The Face (DVD)
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Sleepytime Gorilla Press |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (1 Rezension) |
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Besetzung
| Shinichi Momo Koga |
The Face |
| Matthias Bossi |
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| Nils Frykdahl |
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| Carla Kihlstedt |
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| Michael Mellender |
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| Dan Rathbun |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
On Chewing the Heart of Darkness
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| 2. |
The Last Human Being
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| 3. |
Fond of Fish
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| 4. |
Papal Vuh
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| 5. |
It feeds on the Chin
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| 6. |
Dressing the Lord
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| 7. |
Lament of the Party Funnel
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Rezensionen

Unter geisteswissenschaftlichen Intellektuellen ist es nicht unüblich, damit quasi anzugeben, wie schlecht man in der Schule in den Naturwissenschaften, speziell Mathematik war. Mal abgesehen davon, dass die Mathematik keine Naturwissenschaft ist: dieses Phänomen gibt es genauso auch andersherum. Ich hatte einen Mathematiklehrer italienischer Abstammung, der mit stolzgeschwellter Brust davon berichtete, wie er bei einem Freejazz-Konzert, auf das er von Freunden geschleppt worden war, in Richtung Bühne brüllte, die Musiker sollten endlich das Stimmen aufhören und anfangen. Daraufhin sei er von rechts und links mit spitzen Ellenbogen traktiert worden, weil das Konzert angeblich schon seit 25 Minuten lief.
Sagen wir mal so: hätte man ihm die neue Sleeptytime Gorilla Museum-DVD vorgeführt, wäre es nicht so weit gekommen. Denn nach 25 Minuten ist "The Face" schon zuende...
Musikalisch allerdings hätte sich Herr Mathematini bei hier sicherlich genauso wohl gefühlt wie beim FreeJazz: Freiförmige Klangexerimente herrschen vor. Gerade die ersten Minuten mit ihren getragenden, schrägen Passagen mit tastendem Gestus lassen befürchten, dass es sich um typische Experimentalmusik handeln könnte, die eben zu oft zu viel Experiment und zu wenig Musik bleibt (auch wenn für Sleepytime Gorilla Museum ungewohnte Bläserklänge auftauchen). In den nächsten beiden Tracks schälen sich aber ansatzweise songartige (inklusive improvisiertem Gesangs) Strukturen aus dem Chaos, die die Sleeptytime'sche Heavy-Power ebenso andeuten wie ihre Fähigkeit zum schrägen Songwriting: möglicherweise bekommt man mit den kruden Live-im-Studio-Improvisationen, die den Soundtrack zu diesem Video bilden, auch einen Einblick in die Werkstatt der Gruppe.
Ansonsten bietet "The Face" nicht mehr (wenn auch nicht weniger) als der Titel verspricht: stylisches, aber spartanisches DigiPak, keinerlei DVD-Menü, sondern - naben dem Soundtrack - nur und ausschließlich Aufnahmen vom Gesicht des japanischen Aktionskünstlers Shinichi Momo Koga, der Sleepytime Gorilla Museum auch momentan bei Live-Konzerten begleitet. Zu den improvisierten, schrägen, seltsamen Klängen sieht man Kogas Gesicht, seitlich angestrahlt, im halbdunkel, und mehr oder weniger synchron und passend zum Hörerlebnis bewegt er den Kopf, zieht Grimassen und spielt mit dem Licht; und dies über 25 Minuten. Sleeptytime selbst sind nie zu sehen, nur zu hören (was aber im Webshop der Band, in dem es die DVD abgesehen vom Verkauf bei Konzerten exklusiv gibt, herausgestellt wird: "This is not concert footage"). In den besten Momenten wirkt dieses Konzept eindringlich und surreal, in den schlechtesten albern und prätentiös.
Eine solch spezielle Veröffentlichung (bizarrer Inhalt und kurze Laufzeit) dürfte vor allem Hardcore-Fans der Gruppe mit Sammeltrieb ansprechen. Und alle diejenigen, die die Grenzen ihres Kunstverständnisses schon immer einmal austesten wollten.
P.S. Nachtrag zur Besetzungsliste: Folgende Instrumente sind auf dem DigiPak angegeben, aber nicht einzelnen Musikern zugeordnet:
Voices, Hammond Rhythm II organ, piano, sledge-hammer dulcimer, melodica, accordion, violin, trumpet violin, percussion guitar, pedal action wiggler, Alpine Horn, nozzle horn, electric 12-string guitar, tangularium, zither, slack-string zither, party-funnel, squeaky wheel, anklebells, other bells, electric bass, tympani, suspended cymbal, flute, piccolo, Valhalla, lever, flying pea drum (aka: priest beater or karate drum), and goat tubes.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
23.10.2005 |
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