Evanescenze
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Corrado Sardella |
Keyboards, Drums, Bass |
| Milton Damia |
Vocals, Solo Guitar |
| Maurizio Pace |
Rhythmic and Solo Guitar |
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| Nicola di Gia' |
Noise and Ambient Guitar |
| Roberto Franzo' |
Solo Guitar |
| Max Farina |
Solo Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Intro
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1:35
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| 2. |
Nostalgica implosione
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1:44
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| 3. |
Ascesi
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1:49
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| 4. |
Mio padre mia madre
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1:12
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| 5. |
La danza delle ore
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2:38
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| 6. |
Iridescenze
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1:11
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| 7. |
Prima di partire
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2:40
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| 8. |
Disincanto
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2:51
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| 9. |
Nero su bianco
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1:55
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| 10. |
Aurora
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2:58
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| 11. |
Affreschi di tempo
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2:40
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| 12. |
Palla di legno
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2:52
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| 13. |
L'eterna visione
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3:57
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| 14. |
Fragile quiete
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1:06
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| 15. |
Vortice
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0:59
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| 16. |
Il futuro sognato
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2:19
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| 17. |
L'inizio e la fine (part 1)
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6:28
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| 18. |
L'inizio e la fine (part 2)
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3:49
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| Gesamtlaufzeit | 44:43 |
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Rezensionen

In seiner Rezension zum Vorgängeralbum äußert Kollege Jürgen die Vermutung, "dass das nächste Album Doracor noch einen weiteren Schritt nach vorn bringen wird". Vier Jahre nach "Transizione" ist mit "Evanescenze" nun besagter Nachfolger erschienen und somit ist es an der Zeit, zu überprüfen, ob Doracor – bzw. Keyboarder und Cheffe Corrado Sardella – die Erwartung erfüllen kann. Die Beantwortung dieser Frage fällt mir aufgrund der Unkenntnis zwar schwer, trotzdem möchte ich mit Blick auf die Kritik des Vorgängers doch eher von einer Stagnation als von einer Weiterentwicklung sprechen.
Hauptproblem ist dabei, dass Sardello in dieselbe Falle tappt wie schon viele seiner Kollegen vor ihm. Man merkt "Evanescenze" in jeder Sekunde an, dass es ein "Keyboarderalbum" ist. Trotz eines Rekordaufgebots von fünf Gitarristen (die wohlgemerkt an keiner Stelle des Albums gleichzeitig zu hören sind) ist das Tastenarsenal des Bandleaders stets allgegenwärtig und -gewaltig, was auch daran liegt, dass "Evanescenze" in Bezug auf die Produktion ein ähnliches Problem hat wie die frühen Alben von Galahad: Die Gitarren machen durchaus ab und an interessante Sachen oder werden solistisch zum Einsatz gebracht, sind dabei aber derart weich produziert und so wenig in den Vordergrund gemischt, dass man selten eines der gesetzten Ausrufezeichen bemerkt. Ein weiteres Problem ist, dass sowohl Drums als auch Bass aus Dose kommen. Zwar hat Sardella beides wohl selbst mit Synthies eingespielt, was das Resultat deutlich erträglicher macht als eine reine Drummaschine, nichtsdestotrotz bemerkt man deutlich das Fehlen einer Rhythmussektion aus Fleisch und Blut. Verstärkt werden diese Mängel noch dadurch, dass auch die Kompositionen eher auf der ruhigen Seite angesiedelt sind, die Produktion raubt den Rest an Biss dann zum Teil völlig. Als Vergleich in Bezug auf "Harmlosigkeit" fallen mir auch noch die Niederländer von Ricocher ein (wobei ich Doracor hier dann doch eindeutig vorziehen würde).
Nachdem schon zwei Kardinalfehler begangen wurden, verwundert es nicht, dass auch der dritte noch hinzukommt. So sind die Keyboards zwar virtuos eingespielt, "glänzen" aber zu großen Teilen mit Dudidudi-Fanfaren und ähnlichen Käseboard-Attentaten, auf die Prog-Keyboarder meistens zu verfallen scheinen, wenn ihnen niemand auf die Finger guckt. Tracks wie "Aurora" taugen wirklich gut als Beispiele, welche Sounds man heutzutage eigentlich gar nicht mehr und wenn, dann doch bitte gezielt und spärlich, einsetzen sollte.
Klingt schrecklich? Auch wenn das nach dem ganzen Gemeckere meinerseits merkwürdig erscheinen mag, so schlimm ist es dann doch nicht. Man muss Corrado Sardello nämlich attestieren, dass er durchaus ein Händchen für gelungene Kompositionen hat. Tatsächlich wären große Teile des Albums mit etwas mehr Rotz in der Produktion und einer vernünftigen Rhythmussektion wirklich gut, da die Keyboardklänge dann auch entsprechend abgefedert wären. Songs wie "L'eterna visione" oder "L'inizio e la fine" zeigen dies mehr als deutlich. Dies allein ist dann auch dafür verantwortlich, dass "Evanescenze" kein Griff ins Klo geworden ist, sondern sich ins breite Mittelfeld der Veröffentlichungen einreihen kann. Vielleicht schaffen es Doracor ja mit dem nächsten Album, die genannten Kritikpunkte zu beseitigen. Potential für mehr ist in jedem Fall vorhanden und Freunden melodieseeligen Neo-/Retro-Keyboardprogs mit Faible für italienisches Pathos kann auch ein Reinhören durchaus empfohlen werden.
| Anspieltipp(s): |
Palla di legno, L'eterna visione, Primo di partire (als repräsentativer Querschnitt) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
15.8.2006 |
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Dann will ich mal die Steilvorlage von Dennis aufnehmen. Ich war in der Tat in Anbetracht der bisherigen Entwicklung der Alben des Italieners Doracor fantasielos genug zu glauben, dass er sich - wie bisher - von Album zu Album zu steigern weiß und mit seinem fünften Album noch mal einen Tick im Vergleich zum ordentlichen vierten Album "Transizione" drauflegen kann. Und mit dieser Vermutung lag ich eindeutig falsch.
Dennis hat das alles schon sehr richtig beschreiben, da kann ich kaum neue Erkenntnisse hinzufügen. Mich erinnert dieses etwas träge und behäbige Werk gelegentlich an einen französischen Keyboarder namens Laurent Simonnet, der unter dem Pseudonym Chance meines Wissens bisher zwei Alben herausbrachte, die jeweils nur durch die Hinzunahme diverser Gastgitarristen eindeutig an Format gewannen. Auf Album 1 war dies u.a. Vincent Fis (NOW), auf dem zweiten Werk ein gewisser Roine Stolt.
Gar so extrem wie bei Chance ist dies auf "evanescenze" zwar nicht, aber ich erwische mich schon gelegentlich dabei, dass mich jubilierende Gitarren aus einer ab und an aufkommenden Lethargie reißen. Auch wenn man Doracor ein paar nette Melodien zugestehen kann, insgesamt ist dies doch eher ein laues Lüftchen denn ein Prog-Orkan.
Also: ein nur mit Abstrichen halbwegs ordentliches Werk, das im Vergleich zum Vorgängeralbum für mich einen eindeutigen Rückschritt darstellt, den ich - ebenso wie Denis - mit 7 Punkten auch aus meiner Sicht angemessen bewertet sehe.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
7.3.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Doracor
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