Crown of Creation
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Tom Vanrijckeghem |
keyboards, lead vocals |
| Marc Bruyn |
drums |
| David van den Bogaard |
guitar, backing vocals |
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| Ruud de Boer |
guitar, backing vocals |
| Robin Zielhorst |
bass, backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The reverse side of mosquito's battle
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6:32
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| 2. |
Losing you
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5:41
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| 3. |
Libra birthday girl
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4:23
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| 4. |
Insubstantial liberation
1. Addicted 2. Sagittarius 3. Candles and perfume 4. From bad to worse
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12:17
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| 5. |
Sara
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3:32
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| 6. |
No straight story
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5:16
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| 7. |
Politician
1. Part I 2. Part II
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8:00
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| 8. |
After trial
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6:18
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| 9. |
Emerald / Rant
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6:13
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| Gesamtlaufzeit | 58:12 |
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Rezensionen

Manchmal lese ich ganz gern diese Pressemitteilungen, die zu Promos gereicht werden, weil ich auf deren Begrifflichkeit und Wortgebrauch achte; ich werde nämlich den Verdacht nicht los, dass sich darin zuweilen indirekte Botschaften finden, die auf die Zukunft von Trends hinweisen könnten. Im Falle dieses Albums zum Beispiel wird für seinen Musikstil der Begriff ?Symphonic/Psychedelic Rock? verwendet. Das klingt ja schon mal viel versprechend ? besonders, weil ich mir darunter zunächst nichts Konkretes vorstellen konnte: wie soll so etwas bloß klingen, fragte ich mich, wenn es beides abdecken soll? Bisher konnte man ja den Begriff ?symphonic? oftmals als ?bombastisch? verstehen, aber ?bombastisch? und ?psychedelisch? zugleich müsste wohl eine recht merkwürdige Mischung ergeben.
Dann hörte ich das Album und dachte spontan: ?Wieso sagen die nicht gleich Neoprog dazu?? Es wäre ja eine gute Nachricht, wenn das an ausgiebiger Lektüre der Babyblauen Seiten liegen sollte, wo neuerer Neoprog selten übermäßig gut wegkommt. Nun weiß ich, dass der Begriff auch in anderen Veröffentlichungen zum Thema Prog oftmals keinen so ganz beneidenswerten Ruf mehr hat; also können unmöglich wir allein die Ursache dafür sein, wenn ein ?Hinweg vom Neoprog? zum neuen Trend würde ? aber witzig wäre die Vorstellung schon; da kommt man sich dann so schön wichtig vor (obwohl gerade ich als NPWE am wenigsten zu dieser Entwicklung beigetragen haben dürfte:-)).
Vielleicht spricht die Band ja auch deshalb nicht von Neoprog, weil es keiner ist? Zugegeben: diese typisch neoproggigen Keyboards sind hier kaum zu hören, dafür gibt?s im elfminütigen ?Insubstantial liberation? zum Teil auf- und abwogende Gitarrenläufe, die genau den vielzitierten Du-Di-Du-Di-Du-Keyboards anderer Bands entsprechen, das ist schon witzig. Aber obwohl die Musik nicht auf den ersten Hinhörer als Neoprog auffällt, so steht die Band doch vor allem in ihren Melodieführungen fest in der niederländischen Tradition dieser Sparte ? immer wieder vernehme ich Stellen, die mich sofort z.B. an Knight Area oder Plackband denken lassen; wenn es rockiger wird, kommen Reminiszenzen an frühe Kayak auf, und überhaupt scheint es mir eine speziell holländische Art der Komposition von Melodien zu geben, die aber schwer zu beschreiben ist ? ?lyrisch-singbar-popkompatibel? sagt ja wenig aus, weil es auf zu Vieles zutrifft ? man merkt das erst, wenn man mehrere Beispiele gehört hat von dem, was ich meine.
Aber ich sollte noch einen Moment bei der Frage verweilen, wieso dies wohl doch kein so ganz echter Neoprog ist: da wäre zum einen die stark dominierende Klavier-Orientierung auf eine besonders auffällig rhythmische Art, wie sie z.B. in ?Libra birthday girl? zu hören ist und auch anderweitig Songgerüste bildet. Das ist ein Element, bei dem ich ein wenig an Supertramp und etwas mehr an Paul McCartney denke. Das reicht aber noch nicht zur Beschreibung, denn hinzu kommen Vokalgebilde und ?Arrangements, die den frühen Moody Blues entsprungen sein könnten: ?No straight story? ist so ein seltsamer Mischmasch; da haben wir ein leicht hard-rockiges Gitarrengeriffe mit Moody-Blues-Vocals, dann kommt ein Mittelteil mit Gitarrensolo, das an den Gilmour-Stil angelehnt ist, und plötzlich kapiere ich, dass daher (und wohl nur daher) der Begriff ?Psychedelic? in die Selbstdarstellung der Band geraten ist.
Dann gibt es auch andere Auffälligkeiten: der Opener ?The reverse side of mosquito?s battle? (toller Worttitel übrigens) bietet einen Refrain, der, wenn er etwas härter inszeniert würde, an UFO erinnern könnte, und wenn er schmalziger wäre, an BJH. Er liegt aber genau dazwischen. ?Sara? dagegen ist eine vollkommen überzeugende Ballade ? zum Glück so sparsam arrangiert, dass an ausladenden Stilmischungen gar nicht erst Bedarf aufkommt. Soll heißen: die Band hat ein viel versprechendes Potential im Songwriting ? mehr als in der Technik der proggigen Erweiterungen, und genau das bildet ihre starke Basis.
Wie ist nun also dieses Album? Es ist allemal ein solides Fundament zur Errichtung einer interessanten Band-Zukunft. Wer kein grundsätzlicher Melodic- und Neoprog-Hasser ist, sollte es am besten kaufen ? als Investition in die Zukunft von Emerald. Zwar ist ? was den holländischen Raum anbetrifft ? bis jetzt Ayreon härter, Plackband retro-orientierter, Flamborough Head bombastischer und Kayak griffiger, aber keine andere Band bietet so gelungenen Anti-Neoprog für Retro-Oldie-Fans wie Emerald. Wenn das kein Grund ist?
| Anspieltipp(s): |
?Losing you? bietet für den Einsteiger einen Spannungsbogen, der durch alles führt, was für diese Band typisch ist. |
| Vergleichbar mit: |
Als hätte McCartney niemals Lennon kennen gelernt, stattdessen mit den Moody Blues den Prog entdeckt ? und als würde eine Neoprog-Band von heute dieses Material nachspielen? |
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| Veröffentlicht am: |
10.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
11.10.2005 |
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