Hello Copernicus
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Kyle |
vocals |
| Matt |
guitar |
| Ed |
bass |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Tarry and Oppugn Foul Villain
|
8:13
|
| 2. |
The Second Coming: A True Beginning
|
6:21
|
| 3. |
PostMeridianisticalRapidEyeMovement
|
4:08
|
| 4. |
The Orion Nebula: Mother Earth is Watching
|
5:38
|
| 5. |
Mercury The Courier
|
7:37
|
| 6. |
Ouroborus
|
5:46
|
| 7. |
Epilogue
|
12:49
|
| Gesamtlaufzeit | 50:32 |
|
|
Rezensionen

Mir ihrer Debüt-EP "Five Man Army" hatten Alpha Zentradi ja einiges an Erwartungen geweckt. Nun liegt also mit "Hello Copernicus" das erste 'Full Length'-Album der fünf Jungs, die uns immer noch nichts über sich selbst verraten wollen, vor.
"...and in this year we all wake up..." steht als Motto auf der Website von Alpha Zentradi und das merkt man "Hello Copernicus" an. Alpha Zentradi wollten hier mit aller Macht ein großes Werk schaffen und das wirkt vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein bisschen überambitioniert oder bemüht. Aber glücklicherweise bekommen die Jungs meistens gerade noch rechtzeitig die Kurve und so bleiben diese Moment eher wenige und trüben den Gesamteindruck des Albums kaum.
Überwiegend bieten Alpha Zentradi eine Verfeinerung des Ansatzes ihres Debüts: Harter, extrem trockener Rock trifft auf seltsam unwirkliche traumartige ruhige Sequenzen. Die Gitarren dürfen sich austoben, solieren aber wieder immer nur - wenn überhaupt - sehr kurz, fettes Riffing ist das Stichwort. Dazu wühlen Bass und Schlagzeug immer nervös und bohrend im Untergrund. Diese Mischung liefert hyperaktiven modernen Rock in der Grauzone zwischen metallischem Riffing, veritablem Hard Rock und grungigem Alternative, der den Hörer sogartig mitreißt.
Die ruhigen Momente und eingestreute Elektroniksprengsel beschwören wieder diese wabernden psychedelischen Momente herauf. Ruheinseln im Klanggewitter, die mit dem Song mit dem monströsen Titel "PostMeridianisticalRapidEyeMovement" auf die Spitze getrieben werden. Dies ist nur noch eine Klangcollage, die von Sprachsamples unterlegt ist. Da mag man zum ersten Mal die Überzeugung erlangen, das Alpha Zentradi ein bisschen die Bodenhaftung verloren haben. Aber ab diesem Ausrutscher rocken die Jungs das restliche Album nur noch ab und verwischen diesen Eindruck sofort wieder.
Sänger Kyle nimmt sich etwas zurück und gibt damit seinen Auftritt viel mehr an Gehalt und Eindruck. Seine variable Stimme bewegt sich von lyrischen Säuseln bis hin zu brachialem Shouting mit kreischenden Schreien als Höhepunkt. Ein klasse Sangesleistung!
Wieder mixen Alpha Zentradi ihr ganz eigenes Soundgebräu und das trägt auch locker ein ganzes Album. Vieles klingt hier für mich entfernt nach Led Zeppelin, ganz besonders stark tritt dieser Einfluß in "Mercury The Courier" und in vielen Parts des abschliessenden "Epilogue" zutage. Aber auch wenn Kyle im Opener seine spitzen Schreie ausstößt scheint Robert Plant nicht fern... vielleicht würden die legendären Led Zeppelin heute so klingen, wenn sie in ihrer Weiterentwicklung die moderne Rockmusik inklusive Grunge, Alternative und Neo-Psychedelic mit aufgesogen hätten. Ein spannendes Album mit knackiger Rockmusik, die genügend Ecken, Kanten und Gimmicks enthält um auch über längere Zeit zu fesseln.
Ach ja: Wenn es noch eines Beweises für die Absichten von Alpha Zentradi bedurft hätte: Die Songlängen nähern sich progspezifischen Gewohnheiten deutlich an und die Songs sind teilweise gar in mehrere Teile aufgespalten... ;-)
| Anspieltipp(s): |
Mercury The Courier |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
9.10.2006 |
| Letzte Änderung: |
9.10.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Alpha Zentradi
Zum Seitenanfang
|