Nagah-Mahdi - Opuscrits En Quarante-Huit Rouleaux
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
9.25/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Yula Slipovitch |
Administratrice du Cirque des Enfers |
| MeroumaN |
Sauveteur pestilentiel providentiel |
| Wladimir Ohrelianov II |
Dictateur démagocrate et ratpublicain |
| Alter Frabrovitch [dit Frabrot le Vieil] |
Lieutenant-Compositeur |
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| Tzom |
Commandant milicien |
| Siphon Trounezohle |
Directeur de l'Académie Scientifique d'Ohreland |
| Comtesse Del Amafia |
Directrice du MEDEO (MEDEF Ohrelandais) |
| Count (Hrabe) Sebbath |
Analyste sanguin |
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Gastmusiker
| Sbirou |
Sergent siffleur sachant siffler dans un sifflet |
| Manuel |
Roi de l'arène |
| Aldo |
Garde du corps |
| Sigmund Miller-Hulot |
Psychologue-aventurier télévisuel |
| 00-000AA-00A1 |
Travailleur Ohrelandais [doyen] |
| P.DRO |
Procureur De la République Ohrelandaise |
| Labial Aerostick |
Animateur Télé Vedette |
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| Comte Benito Del Amafia |
Comte Spécialiste Import/Export |
| Filleul Christobal Del Amafia |
Vaquant [à diverses occupations] |
| Marx Bronosov |
Comique plombier |
| Anton Pinokiov |
Athlète de Caniveau |
| Mustach'Man Rouge |
Improductif |
| Comte P.A Squale Del Amafia |
Expert Comptable-Conteur-Comte - Spécialiste ès Import/Export |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Boum Boum Yüla
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0.35
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| 2. |
Valdez Retro Maldito Seveso
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1.43
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| 3. |
Ruben With The Pippermint
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0.25
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| 4. |
La Complainte D'Yvette H.
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1.44
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| 5. |
Alchimie Malhabile
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1.11
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| 6. |
L'Age Du Cuivre
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1.15
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| 7. |
Furtive
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0.05
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| 8. |
Bossa 'Na Bossa
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0.46
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| 9. |
Préavis De Grève
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0.25
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| 10. |
La Procession Des Imbéciles
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2.44
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| 11. |
Un Autre Chemin Que La Violence?
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2.00
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| 12. |
Lâche Cette Cuillère !!!
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0.30
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| 13. |
La Routine Habituelle ! - Les Gaugaus... Les Gaugaus... Les Gaulois !!!
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1.04
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| 14. |
Nice Trap
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1.33
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| 15. |
Café La Main Verte
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1.14
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| 16. |
Sombre Gloire
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1.25
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| 17. |
Wagadey Wagadey Wagadey Wagadey Wagadey Wagadey Woy Hey !
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0.25
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| 18. |
Pour Quelques Mollards De Plus
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1.30
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| 19. |
Hymen
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2.02
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| 20. |
Sensual Lips And Magic Tricks
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2.08
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| 21. |
Menstrual Fix And Phallic Sticks
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0.55
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| 22. |
Fils-Phoque Au Gingembre
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1.18
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| 23. |
Olé !
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1.07
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| 24. |
All Blacks
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0.39
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| 25. |
Mrs Râ Et Amon Aclaque Ont Une Fille A Tête De Chat ?
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0.07
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| 26. |
Illusions
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1.47
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| 27. |
Salle D'Attente - Pasteurisation
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1.20
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| 28. |
Confrérie De L'Intox
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0.28
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| 29. |
Choc Post-Opératoire
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1.12
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| 30. |
Ferme Les Yeux, Tu Vas Tâcher Tes Lunettes !
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1.09
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| 31. |
J'Ai Ejaculé Une Boîte De Mouchoirs !
|
1.03
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| 32. |
De Saint-Calais A Betlehem En Trafic
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0.42
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| 33. |
Tupperware De La Mer Morte
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1.32
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| 34. |
Agrabah
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1.03
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| 35. |
VaGoDor Deu Sahpun
|
1.53
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| 36. |
L'Harmonie Est-Elle Municipale ?
1. Thèse 2. Antithèse 3. Synthèse
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1.23
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| 37. |
Méchoui
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0.35
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| 38. |
Mais Qui A Laissé Cramer Le Chameau ?
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1.13
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| 39. |
Voodoo Break
|
0.45
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| 40. |
N'y Va Pas, Tante Mireille !
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0.29
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| 41. |
Ode Létale
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2.05
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| 42. |
Near Death Exercise
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1.57
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| 43. |
Goat Of Rahahaaz Vs Mustach'Man
|
1.07
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| 44. |
Enlève Ton Pied De Ma Chaussure, Pablo !
|
0.12
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| 45. |
Soul Coït
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12.50
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| 46. |
1'29 A Peine
|
1.29
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| 47. |
Ma Lamborghini Tato
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1.02
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| 48. |
Le Cirque Des Enfers - Yüla T'Informe
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0.59
|
| Gesamtlaufzeit | 67:05 |
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Rezensionen

Der Auftritt von Sebkha-Chott bei der Freakshow 2007 wird mit Sicherheit auf ewig in die Annalen des Festivals eingehen. Diese wilde, durchgedrehte Show, teilweise unter Einbeziehung von "Freiwilligen" aus dem Publikum, sucht wahrlich ihresgleichen. Als die schrill gekleideten Gestalten - u.a. ein nacktärschiger Papst, ein seniler Zahnarzt, ein blaues Alien (oder war's etwa die blaue Elise?) - sich nach und nach auf der Bühne einfanden, war mein erster Gedanke: die alten Grobschnitt sind wieder da! Das gilt allerdings nur für die Show, musikalisch haben die Franzosen mit Grobschnitt rein gar nichts zu tun.
Bei einem Konzert, dass eine so starke visuelle Komponente hat, stellt sich naturgemäß die Frage: wirkt die Musik auch auf einem reinen Tonträger? Da kann ich nur sagen: ja! Die wilde Mixtur, in der vermutlich alle irgendwann in der Geschichte der Menschheit erfundenen musikalischen Stilarten jeweils mindestens einmal verwendet werden (ca. ein Dutzend pro Minute schätze ich mal), ist auf Konserve kaum minder mitreißend, unterhaltsam, ausgeflippt - eine Orgie der Beklopptheit, die sich in Worten nur unzureichend beschreiben lässt.
Kleiner Wermutstropfen ist das etwas verzettelte Stück 45. Da ist plötzlich Schluss mit Verrücktheiten, stattdessen ist so eine Art Geräuschcollage angesagt, die sich über die knapp dreizehn Minuten zieht wie Kaugummi. Schade, das trübt den Gesamteindruck doch etwas.
Vergleiche sind hier Fehlanzeige. Es gibt zwar Bands, die auf ähnliche Art unterschiedlichste Stile mit viel Humor mischen, etwa Samla Mammas Manna, aber gegen Sebkha-Chott wirken die wie Hansi Hinterseer.
Statt eines Fazits zitiere ich einfach mal aus einem Solostück von Grobschnitt-Schlagzeuger Eroc: "Es lebe der Irrsinn!"
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
28.6.2011 |
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Also, jetzt muß ich doch mal eine Lanze gegen dieses Album brechen. Ich bin auf dem von meinem verehrten Kollegen und Vorredner Jochen erwähnten Konzert im Rahmen von Charlys (*huldig*) Freakshow als beinahe Einziger hinausgegangen und habe ein gediegenes Fachgesimpel mit einem anderen hochgeschätzten Kollegen und seiner Frau der unserem gemeinsamen Eindruck nach doch recht platten Musik einer unserem gemeinsamen Eindruck nach doch recht albernen Truppe vorgezogen. Die Performance, das Happening, das da aufgeführt wurde, hätte allenfalls durch reichlich Obszönität gerettet werden können (die beiden Gummischwänze auf dem Kopf des Drummers waren o. K., aber nicht genug!), so blieb es ebenso wenig aufregend wie innovativ. Dasselbe gilt für dieses Album: Yep, hier wechseln die Stile alle 30 Sekunden. Toll - und? Der Funk, der Reggae, der Klezmer, der Ska, der Chanson, der Death Metal usw. usw., die hier geboten werden, bleiben jeweils für sich genommen leider oft banal und klischeehaft. Abwechslung allein ist aber nur für den Moment interessant, auf Dauer fesseln kann sie nicht. So beweisen die Musiker lediglich, dass sie die Stile recht gut imitieren können, zuhause wirken sie in kaum einem, dazu gehen sie zu wenig fantasievoll und innovativ mit ihnen um. Nicht mal die Idee ist neu: die großartigen Weltpinguintag haben Ähnliches schon vor zehn Jahren gemacht - und deutlich besser. Schade dass die heute keiner mehr kennt. Im Gegensatz zu denen bleibt die Frage nach der eigenen Identität von Sebkha-Chott leider offen, eine Lücke, die man mit Radikalität zu stopfen versucht, was aber nicht gelingt, weil diese weitgehend auf die (zeitgeistige) halsbrecherische Abwechslung beschränkt bleibt. Weitgehend - denn manche Passagen sind durchaus auch für sich genommen spannend, etwa 30ff, oder das herrlich falsch gespielte "L'Harmonie Est-Elle Municipale?". Aber ein platter Ska wird durch mehrstimmiges Gekreische keinen Deut schräger, besser oder gar, das böse Wort, progressiver. Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen: Natürlich finde ich den Longtrack "Soul Coït" am interessantesten. Hier ist ausnahmsweise mal kein 4/4-Takt zu hören, hier kann man sich von den vielen letztlich auf einen kräftig gedehnten Nenner namens "Ska" bringbaren Passagen erholen. Und hier blitzt sie dann prompt auf: Die Identität dieser Band.
| Anspieltipp(s): |
"Soul Coït" (Höhepunkt), "La Complainte D'Yvette H." (Tiefpunkt) |
| Vergleichbar mit: |
allen Genres, die Du so kennst |
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| Veröffentlicht am: |
24.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
14.2.2012 |
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Jo lustig. Man nehme zwei Dutzend einigermaßen gut definierte Musikstile, rühre sie gut durch den Mixer und klatsche sie dem Hörer im 10-Sekunden- bis Halbminutentakt um die Ohren. Eine Zeitlang ist das ja ganz interessant, aber nach spätestens 10 Minuten geht mir dieses Wirrwarr auf den Wecker.
"Opuscripts en 48 rouleaux" ist extrem, ziemlich abgefahren, bekloppt, aberwitzig und wird auch sehr ordentlich dargeboten. Es entspricht unserer schnelllebigen Zeit und spiegelt einen Zweig der Kunst wieder, in dem, um etwas vermeintlich Neues zu kreieren, in Extremen Zuflucht gesucht wird. Es finden sich sicher immer Leute, die von so etwas beeindruckt sind. Dadaismus? Ach was! "Opuscripts en 48 rouleaux" bietet ein artifizielles, auf dem Reisbrett entworfenes Durcheinander. Von kreativer Simultaneität, von einer gleichzeitigen Wiedergabe innerer und äußerer Wahrnehmungen, ohne zwingenden kausalen und logischen Zusammenhang, ist hier nichts zu erkennen. Hier wird nur auf Teufel komm raus und ziemlich konstruiert Kram aneinander geklatscht.
Wirklich Dadaistisches gibt es aber doch zu finden auf "Opuscripts en 48 rouleaux". In der von Jochen geschmähten "Geräuschcollage" nämlich und in den letzten drei kurzen Nummern. "Soul Coït" ist zudem die einzige Nummer hier, in der die Gruppe eine Art eigenen Stil entwickelt. Daher: Nik hat völlig recht. Der Track ist in der Tat das beste Stück des Albums!
Was dem Ganzen fehlt? Nun, Tiefgang und Atmosphäre z.B., und ein eigener Charakter. Zudem finde ich einige der hier verwursteten Stile ziemlich furchtbar (und auch die meisten Gesangseinlagen). Estradasphere machen übrigens ganz ähnliche Musik, vergleichbares Stückwerk, wenn auch nicht ganz so überkandidelt. Ist "Opuscripts en 48 rouleaux" somit ein progressives Highlight? Mitnichten! Ich gehe lieber wieder Faust hören!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.5.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2011 |
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Sebkha-Chott bieten im rasanten Tempo einen wahnwitzigen Stilmix, der irgendwo zwischen beachtlicher Virtuosität und augenzwinkernder Selbstpersiflage angesiedelt ist. Die durchweg kurzen Titel stehen ganz im Fokus von wüsten Stilbrüchen, die ebenso abrupt wie letztendlich doch durchaus kontrolliert erscheinen und ganz im Zeichen des geplanten Chaos stehen. Lateinamerikanische Salsa-Rhythmen, gepflegter Chanson, brachiale Metal-Ausbrüche, fluffige Reggae-Anleihen, grooviger Disco-Sound sowie osteuropäisch anmutende Polka-Sequenzen verschmelzen zu einem ebenso abenteuerlichen wie vergnüglichen Hörvergnügen, in dem das wilde Durcheinander Programm ist. Als Paradebeispiel hierfür sei der Song "La Procession Des Imbéciles" genannt, in dem brachiale Metal-Growls einen anmutigen Schulterschluss mit französischem Chanson-Gesang versuchen und hierbei von einem quirligen Zusammenspiel aus stakkatoartigen Brachial-Riffs sowie feurigen Bläsereinsätzen instrumental untermalt werden.
Sehr kurze Einsprengsel aus der bereits beschriebenen stilistischen Bandbreite tragen dazu bei, dass das Album als comicartige Soundcollage empfunden wird, aus der trotz des allgegenwärtigen Anarcho-Klangmixes über weite Phasen doch eine virtuose Basis hervorblitzt, auch wenn Sebkha Cott doch recht plakativ und vordergründig agieren. Die Franzosen hätten das Potential, in jedem von ihnen bruchstückhaft angespielten Genre eine gute Nummer abzugeben, haben sich jedoch dazu entschieden, den Hörer auf eine wilde Reise mitzunehmen, die vor allem live einen mitreißenden Charme versprüht. Ob das Ganze jetzt überhaupt progressiv ist, steht auf einem ganz anderen Papier und ist kaum zu beantworten.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
einem wüsten Mischmasch |
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| Veröffentlicht am: |
22.12.2012 |
| Letzte Änderung: |
21.12.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sebkha-Chott
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