Hemispheres
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Mercury/Polygram |
| Durchschnittswertung: |
12.75/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alex Lifeson |
guitars,guitar synthesizer |
| Neil Peart |
drums,percussion |
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| Geddy Lee |
bass guitar,synthesizer,vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cygnus X-1 Book II,Hemispheres
1. Prelude 4.27 2. Apollo (Bringer of Wisdom)/Dionysus (Bringer of Love) 4.36 3. Armageddon (The Battle of Heart and Mind) 2.55 4. Cygnus (Bringer of Balance) 5.01 5. The Sphere (A Kind of Dream) 1.02
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18.05
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| 2. |
Circumstances
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3.41
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| 3. |
The Trees
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4.41
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| 4. |
La Villa Strangiato
1. Buenos Nochas,Mein Froinds! 2. To sleep,perchance to dream 3. Strangiato theme 4. A Lerxst in Wonderland 5. Monsters! 6. The Ghost of the Aragon 7. Danforth and Pape 8. The Waltz of the Shreves 9. Never turn your back on a Monster! 10. Monsters!(Reprise) 11. Strangiato theme (Reprise) 12. A Farewell to Things
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9.35
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| Gesamtlaufzeit | 36:02 |
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Rezensionen

Es gibt unter den Rush-Fans verschiedenste Meinungen zu jeder einzelnen Platte der Band , im Falle von "Hemispheres" scheinen jedoch die meisten Zweifler zu verstummen.
Die Suite "Cygnus X-1 Book II, Hemispheres" bestätigt als perfektionierte Weiterentwicklung des 76-er Konzeptwerkes "2112" Rush als Erfinder des Prog-Metal. Meines Wissens gab es vor Rush nichts Vergleichbares, niemand, der die Sache richtig zu Ende gedacht hätte : Was passiert, wenn man eine riffige Heavygitarre und eine Shouterstimme mit komplexen Strukturen und mehrteiligen Musikformen kombiniert? Die Antwort auf diese brennende Frage findet man in vollendeter Form auf "Hemispheres". Danach beschlossen die Musiker offensichtlich, dass mit "Hemispheres" dieser Weg zu Ende gegangen wurde, also blieb "Cygnus X-1,Hemispheres" das letzte ca.20-minütige Werk von Rush.
Wie bereits auf "2112", werden zu Beginn der "Cygnus-Hemispheres"-Suite die meisten anschließend verwendeten Themen kurz instrumental vorgestellt, um diese dann in aller Ausführlichkeit zu präsentieren. Um alle Zweifel an dem proggigen Anspruch zu beseitigen, hat man der "Hemispheres"-Suite textlich einen mythologischen Anstrich verpasst.
Man kann sich sicherlich streiten, ob der nächste Song, "Circumstances", viel mehr ist als ein guter Hardrock-Song. Da gibt es jedoch dieses kurze Synthie/Glockenspiel-Intermezzo, oder dieses fast groovende, relativ frei anmutende Spiel von Bass und Schlagzeug...
Zwischen Hardrock und relativ kurzen Enstpannungsmomenten bewegt sich auch "The Trees". Dieses Stück beinhaltet vielleicht die konvenzionellsten Einfälle auf "Hemispheres", allerdings hat es auch einige interessante Breaks zu bieten.
"An exercise in Self-Indulgence", lautet der Untertitel des Instrumentals "La Villa Strangiato". Der Name verheißt ein durchkomponiertes, bravouröses Instrumentalstück, wobei die musikalische Klasse des Trios deutlich wird. Man hat es hier mit drei hervorragenden Solisten zu tun, die alle an einem Strang ziehen.
| Anspieltipp(s): |
Cygnus X-1 Book II-Hemispheres,La villa strangiato |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
4.4.2003 |
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Die Fortsetzung von Cygnus X-1 startet das 78er Album "Hemispheres", obwohl die verwendeten Themen rein gar nichts miteinander zu tun haben. RUSH setzen mit diesem Album ein deutliches Zeichen. Filigran und verspielter denn je tritt die Band auf.
"Cygnus X-1 Book II" ist der bisher in sich geschlossenste Longtrack in der Geschichte der Band. Die Fünf Teile des Stückes sind direkt miteinander verbunden und greifen immer wieder geschickt auf das Hauptthema zurück. Von daher wird bei dem Stück wesentlich mehr Dichte erzeugt, als dies z.B. bei 2112 der Fall war. Synthesizers werden wieder zur Untermalung eingesetzt. Lee's Stimme klingt wieder etwas "metallischer" und passt herrlich zur Science Fiction Story! Mit "Circumstances" geht es weiter. Der kurze Song ist sehr rockig. Die beiden abschließenden Stücke "The Trees" und "La Villa Strangiato" gehören nach wie vor zum Besten was die Band seither gemacht hat! Ersteres beginnt recht balladesk, steigert sich in einen tollen Strophenpart, bevor es übergeht zum Refrain. Der Mittelteil wird eingeleitet von Keyboard, Gitarre und hölzernen Schlagzeugklängen. Der Bass groovt ziemlich genial auf dem dann folgenden Gitarrensolo. Ein Klassestück! Das abschließende Instrumentalstück besitzt einen sich steigernden Spannungsbogen. Mit ganz leisen Klängen beginnt es, nur um sich in das Hauptthema zu steigern, welches untermalt wird von Keyboardatmosphären. Ruhige Passagen wechseln so mit recht kernigen Elementen. Da ist Drive und Gefühl drin. Die knappen 10 Minuten vergehen so wie im Fluge.
Dieses Album signalisiert deutlich die Richtung in die RUSH tendieren. Die Band wird filigraner. Die Verspieltheit wird jedoch nie soweit getrieben, dass man den Faden verliert. "The Trees" und "La Villa Strangiato" sollte man unbedingt gehört haben, denn sie sind auch heute noch absolute Highlights!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
15.6.2004 |
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Warum so bescheiden, meine lieben Vorrezensenten?
Für mich ist dies immer noch ganz klar das beste Album dieser Band mit einem der besten Longtracks, die ich kenne: ?Cygnus X-1 Book II? halte ich im Prog-Metal (den Rush mit diesem Album ja wohl erst ins Leben gerufen haben) für das, was ?Supper?s ready? im Prog-Rock ist. Wen Geddy Lees - zugegeben - gewöhnungsbedürftige Stimme nicht abschreckt, der bekommt hier Abwechslung und Ideen geboten, daß es nur so kracht. Über die Leistungen der Instrumentalisten (Peart = unerreicht an den Drums und Lee = unerreicht am Baß - auch die häufig unterschätzte Leistung von Lifeson verdient großes Lob) muß hier ja wohl kein Wort mehr verloren werden...
?Circumstances? ist beileibe kein einfacher Rocksong, sondern bietet raffinierte Rhythmik und Breaks; Gleiches gilt für ?The trees?, und ?La Villa Strangiato? ist - obgleich stellenweise hart an der Grenze zur Arroganz - ein tolles Instrumentalstück.
Fazit: Weder vorher noch nachher war Rush je besser. Dieses Album hat sich seit fast 20 Jahren in meinen All-time Top 10 einzementiert und wird diese wohl auch nicht mehr verlassen. Ein Album dieser Klasse, das nicht eine Minute auch nur Mittelmäßiges enthält, bekommt von mir nur selten vergebene 15 Punkte. Absolute Kaufempfehlung!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
16.6.2004 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 4 von 4)

„Hemispheres“ markiert den Zenit der progressiven Phase von Rush. Mit der Fortsetzung von „Cygnus X-1“ geht’s zudem – it’s a prog-world – höchst konzeptionell zu.
…da fliegt der Protagonist im ersten Buch der Cygnus-Saga in einer Science Fiction-Story mit seinem Raumschiff durchs All um in einem Schwarzen Loch zu verschwinden und die Fortsetzung handelt dann plötzlich von griechischer Mythologie? Im Prolog des zweiten Buches wird zunächst der Zustand der Welt der Altvorderen skizziert. Im zweiten Teil darf dann erst Apollo seine philosophischen Vorstellungen äußern, gefolgt von den Auswirkungen, die diese auf das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen haben. Anschließend präsentiert auch Dionysos seine Haltung, bevor die Resultate dieser differierenden Lebenseinstellung vorgetragen werden. Ergebnis: das eine geht nicht ohne das andere. Ja, erst Ayn Rand, nun Friedrich Nietzsche: Rush lassen’s ordentlich krachen! Aber zurück zum Geschehen. Das Ergebnis dieser zwei kontroversen Philosophien ist die innerliche Spaltung jedes Individuums > das Sinnbild dafür sind die beiden Hemisphären. Der „Kampf“ dieser zwei Hälften (die apollinische Ordnung auf der einen, das dionysisch Rauschhafte/Kreative auf der anderen Seite) ist das Thema des „Armageddon“-Abschnitts. So, und nun nach rund 12 Minuten kommt Neil Peart in seinen Lyrics auf die ursprüngliche Sci-Fi-Geschichte zurück, die so endlich ihre Fortsetzung findet. Durch den Äther jagen musikalische Fetzen des ersten Teils und geleiten den Hörer mitsamt dem Protagonisten durch das Schwarze Loch…direkt in den Olymp! Der Protagonist wacht mit üblem Schädelbrummen auf, wird sich der Zerrissenheit der Menschheit zwischen ihrer apollinischen und dionysischen Natur bewusst und macht daraufhin erstmal die olympischen Götter rund. Diese beraten nun, wie mit dem Eindringling zu verfahren sei: sie ernennen ihn schließlich zum Gott der Balance zwischen den bisher unausgewogenen Gegensätzen und geben ihm den Namen Cygnus. It’s only Rock’n’Roll…
Die 2. Seite fällt gegenüber dem Monument auf Seite 1 keineswegs ab. „Circumstances“ mag eine relativ gradlinige Nummer sein, aber nicht zuletzt durch den „fetten“ Sound und die hübsche Synthmelodie im Mittelteil ist es ein fesselnder Song. Der Klassiker „The Trees“ vereint alles, was progressive Rockmusik ausmacht in weniger als 5 Minuten. Und wenn wir schon von Klassikern sprechen: „La Villa Strangiato“! Kürzlich las ich, dass das Intro (und der Name „Buenos Nochas, Mein Froinds!“ macht die Sache fast glaubhaft) von dem Song „Gute Nacht, Freunde“ des deutschen Komponisten Alfons Yondraschek inspiriert worden sein soll. Kollege Google teilte mir daraufhin mit, dass Alfons Yondraschek ein Pseudonym von Reinhard Mey ist. Mag man jetzt glauben oder nicht, auf jeden Fall ist das Finale des „Hemispheres“-Albums ein grandioses Instrumental. Lee ist ein Meister, Lifeson ist ein Meister, Peart ist ein Meister.
Mit „A Farewell to Kings“ und „Hemispheres“ haben Rush innerhalb eines Jahres zwei herausragende Alben veröffentlicht. Mit den folgenden zwei Platten sollten sie dieses Niveau halten bzw. noch übertreffen, mein Froinds!
| Anspieltipp(s): |
Die ersten fünf Minuten... |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.3.2012 |
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