Journey to an imaginary land
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
WEA |
| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Heinz Strobl |
all instruments |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Departure
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4:58
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| 2. |
Foreign landscape
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9:27
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| 3. |
The peaceful village (including "The dance of joy")
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7:42
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| 4. |
March across the endless plain
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10:44
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| 5. |
The fruitful gardens
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6:12
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| 6. |
Sunset at the crystal lake (including: "Reflections")
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6:38
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| Gesamtlaufzeit | 45:41 |
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Rezensionen

Kollege Jochen, der in seiner Gandalf-Rezi meine harten Worte zu Gandalfs "Gallery of dreams" angesprochen hat, hat mich dazu inspiriert, wieder einmal die ersten Gandalf-Alben zu hören (die sich seit Jahrzehnten mit Erfolg in meiner Sammlung verstecken). Also fange ich mal mit dem allerersten an (dem ja noch ach so viele folgen sollten):
Die "Reise zu einem imaginären Land" ist ja keine andere als die Reise zu Tolkiens Land. So weit, so gut, so vintage-proggig und zugleich so meditativ-proggig. Und damit mich nun niemand (auch Jochen nicht!) falsch versteht: ich war immer ein Fan dieser Richtung, ich bin ja schließlich bekennender und praktizierender Eskapist - fragt meine Arbeitskollegen, denen ich tagtäglich aus dem Weg gehe!
Was also ist in meinen Ohren schlecht an diesem Debütalbum? Nichts, aber auch gar nichts! Der Herr Strobl schafft es sogar, sein elektronisches Instrumentarium hier durch einige "ganz normale" Instrumente zu erweitern (Akustikgitarre, E-Gitarre und vor allem die herrlich dumpfe Percussion), so dass er uns mehr zu präsentieren versteht als den damals schon klischeehaft gewordenen elektronischen Einheits-Sound aus deutschen Landen. Die durchgehend instrumentalen Tracks sind sehr lyrisch, melodisch, und sie gehen direkt ins Ohr (was ich nicht einmal im Prog verkehrt finde). Auch überzeugen mich die programm-musikalischen Vorgaben - die "Reise durch die endlose Ebene" klingt tatsächlich wie eine solche und ist zudem noch spannend musikalisch erzählt. Sogar der (nur im Titel kitschig klingende) "Sonnenuntergang am Kristallsee" enthält eine unter die Haut gehende Melodie, wie ich sie in zahlreichen anderen Ambient- und Elektronik-Veröffentlichungen schmerzlich vermisse; ich meine, ich kann nun mal nicht zu Musik meditieren, die mich vom Kompositorischen her kein bisschen anspricht (was wahrscheinlich heißt, dass ich überhaupt nicht meditieren kann ;-)). Diese hier dagegen spricht mich sogar sehr an.
Was also ist nun schlecht an diesem Album? Nichts, aber auch gar nichts! ? An DIESEM! Das Problem des Herrn Gandalf lag nämlich immer einzig und allein darin, dass er aus seiner Masche eben eine Masche machen musste, und das bekommt selten gut, schon gar nicht in elektronisch geprägter Musik - auch Klaus Schulze konnte man hier und da einen ähnlichen Vorwurf machen. Und überhaupt: wieso bringen Solomusiker der Elektronikbranche so oft im Schnitt mehr Alben heraus als Bands, die einen Bandsound pflegen? Doch nicht etwa, weil der Musikcomputer auch mal fast von allein läuft? Ein Jester muss das sein, der so was denkt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
liedhafter als z.B. Schulze oder Tangerine Dream; strukturierter als New Age, aber längst nicht so ?klassisch? wie der frühe Oldfield. |
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| Veröffentlicht am: |
12.12.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.4.2013 |
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Auf seinem Debüt verzichtet Herr Gandalf noch auf den Einsatz von Gastmusikern, es handelt sich um ein waschechtes Soloalbum. Neben elektronischem Instrumentarium werden noch Gitarre, Bass und etwas Percussion verwendet.
Die Musik zeigt schon alle typischen Elemente des Gandalf-Stils: lyrische, verträumte, aber kitschfreie Melodien, die sowohl Elemente der elektronischen Musik als auch des klassischen Prog enthalten, wobei letztere hier noch nicht in dem Maße vertreten sind wie in Gandalfs proggigster Phase Mitte der 80er Jahre. Auch der auf späteren Alben deutliche Ethno-Einfluss fehlt hier noch weitgehend.
Das Fehlen von Gastmusikern lässt die Musik hier noch nicht so "voll" klingen, was nicht immer von Nachteil ist: gerade "Sunset at the Crystal Lake", ein fast rein elektronisch instrumentiertes Stück, das man als eine Art melodische Ambient Music bezeichnen könnte, ist von starker Ausdruckskraft. Ansonsten hat das Album seine besten Momente, wenn Gandalf zur E-Gitarre greift und ein wenig Oldfieldsche Atmosphäre aufkommt ("Foreign Landscape", "March...").
Wie Henning in seiner Rezension schon anmerkt, war dies die erste von unzähligen Gandalf-Veröffentlichung, und der Vorwurf einer gewissen Gleichförmigkeit ist nicht unberechtigt; diese Gleichförmigkeit ließ mich dann auch Ende der 80er vom Erwerb weiterer Gandalf-Werke abstand nehmen. Zumindest die bis Mitte der 80er entstandenen Platten zeigen aber doch eine gewisse Weiterentwicklung hin zu mehr progrockigen Klängen.
| Anspieltipp(s): |
Foreign Landscape |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.12.2005 |
| Letzte Änderung: |
27.12.2005 |
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