Schicksal
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Christian Bach |
Gesang, Gitarre |
| Martin Lukas |
Gitarre |
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| Stuff Brandstätter |
Bass |
| Flo Huber |
Schlagzeug, Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Schicksal
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3:33
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| 2. |
Leben ist
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3:57
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| 3. |
Die Maske
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3:19
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| 4. |
Was weiss ich
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3:33
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| 5. |
Trübsal
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4:24
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| 6. |
Wenn der Himmel weint
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6:47
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| 7. |
Vergangenheit
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4:04
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| 8. |
Vielleicht
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4:45
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| 9. |
Im Traum
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3:26
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| 10. |
Wo bist Du
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4:24
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| 11. |
Die Arena im Kern
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7:07
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| Gesamtlaufzeit | 49:19 |
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Rezensionen

Trotz meiner langjährigen Begeisterung für Rockmusik ist mir Metal immer ein bisschen fremd geblieben. Warum könnte ich gar nicht sagen, vielleicht bin ich da doch zu sehr "Weichei"... nun, mit meiner relativ späten Entdeckung von Dream Theater und damit dem Hybriden "Prog-Metal" entstand erstmal eine neue Begeisterung. Allerdings hat sich das schnell relativiert, da mir die Musikrichtung ProgMetal sich doch allzusehr in eine Sackgasse aus technokratischem Gefrickel und seelenloser Maschinenmusik zu bewegen schien. Ausnahmen wie die Münchner Sieges Even (zumindest mit deren letzten Album) oder die von mir bewunderten Fates Warning scheinen mir die Regel zu bestätigen.
Aber es gibt schon immer wieder Ausnahmen. Hatten letztes Jahr Sieges Even für frischen Wind gesorgt, stellt sich hier eine weitere Band aus dem süddeutschen Raum vor, die zumindest ein bisschen in die gleiche Kerbe schlägt, im Sinne von intelligentem, komplexem Metal in eingängigem Gewand (natürlich ohne nun schon in der gleichen Liga wie die Münchner zu spielen).
Mosaik haben sich mit guten Live-Auftritten schon einiges an lokaler Bekanntheit und eine Fanbasis geschaffen, wenn man den Presseberichten auf der Bad-Website glauben schenken darf. Inzwischen haben die vier Nachwuchsmusiker aus dem Chiemgau auch in Eigenregie ein Album veröffentlicht.
"Schicksal" bietet Metal der ungewöhnlichen Art. Wie gesagt, direkte Vergleiche möchte ich nicht ziehen, denn - siehe oben - "normaler" Metal ist nicht so mein Ding. "Schicksal" gefällt mir jedoch recht gut, was mich zu dem Umkehrschluß veranlasst, dass hier nicht alles so "normal" ist.
Mosaik gehen schon durchweg heftig zu Werke, vermeiden aber geschickt die üblichen Klischées. So gelingt es dem Schlagzeug Druck aufzubauen und die Songs voranzupeitschen, auch ohne Double-Bass-Gebolze. Ganz im Gegenteil hier werden immer wieder gegen den Strich gebügelte Rhythmen eingeflochten. Im richtigen Moment spielt Flo Huber aber auch schon mal direkt nach vorne, so dass die Songs ordentlich Fahrt aufnehmen. Bassist Brandstätter sorgt dazu flankierend auch für ordentlich Druck und lässt den Viersaiter krachen. Gelegentlich unternimmt er aber auch kleine Ausflüge und flechtet melodiöse Läufe jenseits der Rhythmusarbeit ein.
Dazu kommen die beiden Gitarristen, die nicht selten mit zweistimmigen Läufen agieren. Ansonsten gibt es einige wirklich hochmelodische, herzergreifende Soli, die einem die Tränen in die Augen treiben können.
Neben aller Härte und Vorwärtsmusik gibt es aber auch erstaunliche viele ruhige Stellen, die viel Raum für Atmosphäre und lyrische Momente lassen. Dies sorgt für einige Auflockerung im sonst etwas trockenen Sound des Albums. Gerade die beiden längeren Songs, "Wenn der Himmel weint" und "Die Arena im Kern", bestechen hier mit nicht alltäglichen Arrangements. Überhaupt wird die proggige Seite der Band in diesen Songs am deutlichsten. Musikalische Einsprengsel, die mal an mittelalterliche Musik erinnern (gerade wenn die akustische Gitarrre ertönt) oder mitunter rammsteinmäßige "neue deutsche Härte" beschwören, sorgen zusätzlich für Abwechslung.
Da ich in meiner Albensammlung über kaum deutschsprachige Musik verfüge, bin ich in dieser Hinsicht einigermassen "entwöhnt". So klingt die konsequente Anwendung deutschen Gesangs richtiggehend exotisch für mich. Dazu kommen noch die teilweise geheimnisvoll-verschrobenen Texte, die jedoch das Hörvergnügen keinesfalls negativ beeinflussen. Fast möchte ich den Begriff "Singer-Songwriter-Metal" für diese Variante des erzählenden, atmosphärischen Metals erfinden.
Ach ja, der Gesang: Mosaik haben das Glück über zwei sehr gute Stimmen zu verfügen. Davon macht man mit gelegentlichem zweistimmigen Gesangseinlagen auch geschickt Gebrauch. So gerät der Gesang, zusammen mit den deutschen Texten, zu einem richtigen Erkennungsmerkmal der Band. Flo Huber ist im übrigen auch Sänger der deutschen Retro-Progger Traumpfad.
Um einen vagen Vergleich ins Feld zu führen: Mitunter erinnern Mosaik an Fates Warning so zur "Perfect Symmetry"-Phase, atmosphärischer ProgMetal, gitarrendominiert, aber abwechslungsreich und gefühlvoll. Ein Debüt, welches durchaus auf die Zukunft hoffen lässt. Ich würde mir wünschen, dass man sich noch mehr in Richtung vertracktere, mutige Arrangements bewegt, um noch farbiger und abwechslungsreicher zu werden. Zumindest, wenn die Band mehr in Richtung ProgMetal gehen will. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein Keyboarder an der richtigen Stellen der Musik noch mehr Tiefe verleihen könnte. Zukunftsmusik... bis dahin sollte man sich, sofern man der härteren Spielart des Progs zugetan ist, dieses spannende Debüt mal zu Gemüte führen.
| Anspieltipp(s): |
Schicksal, Wenn der Himmel weint |
| Vergleichbar mit: |
intelligentem Metal mit einem Touch von Sieges Even und Fates Warning "Perfect Symmetry"-Phase |
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| Veröffentlicht am: |
29.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.1.2006 |
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