Searching for a land
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Fonit Cetra |
| Durchschnittswertung: |
6.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Nico Di Palo |
Guitars, Lead Vocals |
| Gianni Belleno |
Drums, Vocals |
| Frank Laugelli |
Bass |
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| Maurizio Salvi |
Keyboards |
| Vittorio De Scalzi |
Guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Searching
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4:45
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| 2. |
Percival
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5:22
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| 3. |
In St. Peter´s Day
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5:00
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| 4. |
Once that I prayed
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4:00
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| 5. |
A land to live a land to die
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8:25
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| 6. |
Giga
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2:05
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| 7. |
To Edith
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8:40
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| 8. |
Intro
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7:20
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| 9. |
Bright lights
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6:45
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| 10. |
Muddy Madalein
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2:25
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| 11. |
Lying here
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17:25
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| Gesamtlaufzeit | 72:12 |
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Rezensionen

Das vierte Album der New Trolls war ursprünglich eine Doppel-LP, eine LP im Studio eingespielt (Tracks 1-7), eine LP live (Tracks 8-11). Die CD vereinigt nun alle Stücke auf einem Silberling. Offenbar haben die Italiener mit diesem Album den internationalen (angloamerikanischen) Markt im Visier gehabt. Gesungen wird durchweg in English und auch die Titel der LP und der Stücke sind in dieser Sprache gehalten.
Zwei recht unterschiedliche Hälften bietet "Searching for a land". Sind die Live-Tracks ziemlich hardrocklastig und schwungvoll, gibt es in den Studionummern klassischen, getragenen Italoprog zu hören, allerdings mit "fremdsprachlichem" Gesang. Recht verhalten, mitunter sehr klassikorientiert oder barock, angelehnt an das Vorgängeralbum "Concerto grosso per i New Trolls", erklingt hier eine tastendominierte, sparsam instrumentierte Musik. Nico Di Palos Gesang - mitunter effektverfremdet - ist gar nicht schlecht. Etwas gepresst kommt seine Stimme aus den Boxen, doch entwickelt er einen durchaus eigenen und charakteristischen Charme. Vielleicht wäre es aber besser gewesen, wenn er in Italienisch gesungen hätte, doch kann man auch so damit leben. Allerlei Tastenklänge sind hier zu hören, meist Piano, Synthesizer, Mellotron und Orgel. Die E-Gitarre kommt kaum zum Einsatz (bis auf ein etwas nach Santana klingendes Solo in "A land to live, a land to die"). Dafür wird häufiger akustisch und folkig geklampft. Sehr lyrisch, elegisch und dezent wirkt diese Musik, fast karg. Richtige Höhepunkte gibt es aber nicht zu vermelden.
Die Live-Nummern haben da einen ganz anderen Charakter. "Intro" beginnt gleich mit einem druckvollen Schlagzeugsolo und wandelt sich dann in einen flotten Jazzrocker, mit langem, bluesigem Gitarrensolo gegen Ende. Dann wird hart gerockt. "Bright Lights" und "Muddy Madalein" bieten Hardrock von der Stange, in letzterem Stück erweitert um ein Flötensolo à la Jethro Tull. Sehr sakral beginnt das abschließende "Lying here". Pseudogregorianischer Chor und Orgel erzeugen eine entsprechende Atmosphäre, ehe sich, nach einem längeren Flötenintermezzo, die E-Gitarren in den Vordergrund arbeiten. Der Rest der Nummer ist dann ein langer Orgel-Hardrockjam, mit recht exzessivem Gitarrensolo gegen Ende. Die euphorischen, immer wieder aufbrausenden Publikumsreaktionen in den "Live-Nummern" wirken extrem künstlich, als hätte jemand Klatschen und Pfeifen unter die Stücke gemischt und ab und zu den Volumenregler kräftig aufgeschoben.
"Searching for a land" kommt in seiner Gesamtheit ziemlich zerrissen daher. Der Live-Teil passt gar nicht zu den Studionummern. Allerdings ergibt sich so auch ein ganz interessanter Kontrast. Richtig gut ist eigentlich nur die erste Nummer - "Searching" - mit den schrubbende Bassklängen, vorantreibenden Akustikgitarrenlinien, dem klappernden Schlagzeug, dem kernigen Gesang De Palos und der jazzigen Pianoeinlage gegen Ende. "Searching for a land" ist eine ziemlich untypische Italoprogscheibe und daher für den Sammler dieses Genres vielleicht ganz interessant. Komische Platte!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
14.12.2012 |
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Die New Trolls als unbestrittene Institution der italienischen Rockmusik widmeten sich auf „Searching For A Land“ einem Stilmix aus pathetisch-balladeskem Flower-Power-Rock und folkig-psychedelischen Harmonien mit symphonischem Unterton. Der Opener "Searching" steht im Wechsel aus kauzig-nasalem Lead-Gesang und fluffigen West-Coast-Harmonien für einen von einer quirligen Akustikgitarre geprägten Rock, der sich nachfolgend irgendwo im Niemandsland zwischen den bluesig-folkigen Momenten von Led Zeppelin und den pathetischen Mellotronsequenzen von King Crimson bewegt. Stilistisch ist der gebotene musikalische Inhalt schwer greifbar, was vor allem darin begründet ist, dass die Band zu keiner Zeit den notwendigen Ehrgeiz offenbarte, sich den progressiven Klangmustern seiner Zeit zu öffnen und sich stattdessen in einem unausgegorenen Balladen-Schwulst verfangen hatte, der wohl schon zu seiner Entstehungszeit antiquiert klang.
Statt nach neuen Soundmustern zu suchen und sich in einer progressiven Verschmelzung verschiedener Einflüsse zu unentdeckten musikalischen Ufern zu begeben, boten New Trolls nur halbherziges Stückwerk, indem sie meist schablonenhaft symphonische Elemente in ihre höchst bodenständigen Kompositionen integrierten. Auch die teilweise anzutreffende neobarocke Inspiration ist recht weit von einem innovativen Klassikrock entfernt. Die großen Formationen der frühen 70er Jahre bedienten sich virtuoser Klangfarben, die auch über 40 Jahre nach ihrer Entstehungszeit noch in aller Frische nachwirken, während "Searching For A Land“ eher wie eine schon längst vergilbte Collage aus verschiedenen musikalischen Inspirationen anmutet. Ja, dieses Album gleich einer konturlos-verwaschenen Fotografie mit angestoßenen Ecken. Während die Landsleute PFM und Banco zur gleichen Zeit in mannigfaltigen Farben gleichsam virtuose Gemälde schufen, beschränkten sich die New Trolls eher auf ein solides "Malen nach Zahlen".
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.12.2012 |
| Letzte Änderung: |
14.12.2012 |
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