Catch Wave
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
CBS |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Takehisa Kosugi |
Violin, Voice, Electronics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Mano-Dharma'74
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26:34
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| 2. |
Wave Code #e-1
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22:27
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| Gesamtlaufzeit | 49:01 |
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Rezensionen

Takehisa Kosugi ist Geiger, Komponist und Elektroniker. Sechs Jahre, von 1969-1975 war er Mitgied der von ihm mitgegründeten Taj Mahal Travellers, mit dener er zwei Alben mit elektronisch-avantgardistischen Klangimprovisationen eingespielt hat, die gleichzeitig in der traditionellen japanische Musik verwurzelt waren (siehe "July 15, 1972" und "August 1974"). 1975 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum "Catch Wave", welches 2002 von Showboat (in Japan) auf CD wiederveröffentlicht wurde.
Zwei lange Klanggemälde gibt es auf "Catch Wave" zu hören. Innen im sehr schön aufgemachten Mini-LP-Klappcover des CD-Reissues sieht man Kosugi bei einem Konzert. Er sitzt da auf einem grossen, leicht erhöhten Tisch, vor sich ein Mikrophon, zwei verkabelte "Elektronikkästen" mit diversen Schaltern und Reglern, um sich herum einige nicht so einfach zu identifizierende, meist auch verkabelte Gegenstände (darunter ist zumindest ein Geigenkasten erkennbar - der ist nicht verkabelt) und hinter sich einen Ventilator. Vor ihm sind auf zwei grossen Leinwänden Filmaufnahmen (oder Dias) von Wasser zu sehen. Die Klangerzeuger, die Kosugi auf "Catch Wave" verwendet, sind damit schon angedeutet: Violine und Stimme. Beide werden vom Künstler verfremdet, elektronisch modifiziert, übereinandergeschichtet, durcheinandergemischt und mit Hall und Echo versehen. Dazu kommt noch ein monoton dahinwaberndes, sich statisch veränderndes Hintergrundbrummen, auf welchem sich die anderen Klänge aufbauen. In "Mano-Dharma'74" ist vornehmlich die Violine (bzw. von ihr erzeugte Klänge) bestimmend, in "Wave Code #e-1" Kosugis Stimme(n). Das Ergebnis sind sehr dichte, wabernde, dröhnende, hallende, getragen dahingleitende, mitunter auch laute Klangkonstrukte, die ausgesprochen klangvoll und hypnotisch aus den Boxen kommen.
Natürlich erinnert diese Musik an die der Taj Mahal Travellers, insbesondere an "IV" von "August 1974". Sie ist allerdings schlichter und einfacher gestrickt (hier ist ja auch nur ein Musiker zu Gange), aber nicht weniger beeindruckend. Noch mehr als bei den Alben von Kosugis Stammband bieten sich für "Catch Wave" Vergleiche mit der deutschen Kraut- und Elektronikszene an, insbesondere mit der Berliner Schule, aber auch mit den frühen Scheiben von Cluster und der Vorgängerformation Kluster. Allerdings ist Kosugis Musik deutlich luftiger (schwebender) geraten, ist gleichzeitig karger und schräger, verwendet keine Synthesizer (was für einige frühe Scheiben der Kraut-Elektroniker allerdings auch gilt) und hat einen sehr eigenen, asiatisch-meditativen Charakter. Das klangliche Ergebnis ist aber durchaus vergleichbar, so dass es wohl besonders Freunde der Alben der eben erwähnten elektronischen Klangtüftler sind, die an "Catch Wave" gefallen finden werden. Diesen sei das Album daher auch sehr empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
19.1.2008 |
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