Stati di immaginazione
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Sony BMG |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Franz Di Cioccio |
Drums, Percussion |
| Patrick Djivas |
Bass, Fretless Bass, Flute |
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| Franco Mussida |
Electric & Classic & Acoustic Guitar |
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Gastmusiker
| Lucio Fabbri |
Violin, Keyboards |
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| Gianluca Tagliavini |
Keyboards, Hammond Organ, Moog |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
La terra dell'acqua
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8:13
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| 2. |
Il mondo in testa
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3:55
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| 3. |
La conquista
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6:26
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| 4. |
Il sogno di Leonardo
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6:43
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| 5. |
Cyber Alpha
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4:27
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| 6. |
Agua Azul
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3:53
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| 7. |
Nederland 1903
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3:20
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| 8. |
Visioni di Archimede
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8:57
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| Gesamtlaufzeit | 45:54 |
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Rezensionen

Während andere Bands aus den 70ern meist nur noch von ihrer glorreichen Vergangenheit leben und oftmals mit ihren aktuellen Alben musikalisch nur laue Aufgüsse der ehemaligen Großtaten bieten, scheinen P.F.M. inzwischen den zweiten bzw. dritten Frühling zu erleben. Seit ihrer Reunion vor knapp 10 Jahren lieferten sie nach recht verhaltenem Start mit dem sehr unterdurchschnittlichen Werk "Ulisse" (1997) anschließend nicht nur zwei beeindruckende Livealben ab, sondern auch die letzten Studioalben konnten auf ihre Weise überzeugen. "Serendipity" (2000) war der gelungene Versuch mit neuzeitlichem Rock ohne Plattitüden, während das letzte Album "Dracula Opera Rock" (2005) bombastischen Sinfonic / Progressive Rock im leicht orchestralen Rahmen bot.
Mit dem rein instrumentalen Konzeptwerk "Stati di immaginazione" geht es nun teilweise zurück zum Jazz Rock / Fusion, den die Italiener bereits in den 70ern auf dem Album "Jet lag" auslebten. Aber eben nur fast, denn der aktuelle Longplayer verbindet diesen Ansatz mit einer gehörigen, sehr prägnanten Prise Progressive Rock, leichtem Klassik Touch und eben typisch mediterranem Flair und Lockerheit, bei der selbst die balladenhaften, melodietrunkenen Töne keinesfalls pathetisch, schmalzig oder peinlich wirken, sondern echten emotionalen Tiefgang bieten. Man merkt der inzwischen auf Trioformat geschrumpften Band (Keyboarder Flavio Premoli ist auf diesem Album nicht mehr dabei) an, dass in ihnen immer noch das spielerische Feuer brennt, sie mit Leidenschaft und Spielwitz ihre Ideen umzusetzen und vor allem mit ausgiebigen, sehr leidenschaftlichen Soloparts anreichern.
Natürlich wird hier nicht der Hammer der Komplexität ausgepackt bzw. nur an den Instrumenten, wie zuweilen in der Vergangenheit, gewirbelt, dennoch tut die leichte Zurückhaltung dem Album, trotz einiger zu kitschiger Momente, gut und andererseits gibt es immer noch genügend Dynamik und inhaltliche Abwechslung. Auf Keyboards braucht man trotz des Fehlens des etatmäßigen Tastendrückers übrigens dennoch nicht zu verzichten, denn mit Gästen an Tasten und vor allem Geige sind alle Klangfarben vorhanden, die man auch von den P.F.M. Klassikern aus der glorreichen Vergangenheit kennt.
Inhaltlich unternehmen P.F.M. eine Reise durch mehrere Epochen und Kontinente. Ob nun die Visionen von Leonardo da Vinci, Archimedes oder Science Fiction Ansätze, die Schönheit der Wasserfälle von Agua Azul im Dschungel von Südmexiko an der Grenze zu Guatemala oder Impressionen vom Untergang von Venedig bzw. den Niederlanden um die Jahrhundertwende, immer wieder finden sich interessante Einfälle, elegische, euphorische Parts an Gitarre, Keyboards oder Violine, um die Musik vor dem inneren Auge zu visualisieren. Wie es sich bei diesem Konzept anbietet, gibt es die CD auch zusammen mit einer DVD, die mit Ausschnitten aus diversen Dokumentationsfilmen bzw. -animationen die Titel recht gelungen optisch umsetzt.
"Stati di immaginazione" setzt auf seine Weise einen weiteren Meilenstein in der umfangreichen und nicht gerade ereignislosen Diskografie von P.F.M. Interessant auch die Beinote, dass dieses Album gänzlich ohne Overdubs oder Sequenzer auskommt, was die lebendige Atmosphäre eindrucksvoll unterstreicht. So agil und lebendig sich die Band hier präsentiert (als augenzwinkerndes Zitat zu den 70ern wird auch mal kurz "Promenade the puzzle" vom 73er Werk "Photos of ghosts" zitiert), scheint dies noch lange nicht das letzte Wort gewesen zu sein.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.3.2012 |
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Nachdem ich (spät, aber doch) die Italo-Prog-Szene für mich entdeckt habe, sind mir besonders P.F.M. ans Herz gewachsen. Das Schöne ist zudem, dass die Jungs auch immer noch (bzw. wieder) neues Material veröffentlichen, welches durchaus Klasse hat. Nun gut, die Höhenflüge der 70er sind nicht mehr zu erreichen, aber gerade ein Album wie "Dracula Opera Rock" könnte kaum eine andere Band ohne Peinlichkeiten darbieten. Nun sind die Italiener schon wieder mit einem neuen Album am Start: "Stati Di Immaginazione".
P.F.M. sind zum Trio geschrumpft. Der ausgeschiedene Keyboarder Premoli wird aber durch einen alten Bekannten, Lucio Fabbri (der schon in den 80ern bei P.F.M. war), und Gianluca Tagliavini gut ersetzt. "Stati Di Immaginazione" ist eine Reise durch die Gedankenwelt und Vorstellungskraft der Musiker, die sich an verschiedene Orte der Welt versetzen. Musikalisch vermengen P.F.M. dabei lockeren Jazz-Rock, Elemente des klassischen Progs, moderne symphonische Rockmusik und sicherlich auch so einen kleinen Touch italienischen Schlager zu einer ganz eigenen Melange. Das ist unterhaltsame instrumentale Rockmusik, die so farbig daher kommt, dass man den Gesang zu keiner Minute vermißt. Manche Klangwelten, die P.F.M. hier erzeugen, erinnern, vor allem, wenn die Gitarre stark dominiert, wie im eröffnenden "La terre dell'aqua" oder in "Cyber Alpha", an die Werke des jungen Mike Oldfield. Ähnlich schwebende und doch mitreißende Tonkaskaden werden hier erzeugt.
Das Album leistet sich allerdings mit dem süsslichen, kitschigen "Il sogno di Leonardo" auch einen bösen Fehlschlag, der immerhin über sechs Minuten, der nicht gerade üppigen Laufzeit, belegt. Und das Cover ist auch von seltener Peinlichkeit. Das war es dann aber auch mit dem Mecker.
Wie Kollege Kristian schon erwähnte, erscheint das Album auch als Paket CD mit DVD, welches ich sehr empfehlen möchte. Zu jedem Song gibt es hier einen Film zu sehen, der das Geschehen illustriert. Und das ist so geschickt gemacht, dass die Gesamtwirkung schon noch mal deutlich besser ist, als nur die Musik alleine. Gerade der dramatische Untergang Venedigs in "La terra dell'aqua" oder der letztlich erfolgreiche Versuch des Baus einer Hängebrücke durch südamerikanische Indios ("La conquista") sind wirklich spannend anzusehen und geradezu genial mit der Musik verwoben. Am peinlichen "Il sogno di Leonardo" kann allerdings auch das Bild nichts mehr retten... Na ja, seis drum ;-)
P.F.M., "Stati Di Immaginazione": Musik wie ein guter, alter Rotwein... in Ruhe gereift, ein Geschmackserlebnis besonderer Art.
| Anspieltipp(s): |
La terre dell'aqua, Cyber Alpha |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.2.2007 |
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