Marking Time
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Kara Trott |
voice |
| Troy Kidwell |
guitar, voice |
| Valerie Thompson |
cello, voice |
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| J Marchionna |
drums |
| Vessela Stoyanova |
marimba lumina, vibes, melodica |
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Gastmusiker
| Earl Patrick |
additional vocals |
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| Brendon Downey |
additional guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Like This
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4:03
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| 2. |
Talk To Me
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3:51
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| 3. |
Awake
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3:33
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| 4. |
Hollywood Is Porn I
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5:49
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| 5. |
Hollywood Is Porn II
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6:05
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| 6. |
February 1st 1896
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3:39
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| 7. |
Lucky Glove
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4:33
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| 8. |
Don't know What You're Living For
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7:22
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| 9. |
Venus Loves Hades
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4:02
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| 10. |
Nowhere
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6:06
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| 11. |
Marking Time
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4:59
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| 12. |
Transmission (Remix)
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3:49
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| Gesamtlaufzeit | 57:51 |
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Rezensionen

Wie versprochen haben die Bostoner im Herbst 2006 ein neues Album am Start. In Zeiten, in denen sogar der "Musikexpress" (siehe Ausgabe Oktober 2006) nicht mehr umhin kommt, ein Prog-Revival zu konstatieren (das allerdings im Schwerpunkt an The Mars Volta festmacht), da sollte eine Band wie FLUTTR EFFECT doch genau richtig kommen (es sei denn, es tritt der 'Phideaux'-Effekt ein und man ist "too prog for alternative (rock) and too alternative (rock) for prog...).
Unverändert in der Besetzung legt die Gruppe mit "Marking Time" ein höchst erstaunliches Album vor. Auf der zwischenzeitlich veröffentlichten EP "Swallows And Sparrows" schien sich ja mit "Awake" eine moderate Weiterentwicklung des Debütalbums "Trithemis Festiva" anzudeuten... nichts da! Die Band macht einen Quantensprung. Auch wenn die Ergebnisse diesen großen Schrittes die Fans der ersten Stunde vielleicht zunächst vor den Kopf stoßen...
Schon der Opener "Like This" zeigt eine gewandelte Band. Eine eher düstere, zumindest aber nachdenkliche, ernsthafte Grundstimmung herrscht vor. Die Gitarre wird viel dominanter, ja in hard-rockiger Weise eingesetzt. Das ist heftiger Stoff, wenn man den eher melodiösen Indie-Sound von "Trithemis Festiva" erwartet hatte. Und diese Linie behält die Band bei. Durchweg dominieren heftige, schwere Klänge getragen von der sehr dominanten Gitarre die Songs.
Dazu kommen noch allerlei seltsame Sounds, die sich oftmals gar nicht recht zuordnen lassen. Da sind tiefe Bässe, die sich in die Eingeweide des Hörers bohren, aber hier spielt ja niemand Bass? Ist es das verzerrte Cello? Dann wieder gibt es Keyboard-Klänge, die fast in neoproggige Gefilde driften... aber kein Keyboarder hier? Könnten natürlich auch Klänge von der Melodica sein... Aber Cello und das Marimba Lumina dürfen natürlich auch immer wieder ganz in ihren Klangfarben und -mitteln brillieren und setzen so noch genügend Akzente. Gerade das kratzig-melancholische Cello von Valerie Thompson sorgt so immer wieder für Gänsehaut.
FLUTTR EFFECT mischen aus allerlei seltsamen Ingredenzien eigenwillige Rocksongs, die sich unwiderstehlich in die Gehörgänge und Gehirnwindungen graben. Hard Rock steht neben poppigen Ausritten, aber ebenso neben Folkattitüden und New Artrock-Anklängen bis hin zu punkigen Ausflügen. So gut wieder jeder Song hat zahlreiche kleine Soundgimmicks versteckt, viel Spaß bei der Entdeckungsreise unterm Kopfhörer. Des Rezensenten auf Prog getrimmter Wortschatz verfügt leider nur über unzureichend Material, um die Musik von "Marking Time" ausreichend zu beschreiben. Sicherlich kein traditioneller Prog (auch wenn der zweiteilige Song "Hollywood Is Porn" sogar epische und vertrackte Ausmaße annimmt), aber vielleicht ein Stück Zukunft davon. "Thinkrock" nennt die Band selbst das und das ist wahrlich keine schlechte Charakterisierung.
Kara Trott nimmt sich gesanglich erstaunlich zurück. Sie agiert bei weitem nicht so exaltiert wie auf "Trithemis Festima". Was aber dem Album nur gut tut, denn während die Instrumente alle irgendwie eher Rhyhtmen verbreiten oder sich aufs Riffen verlegen, trägt fast immer nur die Stimme die Melodien. Daneben ist Kara Trott aber natürlich immer noch eine außergewöhnliche Sängerin.
Die Band hat diesmal alles selbst gemacht und trotz begrenzter Mittel gelingt FLUTTR EFFECT ein Album mit amtlichen, druckvollen Sound, welches den Hörer mit seinen ungewöhnlichen Kompositionen gefangen nimmt, ja teilweise fast schon überrollt. Für mich eines der spannendsten Werke, das ich dieses Jahr bisher vor die Ohren bekommen habe....
| Anspieltipp(s): |
Nowhere, Talk To Me, Don't Know What You're Living For |
| Vergleichbar mit: |
ich weiß da leider nichts, FLUTTR EFFECT ziehen ihr eigenes Ding durch... |
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| Veröffentlicht am: |
23.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.8.2012 |
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Kaum ein Album hat in letzter Zeit solche Fragezeichen bei mir hinterlassen wie Marking Time. Und deshalb starte ich gerade noch einen Durchlauf, um hinter das Geheimnis der Musik zu kommen.
Anspruchsvoller Pop-Rock mit New-Artrock (dieses Wort ist ein Graus) Einschlag kommt aus den Boxen. Dabei bewegt man sich irgendwo zwischen den Rainbirds und The Gathering hin und her. Schon allein der weibliche Gesang erinnert an genannte Bands. Die Stimme von Kara Trott hat zwar ihr ganz eigenes Feeling und ist sehr facettenreich, dennoch empfinde ich sie manchmal als Störfaktor, besonders, wenn sie so säuselig trällert wie im Opener.
Nachdem dieses Stück rum ist, ist für mich auch die größte Hürde bewältigt. Danach geht es nämlich soulig und warm weiter (Talk To Me), Heiteres und elektronisch Minimalistisches folgt auch noch (Awake), Episches wird nachgeschoben (Hollywood is porn) und dann wiederholt sich der Stiefel in umgekehrter Reihenfolge bzw. anderer Zusammensetzung und - schwupp - ist die Musik nur noch Randerscheinung. Ich verliere irgendwann den Faden, kann nicht genau sagen wo dies der Fall ist, irgendwo ab Track 6 bis 8 passiert es aber immer. Passend mit den groovenden Beats und teilweise jazzigen Arrangements von Nowhere komme ich zwar wieder zurück ins Hörgeschehen - wenn da nun nur nicht diese Amnesie von Track 6-8 wäre. Mit dem Titeltrack verabschiedet man sich dann recht "abstrakt". Und da ist wieder diese Lücke ... von 5 Minuten .... Diesmal mit Stille gefüllt. Bis dann endlich der "Hidden Track" anklingt, der gar nicht so Hidden ist, weil nämlich als 12. Stück markiert. Sowas war in der Anfangszeit der CD mal witzig... heute find ich das nur noch grausam.
Ok, diese CD hinterlässt weiterhin Fragezeichen, obwohl sie durchaus spannend und abwechslungsreich gestaltet ist. Leider ist spätestens nach Hollywood is porn für mich das Pulver verschossen, kann mich die Stilvielfalt mit der FLUTTREFFECT durchaus zu Werke gehen nicht mehr mitreißen. Dennoch ein Album, dem musikalisch aufgeschlossene Menschen mal ein Ohr widmen sollten.
| Anspieltipp(s): |
Talk To Me, Hollywood Is Porn (Track 5) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
27.11.2006 |
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