Grindstone
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jørgen Munkeby |
guitar, sax and various other instruments |
| Torstein Lofthus |
drums and various other instruments |
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| Andreas Schei |
keyboards and various other instruments |
| Morten Strøm |
bass and various other instruments |
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Gastmusiker
| Danny Young |
gong (1,3,12) |
| Kristoffer Myre Eng |
church organ (9) |
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| Ashild Skiri Refsdal |
soprano voice (9,11) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
In The Kingdom Of Kitsch You Will Be A Monster
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5:40
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| 2. |
Winterreise
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3:33
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| 3. |
Stalemate Longan Runner
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4:15
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| 4. |
To Be Proud Of Crystal Colours Is To Live Again
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0:49
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| 5. |
Moonchild Mindgames
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3:06
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| 6. |
The Red Room
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2:16
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| 7. |
Asa Nisi Masa
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1:52
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| 8. |
To Be Proud Of Crystal Colours Is To Live Again
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1:09
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| 9. |
Psalm
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7:20
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| 10. |
-... .- -.-. ....
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2:07
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| 11. |
1:4:9
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5:03
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| 12. |
Fight Dusk With Dawn
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6:53
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| Gesamtlaufzeit | 44:03 |
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Rezensionen

Auch auf diesen Seiten wurde ja schon mal das Phänomen erörtert, dass es anscheinend so eine Art Prog-Revival gibt, allerdings mit Bands, die nicht unbedingt so klingen, wie man "Prog" erwartet. "Prog des 21. Jahrhunderts" wird dann gerne gesagt, oder man spricht von "Prog ist der neue Punk". Wieder andere sagen schlicht "Das ist kein Prog". Na, wie dem auch sei, hinter diesem Phänomen verbirgt sich oftmals spannende Musik, die mindestens "progressiv" ist, und von daher vielleicht ehrenhalber ins Genre "Progressive Rock" aufgenommen werden sollte (schon um diesem eine Zukunft zu ermöglichen).
Shining aus Norwegen sind ganz bestimmt eine dieser Combos, die sich in dieser Ecke 'unserer' Musik aufhalten. Mit "Grindstone" legen die noch relativ jungen Musiker (alle in den Mitt-20ern) ihr viertes Album vor. Das erste, welches mir unter die Ohren kommt. Ursprünglich waren Shining mal ein Jazz-Ensemble (zwei der Musiker haben schon bei der norwegischen Nu-Jazz-BigBand Jaga Jazzist mitgewirkt), aber davon sind heute nur noch Reste übrig.
"Grindstone" überfällt den Hörer mit einem Dreier-Pack, der sich gewaschen hat. Wenn das Paket aus "in the kingdom of kitsch you will be a monster", "winterreise" und "stalemate longan runner" über den Hörer hinweggebraust ist, dann tastet er entweder verkrampft röchelnd nach der Stop-Taste oder schwebt selig lächelnd unter der Decke. Neutral kann man dieser Explosion aus krachigen, metallischen Gitarren, hektischer, kraftvoller Percussion, schrägen bis hymnischen Keyboards, elektronischen Klängen, Donnerbass und gelegentlichen verzerrten, wortlosen Gesangseinsprengseln nicht gegenüber stehen. Hier ist lieben oder hassen angesagt.
Lieben wäre besser, denn Shining machen auch in der zweiten Hälfte des Album keine Gefangenen. Verrückter Acid-Jazz mit wiederum hektischer Percussionarbeit ("the red room") wechselt sich mit brettharten Rockbrechern ("ASA NISI MASA") ab. Den Abschluß bildet dann nochmals eine Suite aus einem Stück, welches auf einem Morsecode aufgebaut ist (der übrigens angeblich BACH ergeben soll), und zwei weiteren heftigen Kompositionen, die seltsame elektronische Klänge, jazzige Blasinstrumente, metallische Gitarren und wuselige Percussion aufs gepflegteste mischen.
Zwischen all die wüsten, krachigen Momente pflanzen die Norweger auch noch seltsame "Anti-Klimaxe". Nachdem die Eröffnungssuite den Hörer geplättet hat, sorgt ein sanftes elektronisches Zwischenspiel für Nervenbalsam und mündet unversehens in einen Besuch im Kaffeehaus, wo wir Waltzer tanzen ("moonchild mindgames"). Und etwas später im Album wartet "psalm" mit wahrhaft sakraler Atmosphäre, kuriosem Soprangesang und seltsamen elektronischen Klängen auf, sozusagen ein Science Fiction-Gebet.
"Grindstone" ist ja eigentlich nicht unbedingt "meine" Musik (über das Album bin ich auch eher zufällig gestolpert), aber das Album hat mich doch sofort gepackt. Diese ganz spezielle Mischung, welche die jungen Norweger hier brauen, ist einfach zu faszinierend und mitreißend. Ganz besonders gilt das für mich für die "Winterreise". So eine Kombination aus Bratzelgitarren, vertrackter Rhythmusarbeit und fast schon klassisch proggigen wehenden Mellotronchören hört man nicht alle Tage. Auch wenn die "Winterreise" sicherlich nicht beschaulich veräuft, sondern eher Assoziationen an einen gehetzten Flüchtling auf den letzten Meter vor dem rettenden Stacheldrahtzaun erweckt.
"Grindstone" bäst einem ordentlich die Ohren durch, macht Geist und Bauch frei für neues, aber man kann dann (als Ausgleich) auch wieder traditionelles neu genießen. Tolles Album!
| Anspieltipp(s): |
winterreise, fight dusk with dawn |
| Vergleichbar mit: |
Die Norweger machen ihr eigenes Ding, was sich irgendwo in der Ecke von Mr. Bungle, Mars Volta, Sleepytime Gorilla Museum, Coheed & Cambria wiederfindet... |
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| Veröffentlicht am: |
8.7.2007 |
| Letzte Änderung: |
14.1.2008 |
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Wo bitte liegt das Königreich des Kitsches? In Norwegen? Irgendwo im Fjord? Aufgefallen ist es mir dort nicht, als ich letztes Jahr da war. Und zum Monster geworden bin ich auch nicht. Hm: "In the Kingdom of Kitsch you will be a monster" - So beginnt die musikalische Reise in dieses Album und letzteres trug sogar diesen Titel. Ah, ja.
Grindstone heißt das aktuelle Werk der "scheinenden" Herren aus Norwegen. Und es ist verrückt und bizarr in jeglicher Hinsicht. Da rappelt ein ICE mit Dampflok vorneweg, jedenfalls befindet man sich im Hochgeschwindigkeitsrausch und holpert dabei durch arg abenteuerliche Rhythmik, die an stampfende Dampfkessel aus einer anderen Zeit erinnern. Ich hab ehrlich gesagt keinen Plan, wie man die Musik von Shining anders beschreiben soll. Das ist wirklich abgedrehtes Zeug, irgendwo in der Schnittmenge von Electrocution 250 und Sleepytime Gorilla Museum. Komischerweise aber so, als würde man gleichermaßen die Filmmusik eines Science-Fiction-Films verwursten. Dieses Album bringt einen an die Grenzen der Fantasie und die Band musiziert frisch, fromm, fröhlich und frei umher.
Anfangs war es gar nicht so einfach einen Zugang zu finden. Auf den ersten Hör wirkt das Album sperrig und närrisch, als würde der Karnevalsverein des Raumschiffes Enterprise gerade die Overtüre zu den Mozartfestspielen im klingonischen Reich proben. Spätestens wenn mit "The Red Room" auch noch Anklänge an die "spinnenden Finnen" von Alamaailman Vasarat auftauchen, wähnt man sich im Reich der Gummizellen und bei "Psalm" hat der Wahsinn dann endlich die grauen Zellen zerfressen und man schwebt fort ins Himmelreich - witzigerweise in Enterprise ähnlicher Manier... oahhh oaaaaaahhh, ooooaaah, ooooh ... - mit Dampflok als Zugpferd - ihr wisst schon. Was danach kommt ist nur noch Hardcore-Dschungelfieber.
Was für ein Album ist das denn nun? Einige werden es sicherlich abartig hassen, wer was GANZ ANDERES will, soll unbedingt hinhören. Ich kriege von mal zu mal neue Facetten mit. Hier werden Bilder gemalt, weshalb man auch nicht mehr benötigt als diesen dämlichen Bandschriftzug auf grauem Hintergrund auf dem Cover... ach ja: Die CD ist übrigens NEON-PINK ohne Aufdruck - alles klar????
| Anspieltipp(s): |
In The Kingdom Of Kitsch You Will Be A Monster, The Red Room |
| Vergleichbar mit: |
Sleepytime Gorilla Museum, Blues Brothers, Enterprise, Alamaailman Vasarat, Electrocution 250 (Geschwindigkeiiiiiiiiit) |
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| Veröffentlicht am: |
19.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
20.10.2007 |
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