwa "Faith, Hope, Love" oder "King's X" halte ich für viel größer. Vielleicht liegt das auch am 'braven' Sound von "Ogre Tones", welches mir insgesamt weniger rauh erscheint als solche 'Rotz-Alben' wie "Dogman" oder "Tape Head" oder dem Outtakes Album "Black Like Sunday".
Wie dem auch sei. King's X werden mit diesem Album keine neuen Gefangenen machen, sie werden aber auch niemanden ihrer Anhängerschaft großartig verschrecken. Mit "Bebop" hat man zudem ein richtig fettes Live-Brett im Angebot - das verspricht wieder jede Menge Spaß auf Konzerten.
| Anspieltipp(s): |
Bebop, Honesty, Sooner Or Later |
| Vergleichbar mit: |
nix - nur - King's X (hahaha doofer Reim!) |
|
| Veröffentlicht am: |
26.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
18.8.2011 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von King's X
Zum Seitenanfang
|