Disco Volante
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
12/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| I Quit |
A woodblock |
| Trevor Dunn |
Base,vile |
| Uncooked meat prior to state vector collapse |
P'ip'a,keyboards/organs,guitar,electronics |
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| Clinton Mc Kinnon |
Tenor sax,clarinets,keyboards on 6,drums on 5 |
| Patton |
vocals,microcassette,organs on 9 & 10,ocarina on 3 |
| Theo |
eb reeds piped from Ithaca |
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Gastmusiker
| William Winant |
percussion,jews harp,xylophone |
| Graham Connah |
piano |
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| Lisandro Adrover |
bandoneon |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Everyone I Went To High School With Is Dead
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2.44
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| 2. |
Chemical Marriage
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3.09
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| 3. |
Sleep (Part II): Carry Stress In The Jaw
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8.59
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| 4. |
Desert Search For Techno Allah
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5.24
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| 5. |
Violenza Domestica
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5.14
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| 6. |
After School Special
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2.47
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| 7. |
Sleep (Part III): Phlegmatics
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3.16
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| 8. |
Ma Meeshka Mow Skowz
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6.06
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| 9. |
The Bends
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10.28
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| 10. |
Backstrokin'
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2.27
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| 11. |
Platypus
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5.07
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| 12. |
Merry Go Bye Bye
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12.58
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| Gesamtlaufzeit | 68:39 |
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Rezensionen

Im Kuriositätenkabinett der zweiten CD von Mr.Bungle begegnen wir u.a. (unter vielem anderen!) Klezmermusik, Jazz vieler Stilrichtungen,Metal,Rock,Polka,Tango,Salsa und Musik, die nach Soundtracks der 60er Jahre klingt. Dies alles Seite an Seite mit technoiden Elektronikeinlagen, kranken Klangcollagen, moderner Klassik für Blasinstrumente, zappaesken Einwürfen für Stimmen oder Xylophon sowie melancholischen Zwischenspielen, in denen Pattons Stimme verträumt umherwandert. Patton intoniert auch schon mal gequälten Sprechgesang auf Italienisch oder macht einen Greis im Wechselspiel mit Comicfiguren zur Musik der 50er Jahre stimmlich nach.
Kurzum, eine atemberaubende Reihenfolge von unglaublichen Klang- und Stilkombinationen bietet sich hier an. Darunter auch Klangkombinationen, die einem traumatisierten Hirn entsprungen sein müssten. Die so vollzogene, fantasiereiche Umsetzung der Horrorvisionen und anderer Lapallien stelle ich mir fast noch schwieriger vor, als die Entstehung solcher Ideen.
Beispiel "Violenza Domestica": Eine lautmalerisch-filmische Umsetzung eines Krimis: Dank diverser, gekonnt zusammengesetzter Klangindizien entsteht im Kopf des Hörers eine bizarre Szenerie, die die dramatischen Ereignisse in italienischer Provinz widerspiegelt.
Nach "Disco Volante" wird vielleicht nichts mehr so, wie es früher mal war. Da wird euch eure Stereoanlage als Folterinstrument unheimlich werden. Denn es gibt hier außerdem noch extreme, verstörende Lärmanfälle, die nur die härtesten Freaks lustig finden werden. Alle übrigen werden leicht traumatisiert den Verstärker immer leiser stellen und verängstigt auf das baldige Ende des Horrortrips hoffen.
Deshalb würde es von mir Punkteabzug wegen streckenweiser Überbeanspruchung von persönlicher Lärmverträglichkeit geben. Da aber "Disco Volante" jenseits von Gut und Böse ist, verzichte ich auf eine Benotung.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
3.11.2006 |
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OK, es ist nicht so, als müsste man diese Platte gut finden oder gar lieben. Sie allerdings nur als Lärm und/oder Klangcollage zu bezeichnen und ihr nicht einmal eine Note zuzugestehen, ist dann doch ein bisschen ungerecht.
Natürlich hat das hier nichts mehr gemein mit dem pubertären und äußerst gut gelauntem Heavy Ska Jazz Funk des Debüts. Diese Musik war zwar auch schon höchst merkwürdig gewesen, ging aber rein wie nix und machte dabei auch noch wahnsinnig viel Spaß. "Disco Volante" dagegen ist sperrig und düster. Aber auch wenn zugegebenermaßen Lärm eine entscheidende Zutat war, kann man in den meisten Fällen doch sehr eindeutig noch so etwas wie Songstrukturen erkennen. Klar überreizen vor allem die beiden längsten Songs "The Bends" und "Merry Go Bye Bye" das Collagenprinzip, denn wirklich anhören kann man sich so was nicht wirklich. Gleiches gilt aber doch wohl auch für "Revolution 9", oder nicht!?
Jaja, Mr Bungle sind nicht die Beatles, schon klar. Aber wie kann man denn bitteschön überhören, dass "Chemical Marriage", "Carry Stress In The Jaw" und "Desert Search For Techno Allah" bei allem Wahnsinn durchaus gut ins Ohr gehen, wenn man sich nur mal auf diese Art von Musik eingelassen hat?
Anfangs pickte ich mir hier aus Unverständnis selber nur die noch am ehesten als Songs durchgehenden Stücke heraus, aber mit der Zeit konnte ich mich immer mehr in dieses Album hineintasten. Heute bin ich mir sicher: "California" hätte ohne "Disco Volante" ganz anders geklungen, denn mit ihrem Zweitling sind Mr Bungle erwachsen geworden. Auf eine etwas psychotische Weise zwar, aber auf "Disco Volante" war eben vor allem der Weg das Ziel (und das Ziel war halt "California").
Um also dem Album doch noch ein bisschen Gerechtigkeit zukommen zu lassen, vergebe ich einfach mal dieselbe Note, die Siggy der musikalisch gar nicht mal so weit entfernten "Eskimo" von den Residents gegeben hat.
Nachtrag: Von Plain Recordings gibt es übrigens eine auf 1000 Exemplare limitierte Re-Issue (grünes Vinyl), der eine (ebenfalls grüne) 7" mit dem Stück "The Legendary Paper Project" von The Secret Chiefs Trio beiliegt. Aber aufpassen: es gibt auch eine normale Version (schwarzes Vinyl) ohne diese Single!
| Anspieltipp(s): |
Chemical Marriage, Carry Stress In The Jaw, Desert Search For Techno Allah, Backstrokin' |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.2.2009 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2012 |
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